ich benutze seit über zehn Jahren pine (ich habe mal in Seattle studiert...) und bin (fast) komplett zufrieden damit... Was macht mutt eigentlich besser als pine, außer daß es der GPL unterliegt...
Eine Sache die mich bei Pine immer stört (nutze es auf dem Uni-Rechner, da ich es über ssh nutzen kann), dass copy&paste sehr basic ist. Und kopieren aus anderen Anwendungen mit mittlerer Maustaste klappt nicht. Geht das prinzipiell nicht, oder bin ich nur zu dumm und kenne die richtige Tastenkombinationen nicht?
Von Malte Spiess am Di, 11. Januar 2005 um 10:20 #
Bin nicht so der pine-Experte, habe es aber auch mal ein wenig genutzt. IIRC ist die Menüführung in mutt ein wenig einfacher, außerdem ist die Hilfe im Programm sehr geschickt realisiert. Einen externen Editor kann man auch einfach integrieren (weiß nicht, wie das bei pine ist). Außerdem kann man, wie bereits im Artikel beschrieben, sehr fortgeschrittene bzw. mächtige Funktionen realisieren. Für den nicht-professionellen oder alle-Funktionen-ausnützen-müssenden Anwender, der sich mit pine schon gut auskennt, aber kein Grund zum Wechsel. Höchstens Neugierde...
Von Christoph Lange am Di, 11. Januar 2005 um 11:50 #
Ich mag pine auch nicht so, weil es eine zu idiotensichere Voreinstellung hat. Aber ein externer Editor geht jedenfalls (ist auch bitter nötig!), siehe enable-alternate-editor-cmd und enable-alternate-editor-implicitly.
Von Peter Woelfel am Di, 11. Januar 2005 um 14:35 #
Hallo,
Mutt kann von sich aus "huebsches" Threading, Pine muss erst mit dem "Fancy-Threading-Patch" dazu ueberredet werden http://www.math.washington.edu/~chappa/pine/info/fancy.html
Mutt hat gute UTF8-Unterstuetzung, bei Pine hab ich da so meine Probleme.
Dafuer kann Pine riesige IMAP-Folder (ueber 10.000 Msgs) in wenigen Sekunden oeffnen, andere Mailclients (incl. Mutt) brauchen da ewig, da sieh immer gleich alle Header ziehen.
Aus diesem Grund (und natuerlich auch aus gewohnheit) bin ich bisher noch bei Pine geblieben. Ich denke, Mutt ist dafuer unschlagbar, wenn Du in lokalen MBox-Files oder einem Maildir rumwuehlen must...
Es gibt aber noch Cone (http://www.courier-mta.org/cone/), der auch einen recht guten Eindruck macht. Mittlerweile laesst er sich sogar unter Debian Sid kompilieren
Ich kenne mich bei mutt ja nicht so aus, aber hätte man nicht vielleicht versuchen können, die bisherigen Entwickler zu unterstützen oder ihre Arbeit an der Stelle fortzusetzen, an der es jetzt nötig gewesen wäre? Vielleicht wurde es ja auch probiert und es hat sich niemand von den Entwicklern gemeldet... aber dieses ganze Geforke empfinde ich in vielen Bereichen eher als hinderlich denn förderlich.
Von Kurt Pfeifle am Di, 11. Januar 2005 um 01:53 #
>>> Mutt ist einfach zu bedienen und dennoch sehr flexibel konfigurierbar. <<< --- demon,
ich bitte Dich!
Richtig haette der Satz heissen muessen: "Mutt ist zwar nicht einfach zu bedienen (insbesondere nicht für Anfänger), ist jedoch sehr flexibel konfigurierbar...."
Es hilft auch nicht, hinter das "einfach zu bedienen" einen Link zu setzen, der einem genug motivierten Mutt-Interessenten die Konfiguration erklärt....
Nix für ungut, Mutt hat seine Stärken. Aber es ist in erster Linie für Power-User. Und "einfach zu bedienen" wird es für den Anwender erst, wenn er die ca. 30 wichtigsten Tastaturbefehle auswendig gelernt und verinnerlicht hat. Aller Anfang ist schwer -- bei Mutt besonders.
