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Mo, 13. Dezember 2004, 17:50

Software::Distributionen::Debian

Weshalb Debian-Releases notwendig sind

Debian-Entwickler Andreas Barth äußert sich in seinem Blog zur Notwendigkeit von Debian-Releases.

Barth, der die Debianpakete dpkg-sig, mgetty und Netpbm verwaltet, zieht zu seiner Begründung den im April erneuertenDebian-Gesellschaftsvertrag heran.

Dieser besagt unter anderem: »Unsere Prioritäten sind unsere Anwender und Freie Software. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen unserer Anwender und der Gemeinschaft für Freie Software. Deren Interessen stehen an erster Stelle«. Andreas stellt die Frage, wie ein solcher Satz vertretbar sei, wenn das Debianprojekt seinen Anwendern im Moment kein aktuelles stabiles System als Grundlage liefern kann. Stattdessen den unstable-Zweig zu verwenden, sei nur ratsam, wenn der Anwender ein ausreichendes Verständnis von Debian hat und damit aufmerksam Mailinglisten verfolgt - eine Tätigkeit, die den meisten Serverbetreibern nicht abverlangt werden kann.

In der Herausgabe neuer Versionen sieht Andreas Barth zudem die Möglichkeit, Debian selbst zu stärken, indem die Vorbereitungen auf das Release immer wieder aufzeigen, welche Pakete höherer Aufmerksamkeit bedürfen. Releaseprozesse stellen somit eine Qualitätskontrolle dar, die das Projekt in regelmäßigen Abständen brauche. Aus diesem Grunde reiche auch die Herausgabe von Debian-Abkömmlingen wie Ubuntu Linux nicht aus, sie sei für Debian ebenso wichtig.

Die nächste Version von Debian GNU/Linux - die Version 3.1 mit dem Namen »sarge« - sollte zuletzt am 15. September dieses Jahres veröffentlicht werden, worauf hin auch einige Release-Partys stattfanden. Noch in jüngster Zeit fanden zur weiteren Behebung releasekritischer Fehler einige Bug-Squashing-Veranstaltungen statt. Barths Worte beziehen sich allerdings nicht konkret auf das Release von »sarge«, sondern auf die Herausgabe neuer Versionen allgemein.

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