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Mi, 15. Dezember 2004, 20:14

Software::Distributionen::Debian

Werbung auf Debian.org? Nein, Danke

Kürzlich diskutierte die Debian-Mailingliste die Darstellung von Google-Ads auf der Debian-Projektseite.

Nicht ganz optimale Auswahl der Google-Werbung

Nicht ganz optimale Auswahl der Google-Werbung

Wie die letzte Ausgabe von Debian Weekly News berichtete, erhielt der Debian-Projektleiter Martin Michlmayr eine Email von Google bezüglich der Schaltung von Google-Werbung. Während Michlmayr normalerweise mit einem »Nein« auf derartige Werbe-Anfragen reagiert, konsultierte er in diesem speziellen Falle die Gemeinschaft der Debianentwickler, da Google-Ads eventuell sogar zum Informationsgehalt von Debian.org beitragen könnten:

Google-Ads analysiert den Inhalt der Seiten, auf denen die Werbung geschaltet wird, und liefert dementsprechend Werbeanzeigen in Bild- und Textform, die zusätzliche Informationen zum Inhalt liefern. Google verspricht für diesen Dienst, dass sich die Anzeigen beständig mit dem Inhalt ändern und sich konkurrierende Werbung blockieren lässt.

Während einige Entwickler der Google-Werbung positiv oder einfach neutral gegenüberstehen, erheben andere Einspruch: Die Bedenken sind teilweise, die Google-Werbung könnte auf andere Distributionen und vor allem auf proprietäre Software verweisen. Dass die Auswahl der Google-Werbung nicht optimal ist, zeigte auch ein Versuch, nach dem bei der Suche nach den Wörtern "Debian" und "Linux" auf der deutschen Google-Seite Microsofts »Get the Facts«-Kampagne als erste unter den beworbenen Seiten zu finden ist (siehe hinterlegte Fläche im Screenshot)

Mehrere Stimmen richten sich gegen die Werbung, da bereits so viel Geld zur Verfügung stehe, dass man es mit der momentanten Umsatzrate gar nicht ausgeben könne. Die Bedenken gehen so weit, in Frage zu stellen, ob Werbung für zusätzliche Einnahmen überhaupt erlaubt ist für eine nicht profitorientierte Organisation wie Software in the Public Interest.

Während Martin Michlmayr und andere Entwickler in den Google-Ads den Vorteil sehen, dass sie sich anpassen, sehen andere in dieser Flexibilität einen Weg, die Debian-Homepage für Google manipulierbar zu machen und den Eindruck zu hinterlassen, das Debian-Projekt empfehle Produkte, die Google vorschlägt.

Letztendlich gab Debian-Projektleiter Martin Michlmayr den Kritiken nach und beschied Google mit einem höflichen »Nein«.

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