Die selbe Frage habe ich mir auch gestellt. Seit wann muss eine Applikation, die Anwenderfreundlich ist, auch Anfängerfreundlich sein? Wenn ich mir zum Beispiel Maya anschaue, dann ist das Programm sehr Benutzerfreundlich. Ein Anfänger wird damit aber nicht weit kommen. Es ist nicht Sinn jeder Applikation es dem Anfänger so einfach wie nur möglich zu machen. Zweck einer Anwendung ist es der Benutzergruppe, an die sie sich richtet, die Benutzung leicht und einfach zu machen. Das tut auch mutt. Keiner sagt, dass mutt an Windows-Umsteiger und KDE-Nutzer gerichtet ist.
Echt? Ich habe das versucht, bin aber an der Konfiguration von Mutt gescheitert. Wie macht man dass denn mit Maildirverzeichnissen, Filtern, verschiedenen Signaturen und mehreren POP3-Accounts? Gibt es da irgendwas im Netz zu?
Ich muss dir absolut zustimmen. Einfach für Anfänger sind afaik nur Systeme, die Ihre Möglichkeiten und Optionen dem Benutzer direkt, aber unaufdringlich anbieten. Wenn der User erst suchen oder vermuten muss das etwas existiert oder möglich ist, ist es nicht einfach
...eine Menüführung wäre für den Anfang auch nicht schlecht. So wie bei gvim und Emacs. Und die Tastenkombinationen kann der Poweruser dann nach und nach lernen. Würde die Einstiegsschwelle erheblich senken. Vielleicht dann in zwei Varianten: eine mit Menüführung und für fortgeschrittene eine schlankere ohne dieselbe. Das erste, was ich bei mutt machte: eine geordnete Übersicht aller Tastenkombinationen erstellen. Aber selbst dann ist der Einstieg nicht gerade einfach. Und ich bin überzeugter und geübter vi-User. Das Problem ist IMHO auch, das viele Projekte immer wieder neue Tastenkombinationen für solche Grundfunktionen wie "gehe zum Anfang der Zeile" etc. einführen...
Versuch doch mal folgenden patch. Funktionier bei mir schon seit längerem einwandfrei und mach mutt bei IMAP-Foldern mit 4000+ Mails überhaupt erst erträglich http://wwwcip.informatik.uni-erlangen.de/~sithglan/mutt/
Von Christoph Lange am Di, 11. Januar 2005 um 11:53 #
Sven Guckes, einer der deutschen mutt-Entwickler (oder irre ich mich da?) hat doch mal ein ganz neues Programm namens "bark" angeregt, als Nachfolger für mutt, pine, elm usw., aber außer einem Vortrag auf dem Chemnitzer Linuxtag im März 2004 findet man im Netz nix dazu, siehe z.B. www.guckes.net/bark/
Vielleicht erzählt ja Sven zum diesjährigen CLT was zu den Fortschritten. Ich hatte bei seinem Vortrag den Eindruck das die Ideen ganz gut bei den Leuten ankamen.
Sven ist Deutscher, aber kein Entwickler von mutt.
Er hat mutt lange Zeit propagiert und viel (sehr hilfreiche) Dokumentation geschrieben. Er hätte gerne viele weitere Features integriert gesehen, die Entwicklung bei mutt ist aber (leider) sehr schleppend vorangegangen und wenn man sich den CVS-Tree anschaut merkt man auch, dass eigentlich nur Bugfixes reinlaufen.
Bei bark existiert keine einzige Zeile Code. Es ist eine Idee von Sven, aber solange kein Code existiert .. ;-(
richtig, ich betrachte mich nicht als entwickler von code. code ist sowieso nach einiger zeit wieder hinfaellig und muss neu konzipiert und implementiert werden. viel wichtiger sind *ideen* und *konzepte* hinter den programmen, damit menschen damit umgehen koennen. in welcher zwischensprache diese dann ueber den weg eines compilers einer maschine mitgeteilt werden - das moege jeder fuer sich selbst entscheiden.
ich hatte den gedanken eines forks von mutt auch jahrelang mit mir herumgeschleppt, aber letztendlich gehe iich nicht davon aus, dass dies der beste weg fuer die entwicklung sein wird.
schliesslich bekommt man zur entwicklung von einem fork meist nur jene entwickler dazu, die den code vom original bereits kennen, sich dann aber von der entwicklung abbringen lassen. und das geht dann in einer oder anderen weise schief.
