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So, 13. Februar 2005, 12:18

Software::Grafik

Interview mit Scribus-Entwicklern

In der Interview-Reihe »FOSDEM KDE developers room« ist auf der KDE-Newsseite ein Interview mit zwei Scribus-Entwicklern veröffentlicht worden.
Von ThomasS

Im Mittelpunkt steht die Frage nach Bedeutung und Rolle von Scribus in der kommerziellen Welt des Desktop-Publishing (DTP). Craig Bradney und Peter Linnell sind beide seit einiger Zeit im Scribus-Projekt aktiv, sie engagieren sich für Projektmanagement, schreiben Dokumentationen und führen Tests und Fehlerkorrekturen durch.

Zu erfahren ist, dass Scribus 1.2.1 unter anderem eine neue vereinfachende API zum Schreiben von Importfiltern einführt und es nun durch die Firmen beider Entwickler auch kommerziellen Support für Scribus geben wird.

Da Scribus gänzlich auf Qt ruht, stellt sich schnell die Frage nach einer möglichen Integration in KDE. Die Entwickler verweisen darauf, dass eine endgültige Integration in KDE momentan nicht denkbar sei, da Scribus auf (zu) vielen UNIX-Plattformen läuft, auf denen KDE nicht unbedingt vorausgesetzt werden darf. Daher plant das Projekt, die zukünftigen Versionen von Scribus mit einer speziellen Option für die Einbindung in KDE auszustatten.

Die häufig gestellte Frage nach einem Vergleich zu kommerziellen DTP-Programmen stellt sich für beide gar nicht, da Scribus gar nicht beabsichtige, die Features anderer Programme exakt zu klonen. Alle Fragen nach bestimmten Features werden auf der MailingListe des Projekts meist dahingehend beantwortet, dass Scribus als Programm für UNIX-Plattformen bstimmte Aufgaben eben auf seine Art macht. Ein wesentliches Ziel des Projektes sei es, Scribus zur »besten DTP-Erfahrung« in der UNIX-Welt zu machen. Gegenwärtig besteht das Kernteam aus sechs Personen, die in Details von vielen weiteren Programmierern, Übersetzern und Paketierern unterstützt werden.

Deutlich wird in dem Interview, dass die Unterstützung von Qt4 begonnen hat und dass sich das Formatieren individueller Wörter in den kommenden Releases weiter vereinfachen wird. Im Real-World-Publishing hat sich Scribus bereits bei der Herstellung von Zeitungen, Büchern oder Covern, Tickets und Postern ausgezeichnet bewährt. Größte Herausforderung ist aber, dass bestimmte Drucker neuere von Scribus bereits unterstützte Standards wie z.B. PDF/X-3 noch nicht unterstützen. Mit der zunehmenden Unterstützung weiterer fachlich versierter Entwickler blicken beide optimistisch in die Zukunft. Einziger wirklicher Wermutstropfen ist für Bradney und Linnell aus der Sicht freier Software die mangelnde Verfügbarkeit von hochqualitativen Fonts unter Linux.

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Kommentare (Insgesamt: 37 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[8]: Scribus (CE, Di, 15. Februar 2005)
Re: Wie ist die typographische Qualität? (asdfa, Mo, 14. Februar 2005)
Re[6]: KDE-Integration (asdf, Mo, 14. Februar 2005)
Re[2]: Fundamentalismus (Thorsten Schnebeck, Mo, 14. Februar 2005)
Re[4]: Fonts (fuffy, Mo, 14. Februar 2005)
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