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Do, 10. Februar 2005, 19:19

Unternehmen

Neue Spezifikationen von OSDL

Die Open Source Development Labs (OSDL) haben die Spezifikationen für Carrier Grade Linux 3.0 und einen Entwurf von Data Center Linux 1.1 vorgestellt.

Über ein Jahr nach der Spezifikation von Carrier Grade Linux 2.0 haben die Open Source Development Labs Version 3.0 der Carrier Grade Linux Spezifikation fertiggestellt.

Die Carrier Grade Linux Spezifikation (CGL) ist im Bereich der Telekommunikation etwa das, was die Linux Standard Base für Linux-Server und -Desktops ist. Es handelt sich um eine Definition von Anforderungen, die Linux-Distributionen beim Einsatz in hochverfügbaren Telekommunikationsgeräten erfüllen müssen. Sie enthält auch Konformität mit der Linux Standard Base, geht aber in vielen Bereichen darüber hinaus. Es gibt inzwischen nicht weniger als sechs spezialisierte Linux-Distributionen, die zu Version 2.0 von CGL konform sind.

Version 3.0 ist nun in sechs Bereiche gegliedert:

  • Verfügbarkeit, hier werden mindestens 99,999% gefordert
  • Wartbarkeit, auch über Remote-Verbindungen
  • Performance, beispielsweise SMP-Unterstützung und Echtzeitfähigkeit
  • Cluster für Hochverfügbarkeit, um selbst die geringe Restwahrscheinlichkeit eines Ausfalls weiter zu reduzieren
  • Standards, die zu beachten sind
  • Hardware, Unterstützung für relativ billige Standardkomponenten und Hotplug

Die Spezifikation steht in Form von PDF-Dateien zur Verfügung.

Gleichzeitig haben die OSDL auch einen Entwurf von Data Center Linux 1.1 vorgestellt.

Das Dokument »Data Center Linux Technical Capabilities v1.0.14« darf noch bis zum 24. Februar kommentiert werden. Danach soll die Version 1.1 der Spezifikation vollendet werden. Das Papier ist umfangreicher und genauestens recherchierter Lesestoff für alle, die sich für das Thema interessieren. Es geht um den Einsatz von Linux in großen Unternehmen, wo im Allgemeinen sehr große Server betrieben und hohe Anforderungen gestellt werden. Mehr als dreihundert Kriterien haben die Verfasser von der Data Center Linux-Initiative zusammengetragen. Alle Kriterien sind erläutert, in eine von neun Kategorien einsortiert und mit einer Priorität versehen. Ferner wird jedes Kriterium nach dem Grad der Reife eingestuft, die es in Kernel 2.6 erreicht hat.

Die Arbeitsgruppe hat seit der Veröffentlichung der ersten Version vor einem Jahr vier Themen identifiziert, die den Linux-Nutzern in den Datenzentren besonders wichtig sind: Sicherheit, Hotplugging, Clustering and Speichersysteme. Dementsprechend wurde für jeden dieser Bereiche eine Special Interest Group (SIG) eingerichtet. Mit dem kürzlichen Beitritt von Virtual Iron Software und Levanta erhielten die OSDL zusätzliche Verstärkung in diesem Bereich. Das Dokument steht als PDF-Datei zum Download bereit.

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