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Do, 20. Januar 2005, 10:55

Unternehmen

Neue Generation von Klik

Was als einfache Software-Installation für Knoppix begann, hat sich inzwischen zu einem Installationssystem für alle Debian-basierten Distributionen gemausert.

Die Autoren von Klik wurden von Apple App Folders, Java Web Start und dem Lindows CNR Warehouse inspiriert. Ziel der Applikation ist es, dem Normalnutzer, der nicht unter dem Root-Account arbeitet, die Installation von Software aus dem Internet mit einem einzigen Klick zu ermöglichen.

Daß dies mit den existierenden Paketsystemen nur schwer zu realisieren ist, dürfte klar sein. Diese setzen fast ausnahmslos voraus, daß die Installation als Root ausgeführt wird. So gehören zum einen alle zur Paketverwaltung zählenden Daten Root, zum anderen werden die Pakete in Systemverzeichnisse installiert, auf die normale Benutzer keinen Schreibzugriff haben.

Diese Probleme will Klik, das ursprünglich für »KDE-based Live Installer for Knoppix« stand, lösen. In der neuesten Version ist klik nicht mehr auf Knoppix beschränkt und auch - zumindest in Zukunft - nicht mehr auf KDE. Drei ständig an Popularität gewinnende Distributionen, Knoppix 3.7, SimplyMEPIS 2004.4 und Kanotix BH X haben Klik-Unterstützung bereits eingebaut. Unter Linspire 5.0 läßt sich Klik nach der Installation eines Client-Programms ebenfalls nutzen.

Die zukunftsweisende Architektur von Klik ist in einem Architecture overview beschrieben. Das Dokument hat mit der stürmischen Entwicklung allerdings nicht Schritt gehalten und ist stellenweise nicht mehr aktuell.

Das System beruht auf mehreren Komponenten. Software, die die Benutzer installieren wollen, wird von einem Klik-Server bezogen. Dieser hält jedoch keine Pakete vor, sondern lediglich »Rezepte«, nach denen der Client die benötigten Pakete von anderen Servern herunterlädt und verarbeitet. Die Rezepte sind relativ einheitlich und einfach aufgebaut, müssen aber von Hand erstellt und getestet werden. Aus diesem Grund ist die Auswahl an Applikationen auf dem Klik-Server noch nicht so groß.

Damit die Applikationen auf dem Client laufen, werden sie in komprimierten Images gespeichert, zum Beispiel unter dem Heimverzeichnis des Benutzers. Jedes Image enthält ein »AppDir«, das in einem eigenen, mit cramfs erstellten und komprimierten Dateisystem liegt. Wird die Applikation gestartet, wird das Image über ein Loopback-Device gemountet. Erstaunlicherweise lassen sich so nicht nur native Linux-Applikationen, sondern auch mit WINE ausführbare Windows-Applikationen ausführen. Sofern diese proprietär sind, können entsprechende Images allerdings nicht auf dem Server zur Verfügung gestellt werden.

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