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Thema: Europäische Kommission lehnt Neustart der Softwarepatent-Richtlinie ab

40 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Ember am Mo, 28. Februar 2005 um 23:01 #
... deshalb auch dieser Kommentar von mir dazu:

http://www.inshadows.de/cms/index.ph

?option=com_content&task=view&id=19&Itemid=2

(URL bitte zusammensetzen)

Score: 3 Von tele_type am Di, 1. März 2005 um 00:09 #
wir werden nie gegen die SW Lobby ankommen.

meine Wenigkeit ist jetzt am Windows installieren und lernen.

ich will nicht arbeitslos werden, nur weil mein OS von Patentanwälten verklagt wird

  • Score: 3 Von mee am Di, 1. März 2005 um 00:42 #
    Steh auf und kämpf, verdammt! Trotz und Tränen kannste dir für später aufheben, *grrr!* Entwickel Software, unterstützt die Community, Spende der FSF wenn du es nicht besser weisst, aber hock dich doch nicht hin und schmoll rum. [1]

    <cut/>

    Ok, bissl viel für ein kostenloses Betriebsystem, ist auch nur ein Vorschlag meinerseits, aber so trotziges Verhalten bringt den Iren und den EU-Rat auch nicht auf andere Gedanken. Und andere Leute sollten sich das gar net erst abgucken ;)

    tia und greetz

    [1] Ich wollte sowas schon immer mal schreiben ;)

    • Score: 3 Von Kristian am Di, 1. März 2005 um 06:06 #
      Hmmm.... wir reden nicht mehr "nur" über Freie Software und/oder ein "kostenloses" (argh!) Betriebssystem. Mittlerweile reden wir über Wirtschafts-Lobbyismus und darüber, wie das Interesse einiger großer Konzerne Teile der politischen Legislative konsequent dazu verführt, jegliche Spielregeln einer parlamentarischen Demokratie in den Wind zu schießen, nur um die eigenen Interessen durchzuboxen. Das Verhalten von Mr. Barroso ist ein Eklat gegen _jegliche_ demokratisch legitimierte Volksvertretung in Europa, ist eine Kriegserklärung an die europäische Demokratie als solche und betrifft spätestens jetzt nicht mehr "nur" ITler, Nerds und Free Software - Freaks, sondern absolut jeden, der sich in dieser Gesellschaft als Demokrat betrachtet. Vielleicht wäre es an der Zeit, diese "Kriegserklärung" auf breiter Front endlich anzunehmen und

      - MdBs, MdEPs und eventuell auch MdLs mit Briefen, Faxen, Mails, Anrufen zu bombardieren, um zu zeigen, daß man die Demokratie unterstützt und nicht eine lobbyisten-"verseuchte" Kommission

      - in der gleichen Art auf die Medien eingeht, Presse, Funk und Fernsehen wissen läßt, daß das Thema, worum es dort geht, nicht nur Computerfreaks interessiert und daß es nicht angehen kann, daß derartige Vorgänge von Medien, seien sie öffentlich-rechtlich oder privat, einfach konsequent "totgeschwiegen" werden.

      Alles in allem kann man nur gebetsmühlenartig wiederholen: Es kommt darauf an, daß _viele_ etwas tun; Die Meinung der EU-Parlamentarier zum konkreten Thema kennt man ja, jetzt ist es wichtig, in der Masse dem Parlament den Rücken zu stärken, zu zeigen, daß man es nicht tatenlos hinnimmt, wenn die Leute, die man selbst gewählt hat, in ihrem Willen willkürlich und vollständig ignoriert werden.

      Cheers,
      Kris

      • Score: 3 Von Gnooby am Di, 1. März 2005 um 07:13 #

        Gut gesagt.

        Was kann man noch machen, ausser sich selbst an den Aktionen wie

        No Software Patents
        Softwarepatente vs Parliamentarische Demokratie

        zu beteiligen? Wie macht man Andere aufmerksam?

