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Mo, 10. Januar 2005, 23:40

Fork von Mutt gestartet

Ein Fork unter dem Namen mutt-ng (mutt next generation) will dem mittlerweile etwas angestaubten Mail-Client Mutt neue Funktionen bringen.

Andreas Krennmair, Autor von mutt-ng

Andreas Krennmair, Autor von mutt-ng

Die freie Applikation Mutt gehört zweifelsohne zu den bekanntesten und beliebtesten Email-Clients unter Linux. Mutt ist sehr leistungsfähig und sehr flexibel konfigurierbar. Es bietet MIME-, PGP, POP3 und IMAP-Unterstützung. Aufgrund seiner fortgeschrittenen Fähigkeiten wie frei definierbarer Tastenbelegung, Makros, Verwendung von regulären Ausdrücken und einer mächtigen Script-Sprache ist Mutt für Benutzer gut geeignet, die große Mengen von Mail zu bewältigen haben oder ihre Email-Arbeit sehr effektiv bewerkstelligen wollen.

Das Problem von Mutt ist allerdings nach Meinung des Österreichers Andreas Krennmair, dass es faktisch tot ist. Die letzte stabile Version, die neue Funktionen erfuhr, liegt über drei Jahre zurück. Neue Funktionen werden laut Aussagen von Krennmair in Mutt nicht übernommen und so will der Programmierer eine eigene Version unter unter einem neuen Namen herausgeben.

mutt-ng (mutt next generation) erfuhr gegenüber der Original-Version eine Reihe von Änderungen und Verbesserungen, die bereits als Patches existierten, es aber nicht in die Quellen von Mutt schafften. »Ich denke, dass ein Fork notwendig wurde, als die Mutt-Entwicklung nach dem letzten Release total zum Erliegen kam«, so der Autor. Demnach haben Forks bereits in der Vergangenheit vielen Projekten wie Emacs/XEmacs oder gcc/egcs geholfen und die Applikationen auferstehen lassen. Ferner hegt Krennmair die Hoffnung, dass die breite Nutzerschaft von Mutt der neuen Applikation eine Chance gibt und sie nutzt und testet. »Scheuen Sie sich nicht, eigene Patches zu senden, denn im Gegensatz zu mutt-Entwicklern bin ich über die Integration neuer Patches und Fixes sehr erfreut«, schreibt der Programmierer in seinem Blog.

Die Freigabe einer ersten Version von mutt-ng soll laut Informationen von Pro-Linux »in ein paar Wochen« auf developer.berlios.de erfolgen. Bis dahin will der Autor das Programm stabilisiert und die Dokumentation vervollständigt haben.

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Kommentare (Insgesamt: 36 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: fork ja, aber muttng? (garbeam, Do, 13. Januar 2005)
Re: Für die Zielgruppe von mutt: ELMO (nobody, Mi, 12. Januar 2005)
Re: fork ja, aber muttng? (Nixname, Di, 11. Januar 2005)
Re[8]: Mutt einfach zu bedienen??? (Matthias Arndt, Di, 11. Januar 2005)
Re[2]: Was ist aus Bark geworden? (Sven Guckes, Di, 11. Januar 2005)
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