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Thema: Pro-Linux: Distributionstest Ubuntu Linux 4.10

100 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Hans am Mo, 21. Februar 2005 um 00:03 #
Irgendwie hab ich bei Ubuntu ein schlechtes Gefühl:
  • Im Kern besteht es aus Debian, pickt sich dort aber nur die Rosinen heraus: Vernachlässigung aller weniger relevanten Platformen (die Unterstützung vieler Platformen ist ja ein wichtiges Merkmal von Debian) und Konzentration nur auf x86 und Apple-PPC, Für Debian bleibt dann der Portierungsaufwand und eine deshalb tendentiell etwas weniger aktuelle Distribution. Wie soll das weitergehen? Alle nutzen Ubuntu und niemand macht mehr die harte Arbeit? Shuttleworth hat ja schon 30 ehemalige Debianentwickler unter Vertrag genommen, die jetzt für Ubuntu arbeiten

  • Anstachelung des "Desktopkriegs"

    Es mag ja sein, dass der Südafrikanische Milliardär, der Ubuntu finanziert, selbst Gnome einsetzt, aber dem Benutzer nicht mal die Möglichkeit zu geben, während der Installation eine andere als die Gnome-Oberfläche zu wählen, ist doch etwas dreist. Das schöne an Opensource ist doch eigentlich die Wahlfreiheit der Software


  • Dem Benutzer werden gute Programme vorenthalten

    Einen modernen Linux-Desktop zeichnet aus, dass Interpreter für die wichtigsten Skriptsprachen (Perl, Python) installiert sind. Wenn jemand ein Perl-Programm einsetzt, funktioniert es gewöhnlich. Ebenso sollten die wichtigsten Toolkits installiert sein: Xaw, (open-)motive, Qt, gtk+,... Damit kann der Benutzer dann viele GUI-Programme benutzen. Wenn die Ideologie dagegenspricht, manche Libs zu installieren, führt das nur dazu, dass der Benutzer dann in der Standardinstallation auf gute Programme verzichten muss, was wieder dem Image von Linux(-Distributionen) schadet. Der Bericht bemängelt ja zurecht, dass kein vernünftiger Mediaplayer und CD-Benner beiliegt (Abhilfe: Amarok und K3B)

    Ein moderner Desktop sollte das beste aus allen (GUI-)Welten integrieren, nicht dem Benutzer irgendeine Vorauswahl aufgrund technischer Gesichtspunkte anbieten.

Klar, man kann später, wenn die Distribution läuft, viele andere Programme nachinstallieren, das ist aber genauso wie bei Windows, wo der IE und der Mediaplayer mitgeliefert wird und der Benutzer auch alternative Browser und Mediaplayer nachinstallieren könnte, wenn er sich nicht schon an die mitgelieferten Programme gewöhnt hätte.

Ach ja, ein gcc und die dazugehörigen Tools sind wirklich nicht so groß. Durch das standardmäßige Nicht-Installieren dieser, hilft man Einsteigern bestimmt nicht weiter, wenn diese im Internet (z.B. als Tip oder auf der Homepage eines gerade downgeloadeten Programms) lesen: "Das Programm XY lässt sich ganz einfach mittels

./configure
make
sudo make install     (oder sudo checkinstall)
installieren. Ist ein Compiler nicht die wichtigste Komponente von Open-Source Software? Irgendwie hab ich das Gefühl, Ubuntu entwickelt sich immer mehr zu einem Gnome-Pendat von Lycoris Linux (ehemals Lindows). Was meint ihr?

Score: 3 Von pippi am Mo, 21. Februar 2005 um 05:38 #
Hallo,
ich habe mein SuSE geschrottet und mich gegen meinen eigentlichen Liebling Slackware entschieden und freue mich sehr über einen schnellen, funktionellen und sich leicht anfühlenden Gnome-Desktop in meinem niegelnagelneuen Ubuntu. Bislang habe ich keine komischen Sachen festgestellt, ausser: Die durch Hotplug geladenen Ethernetkartentreiber funktionieren nicht (dhcp). Verzichtet man beim Installieren auf das Konfigurieren vom Netzwerk und schreib die Modulnamen in die /etc/hotplug/blacklist und lädt sie dann von Hand in einem Startskript, dann geht es wunderbar.
Echt, ich kann die Sorgen einiger Leute nicht verstehen. Ich find's prima, wenn es weniger "schwerfällige" Distributionen auf dem Markt gibt. Niemand wird jag wohl zur Verwendung einer Distribution gezwungen, und meiner Erfahrung nach betreiben sehr viele Linuxuser (inkl. mir) wohl sowas wie Distributionshopping ... also ein heute beliebtes Ubuntu wird wohl morgen nur eines von vielen sein oder gar ganz verschwunden ;)

/pippi

Score: 3 Von Ralf am Mo, 21. Februar 2005 um 09:06 #
Hi,

ich habe Ubuntu mal intensiv ausprobiert, als es um Slackware schlecht aussah.