        "He, Dicker, mach mal mit bei der Aktion gegen Softwarepatente."
        "Bin ich Jesus? Kann ich das? Darf ich das ueberhaupt? Ich glaube,
          die letzte EULA hat mir verboten bei sowas mitzumachen. Ausserdem
          muss ich jetzt Fernsehen. Da laeuft die Aufzeichnung des Woodstock
          Festivals. Und danach kommt ein Michael Moore Film."

        Score: 3 Von Jochen Römling am Di, 1. März 2005 um 09:59 #
        Dazu fällt mir wie immer dieses hochinteressante Buch ein:

        http://www.jochen-roemling.net/go.php?to=b60
        http://www.asoziale-marktwirtschaft.com/

        Die Leseproben sind nur der Anfang. Nach der Lektüre wundert Euch überhaupt nichts mehr.
        Ach ja, und der Satz "Bei uns bekommt jeder Sozalhilfeempfänger mehr im Monat raus als Daimler Chrysler einzahlt" stimmt tatsächlich.

        • Score: 3 Von The Truth am Di, 1. März 2005 um 18:29 #
          Habe die Einleitung von asoziale-markt... gelesen.

          Urteil: Mühsam! Selten so einen Schwachsinn gelesen.

          Man sollte nicht immer auf Konzerne schimpfen. Wenn man die ganzen Lohnabgaben berücksichtigt, bezahlen diese selbstverständlich riesig viel Steuern.

          Wie wärs, wenn man endlich einmal die Beamten reduzieren würde. Die hälfte davon sitzt herum und verhindert. Das ist die Ursache, warum das Geld vielfach ausgeht.

          The Truth

          • Score: 3 Von Objektiver am Mi, 2. März 2005 um 10:19 #
            Mein Gott, wie einfach struktuiert gedacht!
            Welche Beamte meinst du denn, dir ist klar, dass es in verschiedenen Bereichen
            Beamte geben muss???
            Du kennst das Grundgesetz??
            Du kennst deine eigene Rechte??
            Dann müsstest selbst du wissen, das z.B. in deine Grundrechte nur ein Beamter eingreifen
            kann, und das ist auch gut so!!!
            Ich stelle mir mal das Szenario vor, wie ein Konzern seine eigene Machtbefugnisse regelt, diese
            auf Privatpersonen überträgt (ehemals kriminelle Schläger, Betrüger etc.) und diese dir dann
            höflichst klar machen nach welchen Spielregeln du zu leben hast.
            Es gibt einfach hoheitliche Aufgaben die nur in Form des Beamtentums geregelt werden können.
            Übrigens ist der Grundgedanke des Beamtentums gar nicht so schlecht, schlecht ist es was diese
            angebliche demokratische Gesellschaft daraus gemacht hat.
            Mal ein kleines Beispiel was Beamte so dürfen.

            Angestellter: wird für Nachtarbeit(ab 18.00 Uhr) übertariflich bezahlt, i.d.R. mit 50%, kommt dann
            noch Wochenend dazu dürfte der Stundenlohn bei ca. 40 € liegen.

            Beamter: Bekommt am Wochenende, sowie zur Nachtzeit nicht mehr. Halt, natürlich bekommt er was dazu.
            DuZ (Dienst zu ungünstigen Zeiten) pro Std. ca. 1.25 €.
            Achja und wenn Überstunden anfallen am WE, dann werden die nicht besonders vergolten, laut Beamtenrecht
            ist ein Beamter dazu verpflichtet, wenn es die Lage nötig macht, Überstunden "ohne" Vergütung zu tätigen.

