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Mi, 17. November 2004, 14:52

Gesellschaft::Politik/Recht

Linux-Distributoren gründen Partnerschaft zur Förderung von Standards

Conectiva, Mandrakesoft, Progeny und Turbolinux haben eine Übereinkunft bekanntgegeben, die allgemeinen Standards der LSB 2.0 in ihre Produkte zu implementieren.

Linux-Distributoren von Europa, Asien, Nord- und Südamerika haben sich zur Schaffung einer gemeinsamen Basis-Implementierung der Linux Standard Base (LSB) 2.0 entschlossen. Diese Implementierung wird die Grundlage für die kommenden Linux-Produkte jeder der beteiligten Firmen bilden. Das so gebildete Linux Core Consortium (LCC) genießt nach Aussagen der Unternehmen die Unterstützung wichtiger Hersteller, wie z.B. Computer Associates, die Free Standards Group, HP, Novell, Red Hat und Sun Microsystems.

Die unterschiedlichen geografischen und markettechnischen Interessen der Mitglieder des Konsortiums sowie ihre starken Community-Bindungen und die Erstellung einer gemeinsamen binären Implementierung existierender Standards wird nach Meinung der beteiligten Firmen die industrieweiten Bemühungen zur Standardisierung unterstützen und die Position der LSB als offenen de facto-Standard für Linux-Distributionen stärken. Darüber hinaus wird es durch die Bereitstellung einer von der Industrie unterstützten LSB-Referenz die ISV/IHV-Zertifizierung für Linux vereinfachen und damit eine stärkere Bereitschaft zu dieser Zertifizierung bewirken.

Das Konsortium wird zur Durchführung des Abkommens in einem gemeinsamen Entwicklungs-Framework zusammenarbeiten. Die Mitglieder werden ihre Entwicklungsarbeiten koordinieren und eine gemeinsame, auf dem LSB 2.0 Standard der Free Standard Group basierende Linux Distributions-Basis erstellen und pflegen. Auf dieser Basis werden die Mitglieds-Unternehmen in Zukunft ihre Distributionen aufbauen. Die gemeinsame Basis wird im ersten Quartal 2005 zur Verfügung stehen und in den folgenden Produktlinien implementiert werden:

Die Partnerschaft ist ein offenes Entwicklungsprojekt, bei dem alle interessierten Linux-Distributoren zur Teilnahme eingeladen sind. »Das Konsortium ist eine einzigartige Gelegenheit für Unternehmen mit ganz speziellen Zielrichtungen, an einer ausgedehnten globalen Initiative teilzunehmen und damit auch Zugang zu ISV/IHV-Zertifikaten zu bekommen«, so die Organisatoren. Auch Entwickler aus der Open-Source-Gemeinschaft können an dem Projekt teilnehmen. Industriellen Partnern bietet sich die Möglichkeit, die Ausrichtung dieser Linux-Basis durch ihre Unterstützung der LSB, OSDL und anderer herstellerneutraler Gruppen zu beeinflussen.

Die neue Gruppe wird die LSB 2.0 mit Erweiterungen, die in Zusammenarbeit mit der LSB Futures Group definiert werden, implementieren und in einem Release-Zyklus von 18-24 Monaten herausgeben. Im Laufe der Zeit beabsichtigt die LCC zudem, die Interoperabilität zwischen Debian und RPM-basierten Distributionen zu fördern und auf eine gemeinsame binäre Basis für Debian und RPM-basierte Distributionen hinzuarbeiten.

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