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Mi, 22. Dezember 2004, 23:28

Unternehmen

Microsoft verliert gegen EU-Wettbewerbshüter

Das Luxemburger EU-Gericht hat Microsoft dazu verurteilt, die von der Europäischen Kommission verhängten Auflagen vom März 2004 zu erfüllen.

Rund 500 Millionen Euro Strafe und diverse Auflagen, so hatte die Europäische Kommission im Kartellverfahren gegen dem Monopolisten Microsoft entschieden. Wie Spiegel Online meldet, hat Microsoft die Strafe bereits bezahlt, dennoch hatte das Unternehmen Einspruch eingelegt und eine Aussetzung der Maßnahmen beantragt. Diese wurde nun aber abgelehnt. Das eigentliche Verfahren wird sich dagegen noch schätzungsweise ein Jahr hinziehen, doch es wird mit einer endgültigen Niederlage von Microsoft gerechnet.

Die Europäischen Kommission hatte es als erwiesen angesehen, daß Microsoft durch die Bündelung des Media Players mit Windows konkurrierende Anbieter benachteilige. Die Auflagen für Microsoft sind, in der EU künftig Windows ohne den Media Player zu verkaufen und zahlreiche Schnittstellen offenlegen, mit denen Interoperabilität mit Windows erleichtert wird. Microsoft behauptete, daß es durch die Umsetzung der Auflagen einen »irreparablen Schaden« erleiden werde, konnte dies aber nicht glaubhaft beweisen.

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) zeigte sich erfreut über die Entscheidung des Gerichts. »Microsoft muß nun erklären, wie es willkürlich öffentliche Standards abgeändert hat«. Die FSF Europe und das Samba-Team haben die Europäischen Kommission in technischen Fragen in diesem Verfahren beraten. Dadurch entstanden allerdings Kosten, die die FSF Europe durch Spenden wieder hereinzubringen hofft.

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