            Das waren mal ganz triviale Beispiele für ein Angestelltenverhältnis und Beamtenverhältnis, insbesondere was die Kosten betrifft.
            Achja, ich bin kein Beamter, ich habe mich vor ca. 12 Jahren selbständig gemacht und das ist gut so!
            Ich hab Mitleid mit diesen armen Schw....n!
            Du solltest dein Wissen mal nicht nur aus den Blödzeitungen aller Springer beziehen ;-)

            m.f.g Beobachter

    Score: 3 Von Stephan am Di, 1. März 2005 um 01:34 #
    Unfug. Wäre die Lobby so übermächtig, hätten wir die
    Richtlinie bereits seit Juni 2003, als versucht wurde,
    den RL-Vorschlag dem EU-Parlament am Ende eines langen
    Sitzungstages unterzujubeln. Wir haben das EU-Parlament
    und mittlerweile drei nationale Parlamente und drei
    nationale Regierungen auf unserer Seite. Inzwischen
    verbrennen sich die Befürworter die Pfoten an ihren
    Swpats. Wenn das kein Fortschritt ist.

    Gruß, Stephan

    Score: 3 Von LXer am Di, 1. März 2005 um 12:56 #
    Hat denn keiner gemerkt, dass das nur ein WinTroll mit der üblichen dummen Argumentation war! Logikpatente können sich unter gewissen Umständen negativ auf ALLE kleinen und mittelständischen Softwareschmieden auswirken, egal ob die nun Open oder Closed Source verwenden bzw. produzieren.

    Leider sind die einzelnen Interessenverbände des Mittelstandes über dieses Problem gar nicht im Bilde. Und hier sollte man ansetzen, denn die haben viel mehr Einflussmöglichkeiten als Gruselfaxe und Mailattaken an die EU Minister.

Score: 3 Von popel am Di, 1. März 2005 um 02:05 #
Ich kann jedem nur mal empfehlen nachzusehen wo M$ so alles seine Finger drin hat. z.B. welche Medien von M$ in irgendeiner Weise unterstützt werden (z.B. beim Internet Auftritt)

Ich würde dazu mal sagen Diktatur mit Stimmvieh.

Just my 2 cent
CU

Score: 3 Von SEVENELEVEN am Di, 1. März 2005 um 08:50 #
"Meine Meinung dazu"

MfG

Score: 3 Von Jens am Di, 1. März 2005 um 09:24 #
> Eine weitere, bislang noch theoretische Möglichkeit wäre, daß das Parlament die Kommission durch ein Mißtrauensvotum abberuft.

Huch, ich wusste gar nicht, das das einfach so geht. Ich dachte, nur der Rat kann das. Oder sind dafür wieder bestimmte Bestech... ähm Bedingungen nötig?

  • Score: 3 Von usenetfan am Di, 1. März 2005 um 09:57 #
    http://europa.eu.int/institutions/comm/index_de.htm

    "Die Kommission ist dem Parlament gegenüber politisch rechenschaftspflichtig, das ihr das Misstrauen aussprechen und sie so zum Rücktritt zwingen kann. Die Kommission nimmt an allen Tagungen des Parlaments teil, auf denen sie ihre Politik erläutern und begründen muss. Außerdem antwortet sie regelmäßig auf schriftliche und mündliche Anfragen von Mitgliedern des Europäischen Parlaments."

Score: 3 Von sepp am Di, 1. März 2005 um 09:36 #
Man sieht es immer wieder die reichen Menschen der Erde lassen uns bei für sie unwichtigen Entscheidungen unser lustiges "Demokratie-Spiel" spielen, aber wenn dann irgendetwas kommt, was für sie wichtig ist, dann entscheiden sie über alle Regeln hinweg nach ihrem Willen!
  • Score: 3 Von pawel am Di, 1. März 2005 um 10:33 #
    Hallo Leute,
    ihr koennt Euch beim Herr McCreevy am besten persoenlich bedanken:
    Charlie.Mc-Creevy@cec.eu.int bitte keine "Kraftausdruecke", die werden gut gefiltert.
    Ich habe mich jedenfalls bei ihm persoenlich bedankt.Es ist egal ob deutsch oder englisch,
    sein Sekraeter spricht deutsch.
    Niemals aufgeben ich bin auch sehr traurig aber ich gebe noch nicht auf !