darum hatte ich anfang 2004 die ideen zur entwicklung von mutt lieber in eine roadmap fuer einen neuen mailer, bark, gegossen. (das duerfte wohl ein bischen mehr als advocacy sein..)
natuerlich wollen alle schon code sehen.. aber genau "einfach mal anfangen" ist ein schlechter ansatz. bei mutt ist es zwar so gelaufen, aber letztendlich sind schon seit anfang an einige fehler gemacht und weiterhin mitgeschleppt worden. keiner hatte sich getraut den code mal zwischendurch aufzuraeumen. darum gibt es auch zunehmend schwierigkeiten bei der uebernahme von bestehenden patches. insofern ist auch bei mutt einiges schief gelaufen - und darin "saugt" mutt eben.
ich moechte missverstaendnissen gleich an dieser stelle begegnen - darum ein paar statements: konkurrenz belebt das geschaeft - insofern ist ein fork gut. aber die schon bestehende vielfalt von weiteren mutt versionen wird damit noch vielfaeltiger. ob das gut ist, bleibt abzuwarten. ich freue mich natuerlich, dass jemand etwas fuer mutt tun will. aber es wird fuer ihn nicht leicht werden.
ich sehe es auch mit freude, dass jemand eine neue entwicklung von mutt vorantreiben will. die hoffnung auf ein noch besseres mutt ist also noch nicht ganz gestorben.
aber mein optimismus fuer die entwicklung von mutt selbst ist vorbei. schon seit zwei jahren. die entwicklung kroch voran.. aber das ist nicht mehr das mutt, das ich seit anfang an begleitet hatte.
die vielen beispiele auf den mailinglisten und in newsgruppen, sowie beispielsetups auf webseiten, und sogar dokumentationen wie intros fuer anfaenger - sie alle sind bei der entwicklung nicht mehr beruecksichtigt worden. die dokumentation belief sich oftmals nur noch in der klaerung von seltsamen beschreibungen des manuals und der erklaerung von ungereimten features.
immer wieder wurden dinge besprochen und zusammenfassungen weder in der FAQ noch auf der webseite beruecksichtigt. das hat die unterstuetzung wesentlich behindert und letztendlich nur noch laecherlich gemacht.
webseiten dazu waren mittlerweile in mehrfacher weise nur noch beiwerk zu einer sterbenden entwicklung und haben das sterben lediglich verzoegert. darum hatte ich auch meine webseiten zu mutt aus dem netz genommen. genauso wie ich meine seiten zu elm und nn entfernt hatte, denn programme leben mit informationen einfach laenger. und oftmals auch zu lange.
was wird aus bark? nun, ich warte ab bis mehr leute gelernt haben was an mutt nicht in ordnung ist. erst dann kann man damit rechnen, dass die zeit fuer einen neuen mailer reif genug geworden ist und man sich auf den langen weg einer voellig neuen entwicklung macht.
aber wer weiss - moeglicherweise wird mutt-ng ja zu dem was ich und andere sich seit langem erhoffen. und dann gibt es eventuell auch keinen grund mehr, um bark anzugehen. i definitely wish for this - but i am not holding my breath anymore...
Diejenigen, denen mutt zusagt, könnten sich auch http://elmo.sourceforge.net/ angucken. Allerdings hat der Autor die Entwicklung vor einem halben Jahr gänzlich gestoppt, was aber nicht bedeuten muss dass es, wie beim mutt, nicht von jemand anderem weiterentwickelt werden wird.
ich benutze seit über zehn Jahren pine (ich habe mal in Seattle studiert...) und bin (fast) komplett zufrieden damit...
Was macht mutt eigentlich besser als pine, außer daß es der GPL unterliegt...
Danke für die Erklärung,
Michael
Geht das prinzipiell nicht, oder bin ich nur zu dumm und kenne die richtige Tastenkombinationen nicht?
gruß, psic4t.
in mutt ein wenig einfacher, außerdem ist die Hilfe im Programm sehr geschickt realisiert.
Einen externen Editor kann man auch einfach integrieren (weiß nicht, wie das bei pine ist). Außerdem
kann man, wie bereits im Artikel beschrieben, sehr fortgeschrittene bzw. mächtige Funktionen realisieren.
