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Di, 30. November 2004, 23:19

Software::Entwicklung

Python 2.4

Die Programmiersprache Python wurde in der Version 2.4 freigegeben.

Gleichzeitig ist hiermit ein neuer stabiler Entwicklungszweig eröffnet.

Nach 18 Monaten Entwicklungszeit beglückt die Python Software Foundation um Guido van Rossum die Python-Benutzer vor allem mit Fehlerbehebungen, Geschwindigkeitsoptimierungen und einigen Sprachneuerungen. Die gewonnene Geschwindigkeit beruht zum einem großen Teil auf der Reimplementation ehemaliger Python-Funktionen in C, der Optimierung grundlegender Funktionen für Sequenzen und teilweise auf dem beschleunigten Interpreter.

Der Mengentyp, der in Python 2.3 als zusätzliches Modul vorhanden war, schaffte es in einer C-Implementation in den Kern der Sprache. Die Typen für kleine (32 oder 64 Bit je nach Plattform) und große (durch Speichergröße beschränkte) Ganzzahlen rücken näher zusammen. Bisher problematische Funktionen wie die bitweise Linksverschiebung warnen beim Überschreiten des Bereiches einer kleinen Ganzzahl nicht mehr, sondern geben stattdessen eine große zurück, was einer automatischen Konvertierung zwischen beiden Typen wie bei Ruby und Common LISP nahe kommt.

Mit Python 2.4 fügen die Entwickler ein Element zur Syntax hinzu, welches sich Decorators nennt und es unter anderem erleichtert, Methoden oder Funktionen als Klassenmethoden zu deklarieren und anderweitig zu verändern. Statt die Funktion oder Methode einer weiteren Funktion zu übergeben, die ihr anschließend die Eigenschaft einer Klassenmethode (o.a.) verleiht, kann der Programmierer schon vor dem Funktionskopf angeben, welche Dekoratoren die definierte Methode durchlaufen soll. Ein solcher Dekorator nimmt als Argument eine Methode oder Funktion und gibt diese verändert zurück.

Eine weitere nützliche Änderung stellt der python-eigene Typ zur Darstellung von Dezimalbrüchen dar, der besonders bedacht auf Genauigkeit ist. Die vorher verwendeten Dezimalbrüche von C waren anfällig für Ungenauigkeiten, da beispielsweise die Zahl 1,1 im Dualsystem ein unendlicher Dezimalbruch ist, der abgeschnitten wird und dadurch kein exakter Wert ist. Andere Sprachen liefern zur Berechnung und Darstellung exakter Werte einen Datentyp für echte Brüche. Python beherrscht neben ganzen und rationalen Zahlen auch die komplexen, während Implementationen von echten Brüchen in Form von Drittbibliotheken zur Verfügung stehen.

Python 2.4 kann von der Webseite des Projektes heruntergeladen werden.

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