    Gruss an alle

    Pawel

    • Score: 3 Von IRA am Di, 1. März 2005 um 11:30 #
      Wieso nur bedanken?
      Ich würde ein persönliches Geschenk befürworten. Es sollte ein Brief sein, der
      klar zum Ausdruck bringt, dass er sich an gewissen Dingen lieber nicht mehr die Finger schmutzig machen sollte.

      Ich spendiere gerne das Know-How.

      Score: 3 Von elch am Di, 1. März 2005 um 16:56 #
      die Mail ist eben rausgegangen:

      Guten Tag nach Irland,

      ich wollte mich bei Ihnen für Ihre Verhöhnung der Demokratie bedanken. Wir
      brauchen sie doch nicht mehr, dieses Relikt aus dem vorigen Jahrhundert.
      Heute zählt doch nur noch das Geld der großen Unternehmen. Das scheinen Sie
      ja am besten zu wissen.
      Darf ich fragen, wieviel Sie bekommen haben für Ihr Verleugnen der Demokratie
      und Ihre unverhohlene Unterstützung für marktzersetzende Strukturen?
      Ich beneide Sie nicht. Gut, mehr Geld ist (fast) immer gut, aber den Preis den
      Sie dafür (wie mir scheint bereitwillig) gezahlt haben, der ist mir doch zu
      hoch. Ich hätte Lust, wenn ich es denn könnte, gegen Sie nach deutschem Recht
      (oder jedem anderen, das durch und durch demokratisch ist) aufgrund
      verfassungsfeindlicher Aktionen und Bildung einer kriminellen Organisation
      (was anderes ist die EU-Kommission in meinen Augen nicht) zu ermitteln.
      Nun, es hilft alles nichts, ich sehe dem Untergang der Softwareindustrie
      entgegen. Allein ein paar große Konzerne werden überleben, und was dann
      kommt, wage ich mir nicht vorzustellen.

      Mögen Sie an Ihren Software-Patenten ersticken.

Score: 3 Von Hoffnung am Di, 1. März 2005 um 10:40 #
Jetzt wird es doch erst richtig interessant. Es war doch naiv, zu glauben, daß "Empfehlungen" etwas ausrichten. Diese Zuspitzung führt geradewegs zu der Frage, ob der Rat gegen das Parlament handeln kann. Und daß das Parlament sich so vom Rat demütigen lassen will, bezweifle ich.
Jetzt wird sich herausstellen wie selbstbewußt das Parlament ist. Da ist es sogar von Vorteil, daß der Rat das Parlament "beleidigt".
Und wie sich bei der Bestätigung der neuen Kommision gezeigt hat, trauen sich die Paralemetarier nun doch ein klein wenig gewissenhafter abzustimmen. Zudem ist die B-Lesung noch nicht vorbei, es kann noch einiges passieren.

Gibt es denn auch die Möglichkeit rechtlich gegen eine verabschiedete Richtlinie vorzugehen? Da sind ja inzwischen einige Ungereimtheiten zusammengekommen.

Hoffnung nicht aufgeben.

  • Score: 3 Von Fusselbär am Di, 1. März 2005 um 12:11 #
    Hallo,

    das ist alles schon mehr als ein wenig merkwürdig:
    eine Kommision,
    die nicht auf die übergeordnete Instanz,
    das Parlament hört,
    welches eigentlch dem Volk verplichtet sein sollte,
    aber immer nur beim offensichtllichen schmieren lassen erwischt wird.

    Und zur Krönung,
    (man muß die "Fachleute" mal beim Namen nennen)
    will diese "Kommision" bei Bauern oder Fischern ihre Verfehlungen durchwinken lassen,
    obwohl (oder offensichtlich gerade weil)
    diese garantiert nichts davon verstehen.

    Allerdings saß da wohl ein zu schlauer Pole zwischen!
    Danke Polen!
    Hoffentlich sterben Menschen mit gesundem Verstand,
    die nicht schmierbar sind, nicht aus.

    Dem Ansehen des Europäischen Parlaments
    hat das auf jeden Fall massiv geschadet,
    so es sich als ein Konglomerat an Schmiergeldbütteln darstellt,
    das den bestgeschmiertesten Weg nimmt,
    und wen es noch so offensichtlich ist.

