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Fr, 4. Februar 2005, 00:30

Deutsche Bahn meldet Fortschritt bei Linux-Umstellung

Verschiedene Nachrichtenquellen melden den erfolgreichen Umstieg der Deutschen Bahn auf ein Linux-basiertes Mailsystem.

Die DB setzt bei der Email-Anbindung ihrer Mitarbeiter auf Lotus Notes und Domino-Server. Diese laufen jetzt auf Großrechnern der IBM zSeries unter Linux und versorgen 55.000 Anwender mit über 6,5 Terabyte Daten. Damit ist dies eines der größten Email-Systeme unter Linux. Die Bahn hat aber noch viel mehr vor: Alle Server des Unternehmens, rund 300 Stück, sollen auf Linux umgestellt werden, mehr als die Hälfte ist bereits geschafft. Auch die gesamte Netz-Infrastruktur wie Router, Firewalls und Proxys soll ausschließlich unter Linux laufen. Insgesamt ist diese Umstellung, die im Mai 2004 beschlossen wurde und bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein soll, die bisher größte Linux-Migration der Welt.

Der Betrieb der IT-Systeme der Bahn wird von DB Systems verwaltet. Die DB Systems ist der IT-Dienstleister der Bahn und hat mit 2400 Mitarbeitern im Jahr 2003 einen Umsatz von 690 Mio. EUR erwirtschaftet. Sie betreibt für die Bahn, aber nicht ausschließlich für diese, Unternehmens- und IT-Strategie-Beratung, Prozessberatung, Realisierung von IT-Systemen sowie Betriebsführung und Wartung. Unterstützung kam auch von IBM, aus deren Produktion die Mehrzahl der eingesetzten Server stammt.

Von der Migration verspricht sich die Bahn die bekannten Vorteile freier Software, zum Beispiel Kostenersparnis, Unabhängigkeit von einem einzelnen Hersteller, Einhaltung von Standards und Flexibilität. Mehr Kostenersparnis wäre aber wohl auf den Desktops möglich, doch diese wurden erst in den letzten zwei Jahren auf eine neuere Windows-Version umgestellt. Wenn deren Lebensdauer abgelaufen ist, wird allerdings neu entschieden und auch Linux wieder in Erwägung gezogen.

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