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Mi, 5. Januar 2005, 14:40

Software::Kommunikation

Von Firefox zu Iceweasel

Zwischen der Mozilla-Foundation und dem Debianprojekt ist eine Diskussion über die Benennung von Mozilla-Produkten in der Debiandistribution entstanden.

Wie die Mozilla-Foundation in ihren Warenzeichenregelungen bestimmt, dürfen nur offiziell von der Foundation herausgegebene Pakete den Namen »Mozilla Thunderbird« oder »Mozilla Firefox« (im Folgenden austauschbar) tragen. Inoffizielle Versionen können nach drei Stufen entstehen:

  • die erste Stufe erlaubt die Benutzung des alleinstehenden Namens »Firefox« und die Verwendung des offiziellen Logos. Bezüglich Änderungen ist hier lediglich die Variierung der Startseite, der Standardlesezeichen und der Standardsuchmaschine gestattet. Das Hinzufügen zusätzlicher Erweiterungen fällt aus dieser Kategorie beispielsweise heraus.
  • Für sogenannte »Community Editions«, die auch als solche bezeichnet werden müssen, dürfen zusätzlich Einstellungen vorgenommen sowie Erweiterungen von updates.mozilla.org hinzugefügt werden. Darüber hinaus ist die Portierung auf alternative Systeme gestattet.
  • Um das volle Potential freier Software ausnutzen zu können, muss sowohl der Name der Anwendung als auch der Startdatei geändert werden. Die Debianer prägten für diesen Fall den Begriff »Iceweasel«, auch wenn ein Repräsentant der Mozilla Foundation »Thunderbird for Debian« oder »Debian Thunderbird« als Lösungen vorschlägt.

Verständlicherweise stellt sich die Frage, ob die Mozilla-Produkte mit den Einschränkungen bezüglich ihrer Namen noch frei im Sinne des Debian-Gesellschaftsvertrages seien, oder ob eine Verschiebung in den Non-Free-Zweig nötig ist. Die Mozilla-Foundation gibt als Grund für die Namenseinschränkungen an, man wolle für die als »Mozilla Firefox/Thunderbird« bezeichneten Produkte entsprechende Qualität sichern. Derzeit enthalten in der Distribution sowohl die Produktnamen als auch die Startdateien den vollen Namen der Applikation.

Die Mozilla Foundation wünscht zudem, dass in den Copyrighthinweisen des Debianpaketes eindeutig vermerkt ist, dass auf den Debianpaketen basierende Produkte ebenfalls den Bestimmungen der Mozilla-Warenzeichenregelung unterstehen. Unterdessen kamen Vorschläge auf, mit anderen Distributionen einen gemeinsamen, inoffiziellen Namen zu finden.

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