Für den nicht-professionellen oder alle-Funktionen-ausnützen-müssenden Anwender, der sich mit pine schon
gut auskennt, aber kein Grund zum Wechsel. Höchstens Neugierde...
Gruß
Malte
Mutt kann von sich aus "huebsches" Threading, Pine muss erst mit dem "Fancy-Threading-Patch" dazu ueberredet werden
http://www.math.washington.edu/~chappa/pine/info/fancy.html
Mutt hat gute UTF8-Unterstuetzung, bei Pine hab ich da so meine Probleme.
Dafuer kann Pine riesige IMAP-Folder (ueber 10.000 Msgs) in wenigen Sekunden oeffnen, andere Mailclients (incl. Mutt) brauchen da ewig, da sieh immer gleich alle Header ziehen.
Aus diesem Grund (und natuerlich auch aus gewohnheit) bin ich bisher noch bei Pine geblieben. Ich denke, Mutt ist dafuer unschlagbar, wenn Du in lokalen MBox-Files oder einem Maildir rumwuehlen must...
Es gibt aber noch Cone (http://www.courier-mta.org/cone/), der auch einen recht guten Eindruck macht. Mittlerweile laesst er sich sogar unter Debian Sid kompilieren
cu
peter
Gute Nacht
MisterMock
cail z.B. für Console mAIL
cya, jens:wq
---
demon,
ich bitte Dich!
Richtig haette der Satz heissen muessen: "Mutt ist zwar nicht einfach zu bedienen (insbesondere nicht für Anfänger), ist jedoch sehr flexibel konfigurierbar...."
Es hilft auch nicht, hinter das "einfach zu bedienen" einen Link zu setzen, der einem genug motivierten Mutt-Interessenten die Konfiguration erklärt....
Nix für ungut, Mutt hat seine Stärken. Aber es ist in erster Linie für Power-User. Und "einfach zu bedienen" wird es für den Anwender erst, wenn er die ca. 30 wichtigsten Tastaturbefehle auswendig gelernt und verinnerlicht hat. Aller Anfang ist schwer -- bei Mutt besonders.
Ciao,
Kurt
Emacs und vi sind auch benutzerfreundlich (find ich jedenfalls, hat aber ein wenig gedauert, bis ich bei der Meinung ankam).
---
Netter Spruch. Aber halt doch Spruch.
(Mit *der* Begruendung kann ich jeden und alles als "freundlich" erklaeren.)
Gruß, nidhoegg
Ich schon!
Denn mutt kann man prima mit kmail/kontact kombinieren und hat so immer seine Mails.
procmail zum filtern der Mails
die Shell Variable MAIRDIR=/home/.../Mail/inbox setzen und Variable Mail löschen.
So kann man zuhause KMail und von unterwegs mutt nutzen
Stefan
OK... Vielleicht haette der Satz ein wenig anders formuliert werden koennen
Wurde geaendert.
Gruss
demon
Gerne hätte ich auch eine Maus-Unterstützung...
btw.: seit wann hat mutt eine Scriptsprache? Ist mir da was entgangen?
Gruß
Treibholz
Würde die Einstiegsschwelle erheblich senken. Vielleicht dann in zwei Varianten: eine mit Menüführung und für fortgeschrittene eine schlankere ohne dieselbe.
Das erste, was ich bei mutt machte: eine geordnete Übersicht aller Tastenkombinationen erstellen. Aber selbst dann ist der Einstieg nicht gerade einfach. Und ich bin überzeugter und geübter vi-User.
Das Problem ist IMHO auch, das viele Projekte immer wieder neue Tastenkombinationen für solche Grundfunktionen wie "gehe zum Anfang der Zeile" etc. einführen...
MfG
http://wwwcip.informatik.uni-erlangen.de/~sithglan/mutt/
Das geht doch nciht! kann das nicht mal jemand angehen??
So ein Mist!
mfg
derblub
blub.
Weiß einer, was daraus geworden ist?
Er hat mutt lange Zeit propagiert und viel (sehr hilfreiche) Dokumentation geschrieben. Er hätte gerne viele weitere Features integriert gesehen, die Entwicklung bei mutt ist aber (leider) sehr schleppend vorangegangen und wenn man sich den CVS-Tree anschaut merkt man auch, dass eigentlich nur Bugfixes reinlaufen.