Gestört hat mich, daß beim VDR (mit einer DVB- full-featured- Karte) kein OSD zu sehen ist, so daß man das Ding nur "blind" steuern kann. Beim Ubuntu- Kernel sind zwar die DVB- Treiber enthalten, aber das Feature "OSD" ist abgewählt. Und beim Kernel- selberbacken habe ich mir dann die Finger gebrochen und aufgegeben, weil mir das Anlagen einer initrd unter Debian nicht gelungen ist - gab immer nur Fehlermeldungen statt einer initrd.

Was HJB nicht so deutlich erwähnt hat: (Sicherheits-) und sonsige Updates gibt es sehr rasch, aber man braucht dann schon einen DSL- Anschluß, weil der fast wöchentlich neue Kernel + Source fast 100 MB Downloadvolumen erzweugt....

Ralf

Score: 3 Von banana to the beats am Mo, 21. Februar 2005 um 10:19 #
Ubuntu ist schon ganz nett ohne Frage. Mir war es allerdings noch an einigen Stellen zu hakelig. Wenn man nicht weiss wie Debian funktioniert dürften da einige schonmal scheitern. Allerdings kenne ich nur die Vorgängerversion der 4.10...

Es ist halt leider immer noch Linux und nicht wirklich mal eine Weiterentwicklung und deswegen finden sich dann auch die gleichen Macken die fast alle Distros haben auch dort wieder. Ich warte ja noch auf mal ein moderneres Konzept ähnlich dem was Apple mit FreeBSD gemacht hat.

Score: 3 Von Tribun am Mo, 21. Februar 2005 um 10:51 #
Ubuntu 4.1 "Warty" ist für die erste Version einer Distro doch schon beachtlich rund. Dass es hier und da noch hakt (Eindeutschung, Brennprog, Multimedia) - ok. Das wird noch!

Ich habe mehrere Win-Umsteiger (reine Office-Nutzung) mit Warty versorgt und denen ein gut vorkonfiguriertes System hingestellt. Alle kommen super klar und niemand wünscht sich sein XP zurück. Meiner Erfahrung nach kommen unerfahrene User mit Gnome besser klar als mit KDE, weil einfach und übersichtlich. Ich hab keine Lust ein frisch installiertes KDE erstmal eine Stunde lang zu entrümpeln, deshalb ist Gnome eine super Sache.

Seit Ubuntu bin ich selbst auch von KDE zu Gnome gewechselt. Mit Ubuntu macht mir Linux wieder richtig Spaß.

Score: 3 Von Chaoswind am Mo, 21. Februar 2005 um 11:09 #
Wie stehts bei Ubuntu eigentlich mit der Unterstützung 'Exotischer' Hardware aus?
Z.b. IDSN-, DSL- oder TV-Karten? Solche Landes-spezifischen Sachen scheinen mir bei den
meisten Distributionen immer recht Stiefmütterlich behandelt zu werden (ausser bei einer
Landesspezifischen Distri halt).

Unterstützt Ubuntu z.b. die Fritz!DSL-Karte von Haus aus?

Score: 3 Von Seppl am Mo, 21. Februar 2005 um 11:28 #
Ubuntu ist ja ganz nett. Ich bevorzuge aber doch eher das "Original" (Debian)
Durch den Sarge-Installer lässt sich Debian auch für einen Anfänger mit geringen Vorkenntnissen leicht installieren.
Bei mir läuft ein "unstable" (SID) auf einem Desktop und ich bin damit ungemein zufrieden. Es ist nicht weniger "unstable"
als ein Mandrake oder Novell/Suse. Ist natürlich nicht unbedingt für einen stabilen Server-Einsatz geeigent, aber dafür gibt
es ja demnächst Sarge-stable ("demnächst" ist ein gut dehnbarer Begriff ;-) ).
Score: 3 Von Tobi B. am Mo, 21. Februar 2005 um 12:52 #
Warum nehmen die noch Linux 4.1, wenn doch schon lang Linux 9.2 draus ist???
Score: 3 Von alterMann am Mo, 21. Februar 2005 um 13:39 #
Hallo allerseits!