    Die ganze Farce ist einfach sehr, sehr peinlich für eine Instanz,
    die gerne eine Gesetzgebende sein möchte.


    Gruß, Fusselbär

    • Score: 3 Von thtde am Di, 1. März 2005 um 13:02 #
      das Parlament hört,
      welches eigentlch dem Volk verplichtet sein sollte,
      aber immer nur beim offensichtllichen schmieren lassen erwischt wird.

      Und was hat dieses Stammtischgeschwätz mit dem Thema zu tun? Das Parlament hat nie für Softwarepatente gestimmt, sondern hat zuerst den eigentlichen Vorschlag von der EU-Kommission entschärft, was ja leider vom Ministerrat wieder revidiert wurde, und seine diverse Gremien (JURI-Ausschuss, Ausschuss des Präsidenten) ohne Gegenstimmen den Neustart-Antrag auf den Weg gebracht.


      Und zur Krönung,
      (man muß die "Fachleute" mal beim Namen nennen)
      will diese "Kommision" bei Bauern oder Fischern ihre Verfehlungen durchwinken lassen,
      obwohl (oder offensichtlich gerade weil)
      diese garantiert nichts davon verstehen.

      Dagegen ist eigentlich überhaupt nichts einzuwenden. Und die, die dies immer wieder anführen, sollten sich vielleicht mal genauer informieren. Der Ministerrat hat schon letztes Jahr im Mai über Softwarepatente diskutiert. In der Sitzung hat man sich dann auf einen Kompromiss geeinigt; die Änderungen mussten jedoch noch in den Entwurf der Richtlinie übernommen werden. Im Normalfall geht dies recht schnell und die Richtlinie kommt dann als sog. A-Punkt zur Abstimmung im Ministerrat. Bei A-Punkten sind keine Diskussionen notwendig, da man sich schon vorher geeinigt hat und zumindest eine qualifizierte Mehrheit für die Richtlinie besteht. Bei der Richtlinie für Softwarepatente hat sich dies aber verzögert und zwischenzeitlich ist der Vertrag von Nizza in Kraft getreten, der die Regeln für eine qualifizierte Mehrheit geändert hat. Dadurch reicht die Mehrheit im Rat nicht mehr aus, um die Richtlinie zu verabschieden. Viele stellen sich jedoch auf den Standpunkt, dass eine neue Diskussion überflüssig ist (es gab ja schon einen Beschluss, wenn auch keinen endgültigen), und setzen die Abstimmung als A-Punkt auf die Liste. Da dann keine Diskussion stattfindet, braucht man natürlich auch keine Minister, die sich damit auskennen - es soll ja nur abgenickt werden, was bei einer vorhergehenden Einigung auch vollkommen ausreicht. Deshalb gibt es ja die Forderung, das Thema wieder als B-Punkt auf die Tagesordnung zu setzen, da dann erneut diskutiert würde.

Score: 3 Von Bernd Grah am Di, 1. März 2005 um 11:03 #
Die Berichte und Kommentare zeigen alle eines deutlich, so kommen wir nicht gegen die an. Wer sind "die" ?
Wirtschaftsinteressen stehen hier eindeutig im Vordergrund und es wird vergessen, in welchen Bereichen OpenSource Software mittlerweile überlebenswichtig für die zukünftigen Generationen ist - der Bildungsbereich - hier wird das Geld ja auch verdient. Man nehme propietäre Software, etabliere diese in den Schulen und zwinge so die Schüler, dieses auch privat zu nutzen. So einfach funktioniert das, jeder weiß es .
Unser Wirtschaftsminister lässt sich stolz mit Herrn Gates ablichten um eine Sicherheitsoffensive zu verkünden. Pfui -
Wenn man auf irgendeinem Wege mal alle erreichen könnte, würde das Lahmlegen aller Netze im Bildungsbereich, die OpenSource Software einsetzen vielleicht mal alle anderen mit für dieses Thema sensibilisieren.
leider weiß ich nicht, wie man alle unter einen Hut bringen soll - jemand ne idee ?
Oder erwarten wir wirklich, das dieses Thema von der Bevölkerung wahrgenommen wird ?
Die Gefahren sind doch nicht für alle Greifbar , oder sehe ich das falsch ?

