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Do, 11. November 2004, 23:57

Unternehmen

Interview mit NVidia-Entwicklern

LinuxQuestions.org hat ein Interview mit namentlich nicht genannten Personen des Chipherstellers NVidia veröffentlicht.

Das Interview dreht sich hauptsächlich um die Linux-Treiber für NVidias Grafikchips. Wie allgemein bekannt sein dürfte, gibt es einen Treiber für die NVidia-Chips in X11/X.org, der jedoch keine 3D-Grafik unterstützt und auch meist nicht die neuesten Chips. Der von NVidia bereitgestellte Treiber dagegen wird zwar genauso unterstützt wie der für Windows und andere Plattformen, ist aber nicht quelloffen, was manchen Anwendern nicht gefällt.

Aus dem Interview geht hervor, daß die Entwicklung der Linux-Treiber durch Kundennachfrage zustanden kam. Immer mehr Anwender setzen auf Workstations Linux ein. Signifikante Kunden, die unterstützte Linux-Treiber in gleicher Qualität wie für andere Systeme haben wollten, waren unter anderem Filmstudios, die National Labs und wissenschaftliche Einrichtungen. NVidia ist hier auch ein großer Kunde von sich selbst, denn Linux kommt in den Unternehmen in zahlreichen Anwendungen zum Einsatz - beim Chipdesign, bei der Treiber- und Softwareentwicklung und beim Test. NVidia verfügt angeblich über das größte Linux-Datencenter für Chip-Simulation in der Chipindustrie.

Mit jeder Generation von Grafikchips wächst die Nachfrage nach Linux-Treibern, so die Ingenieure. 15 bis 20% der Workstations mit NVidia-Chips werden mit Linux ausgeliefert. Einige Industrien im Workstation-Geschäft sind bereits zu 100% auf Linux umgeschwenkt.

Der Treiber ist so konzipiert, daß der gleiche Code für viele Betriebssysteme, darunter Linux, Windows, Linux64, Win64, MacOS und Solaris, zum Einsatz kommen kann. NVidia denkt leider derzeit nicht daran, den Treiber freizugeben, da angeblich zu viel von Drittherstellern lizenzierter Code und zuviele Firmengeheimnisse darin enthalten sind.

Auch über den größten Hindernissen, die Linux davon abhalten, eine verbreitete Spieleplattform zu werden, wurde die Meinung der NVidia-Vertreter erfragt. Nach deren Meinung sollte es bessere Tools für Spieleentwickler geben, mehr Spieletitel und ganz einfach mehr Linux-Anwender.

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