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Mo, 21. Februar 2005, 23:55

Software::Desktop::Gnome

GNOME-Administration für Systemverwalter mit Sabayon

GNOME-Entwickler Seth Nickell hat die Applikation Sabayon beschrieben, mit der sich in Zukunft die Verwaltung von GNOME in größeren Netzen vereinfachen soll.

Sabayon soll, so Nickell, die »Endanwender-Erfahrung«, also die Bedienung, für Administratoren verbessern. Nickell sieht drei Gruppen von Nutzern des Unternehmensdesktops: Anwender, Supportmitarbeiter und Systemverwalter. Bisher sei die meiste Arbeit an GNOME in die Benutzbarkeit für Endanwender geflossen, dies sei aber auch der Großteil der Nutzerschaft. Einige Verbesserungen, die dazu führen, daß man keine Fehleinstellungen machen kann, seien auch für den Support eine Verbesserung. Mit der Arbeit an Vino, einem Programm, um einen Anwenderdesktop aus der Ferne zu bedienen, werde die Situation für den Support noch besser.

Zum ersten Mal sollen nun aber auch die Systemverwalter verbesserte Möglichkeiten an die Hand bekommen. Sabayon ist der erste Schritt hin zu dem allgemeinen Ziel, die Verwaltung von GNOME unternehmensweit mit GNOME zu erledigen. Es gibt viel zu tun, meint Nickell, und wenn es auf dem Endanwender-Desktop hundert Dinge gibt, die man besser machen kann als Windows oder Mac OS X, dann sind es im Administrationsbereich tausende.

Nickell, der für Red Hat arbeitet, ist nicht der Autor von Sabayon, diese Arbeit erledigen Mark McLoughlin und Daniel Veillard, ebenfalls bei Red Hat. In der momentanen frühen Version ist Sabayon hauptsächlich ein Werkzeug, um GConf vernünftig zu editieren. Bisher war die Arbeit mit GConf selbst für Systemverwalter schwierig. Sabayon arbeitet dabei mit Profilen und zeigt einen Desktop mit dem ausgewählten Profil in einem Xnest-Fenster an. Xnest ist ein X-Server, der als Applikation in einem X11-Fenster läuft. Änderungen, die man in dem Xnest-Fenster vornimmt, werden in dem Profil gespeichert. Für die Änderungen wird ein Log erzeugt, später wäre auch denkbar, eine Versionsverwaltung zu verwenden. Die erzeugten Profile können dann auf die Heimverzeichnisse der Benutzer angewandt werden, in denen die GNOME-Konfiguration liegt.

Nickell zeigt in seinem Artikel anhand von Screenshots, wie Sabayon arbeitet. Eine Testversion kann aus dem CVS bezogen werden. Da das Programm gerade einen Monat alt ist, muß man noch mit Fehlern rechnen, zudem sind nur wenige Features vorhanden. Es gibt jedoch bereits viele Ideen, wie es weitergehen soll.

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