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Mi, 17. November 2004, 00:01

Software::Büro

EU favorisiert OASIS-Dateiformat

Die Europäische Union schlägt im Rahmen ihres IDA-Programmes vor, das von OASIS standardisierte OpenOffice-Dateiformat zum ISO-Standard zu machen.

Während die Einzelheiten hinter diesem Prozeß kompliziert sind, ist für zahlreiche Beobachter klar, daß diese Haltung einen großen Erfolg für Sun und das OpenOffice-Projekt darstellt.

Bereits am 25. Mai dieses Jahres hatte IDA ihrer Forderung nach offenen Dateiformaten Ausdruck verliehen. Verschiedene Dateiformate wurden in Augenschein genommen, letztlich entschied man sich dafür, auf jeden Fall XML als Basis zu fordern. Damit blieben zwei Kandidaten übrig, StarOffice/OpenOffice mit dem bereits von OASIS standardisierten XML-Format und Microsoft Word mit WordML. Microsoft zeigte jedoch keine Absicht, sein Format vollständig offenzulegen oder zur Standardisierung einzureichen. IDA richtete daraufhin Anfragen an Sun, IBM und Microsoft, zu der Empfehlung vom 25. Mai Stellung zu nehmen. Die Antworten liegen jetzt vor.

Sun sagt in seiner Antwort, daß es die Empfehlung unterstütze und die Standardisierung des OASIS-Formates bei ISO fördern wolle. In Kürze wird es freie und offene Filter zum Import und Export in andere Formate, besonders WordML und ExcelML, geben.

IBM erklärte, OASIS beitreten zu wollen. IBM habe bereits Produkte, die der OASIS-Spezifikation des Open Office XML-Formates entsprechen.

Microsoft erklärte sich einverstanden, zukünftige Versionen des WordML-Formates zu veröffentlichen und jedem den Zugang zu den Spezifikationen zu ermöglichen. Die derzeit nicht dokumentierten nicht als XML formatierten Teile des WordML-Formates sollen im XML-Format dokumentiert werden.

IDA (Interchange of Data between Administrations) widmet sich dem Dokumentenaustausch zwischen Verwaltungen der EU-Mitgliedsländer. Ein wichtiges Ziel dabei ist es, ein einheitliches Dokumentenformat zu haben, dessen Zukunft auch auf lange Zeit gesichert ist.

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