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Thema: Fedora erhält Global File System

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Daniel Riek am Fr, 24. Dezember 2004 um 17:00 #
Kleine Ergänzung:
Die enthaltenen Cluster-Tools ermöglichen zunächst normale Fail-Over-Cluster mit einer im Prinzip unbeschränkten Anzahl von Maschinen. Diese Core-Cluster-Services lassen sich auch mit eigenen Service-Monitoren, etc. erweitern. GFS baut darauf auf und stellt ein paralleles Clusterdateisystem zur Verfügung. Dieses Dateisystem repliziert keine Daten, sondern ermöglicht ganz im Gegenteil, mit mehreren Maschinen parallel auf denselben physikalischen SAN oder iSCSI Plattenspeicher zuzugreifen.

Die Maschinen im GFS-Cluster haben also eine identische Sicht auf Daten, auf die sie ganz klassisch als Block-Device zugreifen. Hier liegt ein zentraler Unterschied zu einem Netzwerkdateisystem wie NFS: dort wird auf File-Ebene gearbeitet, nicht mit Blocks. Bei GFS gibt es auch keine Server, die irgendwas exportieren: die einzelnen Nodes sind direkt an der Storage angeschlossen (oder ihnen wird dies zumindest vorgespielt wie bei iSCSI). Dabei verhält sich GFS für den User wie ein ganz normales lokales Dateisystem mit voller Posix-Funktionalität.

So lässt sich letztendlich jede Software, die in mehreren Instanzen mit denselben Datenpfaden auf einem einzelnen Rechner laufen kann (also vor allem File-Locks setzt und beachtet) auf mehrere Rechner parallelisieren. Der Vorteil zu einem Netzwerkdateisystem: bei Netzwerkdateisystemen wie CIFS oder NFS ist der Server ein Bottleneck, weil jeder Datenbereich fest an einen Server gebunden ist und dieser nur bestimmte Kapazitäten hat. Wird die Last auf dem Fileserver zu groß hilf nur, die Daten zu segmentieren und auf mehrere Server zu verteilen. Bei GFS stehen die Daten mehreren Servern gleichzeitig zur Verfügung. Natürlich gibt es auch hier limits, aber es existieren Cluster mit mehr als 150 Nodes, die parallel auf denselben Daten arbeiten. Eine typische Anwendung für GFS ist dementsprechend der aufbau skalierbarer NFS- oder Samba-Server: Mehrere Server stellen dieselben physikalischen Datenbereiche zur Verfügung. Dabei müssen die Clients zwar für eine Sitzung immer einem Server zugeordnet sein, da kein dynamisches Loadbalancing möglich ist, aber jeder Server kann alle Daten bereitstellen.

Andere Anwendungsgebiete sind große Mailcluster, Parallele Datenbanken (Oracle RAC mit 3 oder mehr Knoten), Webservices, etc.

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    Von ruebezahl am Sa, 25. Dezember 2004 um 13:27 #
    Schon ziehmlich abgefahren! Danke für die ergenzene Ausführung. Mit meinen zwei Rechner dürfte sich der Aufwand aber kaum lohnen ;-)

    Grüsli...

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      Von Daniel Riek am Mo, 27. Dezember 2004 um 16:18 #
      Naja, die reinen Cluster-Services lohnen sich da bereits. Dürfte Heartbeat oder Failsafe ziemlich überlegen sein (allerdings habe ich mir die beiden letztgenannten seit ca einem Jahr nicht mehr angesehen).

      Für einen hochverfügbaren GFS-Cluster braucht man neben entsprechend redundant ausgelegter Storage (das ist ein Thema für sich :-) mindestens 3 Knoten, da ein Quorum 2:1 erforderlich ist. Bei nur zwei Knoten ist GFS nicht HA.

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Von Joern am So, 26. Dezember 2004 um 17:26 #
Fibre-Channel hat erstmal nix mit Glasfaser zu tun, es funktioniert auch über Kupferkabel, allerdings kann man dann keine grossen Entfernungen mehr zwischen Server und Storagebox (300 bei 2Gbit FC mit 50mu Kabeln) haben.
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Von rübezahl am Di, 28. Dezember 2004 um 10:20 #
Ach, ist das wieder armselig! Wenn irgend eine Meldung über Browser oder Gnome vs. KDE gibt es >60 Kommentare ob der oder jener Button an der richtigen stelle ist. Aber bei bei solchen Themen : FUNKSTILLE. Zeigt doch das auch bei Linux immer mehr "Bund-Klickis" rumturnen. Deshalb sage ich: LINUX IST DESTOP-REIF! Die meisten interesiert nur noch dinge die ein Button haben den man anklicken kann. Schade! Ich hoffe RedHat und andere lassen sich nicht endmutigen.
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    Von screne am Fr, 31. Dezember 2004 um 20:27 #
    Armselig ist zunaechst einmal Deine Rechtschreibung... Wer im Glaushaus sitzt... Na den Spruch kennst Du BESTIMMT schon.
Pro-Linux
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