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Mo, 7. Februar 2005, 23:22

Software::Datenbanken

MySQL mit wenig Fehlern

Eine Analyse der MySQL-Quellcodes ergab eine Fehlerzahl, die im Vergleich mit den Mitbewerbern deutlich geringer war.

MySQL ist der wohl beliebteste freie Datenbankserver, gemessen an der Häufigkeit seines Einsatzes. Dazu wäre er wohl nicht geworden, wenn er die Anwender durch häufige Fehler verärgern würde. Die von der schwedischen Firma MySQL erfolgreich unter der GPL und unter einer kommerziellen Lizenz vermarktete Software konnte daher schon vor der Untersuchung auf eine hervorragende Stabilität vertrauen.

Die Analyse wurde von der Firma Coverity im Auftrag von MySQL durchgeführt. Keine der beiden Firmen hat bis jetzt eine Meldung darüber herausgegeben, doch wird seitens Coverity mit Einzelheiten zur Analyse im Laufe des Monats gerechnet. Für Coverity ist die Veröffentlichung zugleich Werbung für ihre automatisch ablaufenden Analysewerkzeuge.

Analysiert wurde Version 4.1.8 von MySQL. Da dies fast die aktuellste Version ist, ist in ihr auch mit der größten Zahl von Fehlern zu rechnen; viele Installationen verwenden allerdings noch die älteren Versionen 4.0.x oder auch 3.23.x. Das Resultat deutet auf eine Fehlerzahl hin, die proprietäre Software vergleichsweise schlecht aussehen läßt. Während proprietäre Programme einzelnen Studien zufolge mit einem bis sieben Fehlern pro tausend Codezeilen auf den Markt kommen, wurde in MySQL nur ein Fehler pro 4000 Codezeilen entdeckt. Die Werkzeuge von Coverity spürten 97 Fehler und mindestens ein ernsthaftes Sicherheitsleck auf. Diese sollen alle in Kürze beseitigt sein und in der nächsten Version von MySQL, voraussichtlich 4.1.10, nicht mehr enthalten sein.

Auch andere Firmen haben sich schon der Analyse von Quellcode angenommen. So hatte im Jahr 2003 die Firma Reasoning den Linux-Kernel, Apache und auch MySQL untersucht. Die Resultate waren ähnlich wie in der neuen Analyse und brachten auch Fehler zutage, die umgehend beseitigt wurden.

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