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Mo, 21. Februar 2005, 13:17

Gesellschaft::Politik/Recht

Red Hat will sich verstärkt der Community widmen

Der Linux-Distributor Red Hat räumte diverse Strategie-Probleme mit seiner kommerziellen Distribution ein und versprach, sich in Zukunft wieder verstärkt auf sein Fedora-Projekt zu konzentrieren.

Laut ZDNet investierte der Distributor in der Vergangenheit erhebliche Ressourcen in sein Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und machte das Betriebssystem so für eine breitere Zielgruppe interessant. Dabei konzentrierte man so sehr auf den Enterprise-Markt, dass sie laut Aussagen von Michael Tieman, Vice President of Open Source Affairs, die Technikbegeisterten vernachlässigt haben. Red Hat, das zu den Pionieren der Open-Source-Bewegung gehörte, habe damit die »besten Unterstützer« isoliert und die Opportunität zu Kunden-Innovationen verloren.

Mit dem neu aufgelegten Fedora-Projekt wollte Red Hat zwar der technikbegeisterten Community entgegen kommen, sei aber mit den Resultaten noch nicht zufrieden. Wie das Unternehmen gegenüber CNET bestätigte, hat das Projekt die von Red Hat gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, sei aber auch nicht gescheitert oder gar unnütz. Fedora habe eine Reihe von interessanten Neuerungen geschaffen, die in von RHEL eingeflossen sind. So konnte durch das Feedback der Fedora-Community zum Beispiel das Security Enhanced Linux-Feature (SELinux) schneller integriert werden.

Wie Tieman allerdings weiter zu berichten weiss, sind die Erfolge des Fedora-Projektes erst der Anfang. Das Team arbeite an einer Reihe interessanter Funktionen und bereite das kommende Fedora Core 4 auch für IBMs Power- sowie die 64-Bit-CPU Itanium-Plattformen vor.

Um ein verstärktes Engagement für Fedora zu demonstrieren, startete Red Hat bereits letzte Woche die erste »Fedora User and Developer Conference« (FUDCon) in Boston. Zu den Sprechern der Konferenz gehörten neben Tieman auch Red Hats Community-Manager Greg De Koenigsberg sowie Desktop-Chef Havoc Pennington.

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