Bei bark existiert keine einzige Zeile Code. Es ist eine Idee von Sven, aber solange kein Code existiert .. ;-(
code ist sowieso nach einiger zeit wieder hinfaellig
und muss neu konzipiert und implementiert werden.
viel wichtiger sind *ideen* und *konzepte* hinter den
programmen, damit menschen damit umgehen koennen.
in welcher zwischensprache diese dann ueber den weg
eines compilers einer maschine mitgeteilt werden -
das moege jeder fuer sich selbst entscheiden.
ich hatte den gedanken eines forks von mutt auch
jahrelang mit mir herumgeschleppt, aber letztendlich
gehe iich nicht davon aus, dass dies der
beste weg fuer die entwicklung sein wird.
schliesslich bekommt man zur entwicklung von einem fork
meist nur jene entwickler dazu, die den code vom original
bereits kennen, sich dann aber von der entwicklung abbringen lassen.
und das geht dann in einer oder anderen weise schief.
darum hatte ich anfang 2004 die ideen zur entwicklung von mutt
lieber in eine roadmap fuer einen neuen mailer, bark, gegossen.
(das duerfte wohl ein bischen mehr als advocacy sein..)
natuerlich wollen alle schon code sehen.. aber genau
"einfach mal anfangen" ist ein schlechter ansatz.
bei mutt ist es zwar so gelaufen, aber letztendlich
sind schon seit anfang an einige fehler gemacht und
weiterhin mitgeschleppt worden. keiner hatte sich
getraut den code mal zwischendurch aufzuraeumen.
darum gibt es auch zunehmend schwierigkeiten
bei der uebernahme von bestehenden patches.
insofern ist auch bei mutt einiges schief
gelaufen - und darin "saugt" mutt eben.
ich moechte missverstaendnissen gleich an
dieser stelle begegnen - darum ein paar statements:
konkurrenz belebt das geschaeft - insofern ist ein fork gut.
aber die schon bestehende vielfalt von weiteren mutt versionen
wird damit noch vielfaeltiger. ob das gut ist, bleibt abzuwarten.
ich freue mich natuerlich, dass jemand etwas fuer mutt tun will.
aber es wird fuer ihn nicht leicht werden.
ich sehe es auch mit freude, dass jemand eine neue entwicklung von
mutt vorantreiben will. die hoffnung auf ein noch besseres mutt
ist also noch nicht ganz gestorben.
aber mein optimismus fuer die entwicklung von mutt selbst ist vorbei.
schon seit zwei jahren. die entwicklung kroch voran.. aber das ist
nicht mehr das mutt, das ich seit anfang an begleitet hatte.
die vielen beispiele auf den mailinglisten und in newsgruppen,
sowie beispielsetups auf webseiten, und sogar dokumentationen
wie intros fuer anfaenger - sie alle sind bei der entwicklung
nicht mehr beruecksichtigt worden. die dokumentation belief sich
oftmals nur noch in der klaerung von seltsamen beschreibungen
des manuals und der erklaerung von ungereimten features.
immer wieder wurden dinge besprochen und zusammenfassungen
weder in der FAQ noch auf der webseite beruecksichtigt.
das hat die unterstuetzung wesentlich behindert
und letztendlich nur noch laecherlich gemacht.
webseiten dazu waren mittlerweile in mehrfacher weise
nur noch beiwerk zu einer sterbenden entwicklung und
haben das sterben lediglich verzoegert. darum hatte
ich auch meine webseiten zu mutt aus dem netz genommen.
genauso wie ich meine seiten zu elm und nn entfernt hatte,
denn programme leben mit informationen einfach laenger.
und oftmals auch zu lange.
was wird aus bark? nun, ich warte ab bis mehr leute
gelernt haben was an mutt nicht in ordnung ist. erst
dann kann man damit rechnen, dass die zeit fuer einen
neuen mailer reif genug geworden ist und man sich auf
den langen weg einer voellig neuen entwicklung macht.
aber wer weiss - moeglicherweise wird mutt-ng ja zu
dem was ich und andere sich seit langem erhoffen.
und dann gibt es eventuell auch keinen grund mehr,
um bark anzugehen. i definitely wish for this -
but i am not holding my breath anymore...
Sven