Ich habe auch mal Ubuntu(Warty) getestet.

Aber leider wollte Warty weder meine Soundkarte(so ein Intel onBoard Chip) noch mein onBoard SiS Netzwerkchip erkennen. Auf meinem zweiten PC (einem ollen Celeron) ist Ubuntus X11 immer wieder mal beim hochfahren "abgestürtzt" (es zeigte ein Bild wie bei einer Bildstörung auf dem Monitor an).
Das wirklich interessante ist, dass ich auf beiden PCs Debian Unstable bzw. Knoppix fahre.Während D-U nur mein Netzwerkchip nicht kennen will, erkennt Knoppix alle Hardware.
Ich finde das sehr eigenartig. Nun ja, Ubuntu wurde geschrottet ;-)

euer alterMann

Score: 3 Von mjb am Mo, 21. Februar 2005 um 14:00 #
ich denke, dass auch für Linux Distris die Gesetze der freien Marktwirtschaft denken. D.h. auf gut Deutsch.

>Wenn sie so blöd sind und es kaufen, sind sie selbst schuld.<

Ich persönlich finde Ubuntu (und ja ich weiss dass es nichts kostet) genial, mit ein wenig Erfahrung sind auch kompliziertere Sachen (was programme installieren, etc. angeht) leicht zu handhaben. Die Standartinstallation ist meiner Meinung nach fast perfekt (vom Umfang her), es ist genau dass was jeder Mensch gebrauchen kann. (Nur gnomemeeting is mir zu viel).

Zu GNOME only kann ich nur sagen dass ich die Entscheidung sehr gut finde. Zum einen geht dadurch die Entwicklung schneller vorran und zum anderen ist es weniger verwirrend für Anfänger.
Wer jetzt daher kommt und meint dass jede Distri gezwungen ist ALLES zu integrieren dann kann ich nur sagen: Dann benutzt sie nicht wenn sie euch nicht passt.

Ja, am besten ihr ignoriert dass einfach da ich praktisch nix gelesen hab von dem was hier so stand als Kommentare und deswegen wohl alles schon gesagt wurde ;)

Score: 3 Von deutelmoser am Mo, 21. Februar 2005 um 16:29 #
Wieder mit eigenen halbgaren Konfigtools, eigenen Verz.strukturen, eigenem Packformat, ... und alles nicht 100% ausgereift.
Wie wäre es wenn die Leute die meinen sie müssen die Welt mit einer neuen Ditro beglücken einfach mal an anderen Distros mitarbeiten und diese zur Perfektion bringen?

Ich baue ja auch nicht ein Haus in 20 Versuchen.

Score: 3 Von Schugy am Mo, 21. Februar 2005 um 22:30 #
Mir gefällt Ubuntu 4.1 ganz gut, aber ich komme damit nicht ganz so gut zurecht wie mit SuSE 8.2. Immer wieder wird mir der nvidia-Treiber verhunzt oder gaim 1.1.2 (mit checkinstall -D installiert) wieder mit der offiziellen, ollen 1.0.0-Version ersetzt. Auch grub wird immer verstellt. SuSEconfig liess sich leicht abschalten, aber mit apt-get komme ich noch nicht klar.

Auch fehlen mir ein modernes KDE und so einfache Tools wie jstest und jscal. Hab sie mir aus SuSE src.rpms extrahiert. Dafür sind Programme wie athcool, setcd, icewm usw. leicht zu haben. Ansonsten alles superstabil. Kernelbacken ist bei den vielen verschiedenen Kernelheadern und den anfänglich fehlenden Compilern, Devel-Paketen usw. anfangs unmöglich gewesen.

Hab inklusive Philips-Webcam (Logitech QC4000 Pro), HBCI mit Moneyplex, 3D mit UT2k4 alles am laufen. Fehlt eigentlich nur noch capi4hylafax mit Fritz!card PCI 1.0. ISDN-Surfen geht, faxen nicht. Aber auch das werde ich noch schaffen :-)

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