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So, 12. Dezember 2004, 21:46

Software::Kernel

»debugfs« erleichtert Kerneldebugging

Ein neues Pseudodateisystem ermöglicht Kernel-Entwicklern einfachen Zugriff auf Debug-Informationen.

Unter dem Namen »debugfs« - nicht zu verwechseln mit dem Dienstprogramm zur Bearbeitung von Ext2- und Ext3-Dateisystemen - entwickelte Greg Kroah-Hartman ein Dateisystem analog zu »sysfs« und »proc«, welches das Lesen von Debug-Informationen und die Änderung bestimmter Parameter ermöglicht.

»sysfs« und »proc« waren auf Grund einiger Einschränkungen zu diesem Zwecke nicht geeignet: Während das »proc«-Dateisystem keine Abbildung der Verzeichnisstruktur auf vorhandene Geräte bereitstellt, unterstützt »sysfs« nicht die seq_file-Schnittstelle, die die Definition beliebiger Iteratoren in Dateien erlaubt. Mit solchen lässt sich beispielsweise nicht nur zum nächsten Zeichen der Datei springen, sondern auch zur nächsten Regel in einer Firewall-Kette, sofern die Datei Firewallregeln repräsentiert.

In seiner E-Mail an die Kernelmailingliste liefert er Debugfs-Schnittstellenbeispiele zum Anlegen von Dateien mit beliebigen der einfachen Zahlen als Inhalt sowie zur Erstellung von Verzeichnissen. Über die Dateien kann der Entwickler Kernelvariablen sowohl lesen als auch verändern, weshalb Debugfs auf Produktivsystemen bei falscher Rechtevergabe ein Risiko darstellt. Würde die Debug-Information in »proc« oder »sysfs« residieren, könnte man die Zugriffsberechtigung nicht ausreichend beschneiden, ohne den reibungslosen Betrieb zu gefährden, während regulären Benutzern der Zugriff auf »debugfs« rigoros verboten werden kann.

Greg möchte über Debugfs Informationen bereitstellen, die »Kernelentwickler zwar im Userspace sehen, aber nicht dauernd um sich haben möchten«.

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