  • Score: 3 Von Patrick Willam am Di, 1. März 2005 um 22:19 #
    Wenn man auf irgendeinem Wege mal alle erreichen könnte, würde das Lahmlegen aller Netze im Bildungsbereich, die OpenSource Software einsetzen vielleicht mal alle anderen mit für dieses Thema sensibilisieren.

    Nach mehreren Jahren Entwicklungs- und Lobbyarbeit für FOSS im Bildungsbereich weiss ich:
    Insbesondere in Deutschland muss reichlich Überzeugungsarbeit geleistet werden um FOSS in Schulen soweit zu bringen, dass Lehrer/-innen und Schüler/-innen auch wirklich damit arbeiten (d.h. FOSS auch auf dem Desktop genutzt wird). --- In `der Industrie[TM]` sind da schon viel mehr Leute `über ihren Schatten gesprungen`.

    Ich halte es daher für kontraproduktiv, grade bei dem zarten Pflänzchen "FOSS im Bildungsbereich" anzusetzen, um aussenwirksame Effekte zu realisieren.

    Allerdings bin ich dafür, mal einen internetfreien Tag durchzuführen, bei dem z.Bsp. in ganz Europa alle Router und Server vom Netz genommen werden. Am besten einmal pro Monat, bis die Logikpatentgeschichte endgültig vom Tisch ist.
    Leider wird das ein Traum bleiben, weil Netz- und Diensteanbieter ja ihr Geld dafür bekommen, dass `der Laden` läuft; ...und sie zukünftig anfallende Patentlizenzzahlungen einfach auf die Kunden umlegen [können].

    Und nein, es geht hier nicht darum, nur FOSS-gestützte Dienste vom Netz zu nehmen.
    Von der geplanten Patentdirektive sind alle Programmentwickler und -vertriebler betroffen.

    FOSS-Entwickler trifft es dabei `nur` am härtesten, weil sie
      o   weder `mir-nichts-dir-nichts` Patentverletztungen im Quellcode verstecken,
      o   noch `mal eben so` Lizenzen fuer die `Kundschaft` (d.h. gesamte Welt) zahlen,
      o   oder gar kreuzlizensieren können.

    Beste Grüsse, Patrick

Score: 3 Von strong mind am Di, 1. März 2005 um 12:04 #
Das ist natürlich dann überhaupt nicht so gut :(

Da ich mit dem System arbeiten muss und damit auch Geld verdiene, wird wohl leider Linux demnächst von meiner Platte verschwinden müssen. Kann es mir einfach nicht erlauben dann noch vor Gericht von irgendwelchen Dödels gezerrt zu werden, wegen Patentverletzungen.

Noch ist die Sache ja nicht entgültig erledigt. Aber wenn die Patentierbarkeit von Software so durchkommt wird es nur 1 grossen Gewinner geben: Microsoft.

  • Score: 3 Von elch am Di, 1. März 2005 um 16:59 #
    Ich lass mich gerne verklagen.. Und wenns bis vors Bundesverfassungsgericht geht, aber ich werde nicht aufgeben.
    Ich hätte sogar Lust, irgendwann, wenn ich aufgrund dieser Aktionen komplett verarmt bin, zur Selbstjustiz zu greifen.
    Score: 3 Von rjb am Di, 1. März 2005 um 19:43 #
    Ich weiß ja nicht, was du mit deinem System arbeiten mußt. Aber wenn es mehr ist als Mausschubsen, dann kannst du auch ganz ohne Linux wegen der Verletzung blödsinniger Patente wirtschaftlich abgeschossen werden, wenn die Ratsrichtlinie in Kraft tritt. Also kämpfe JETZT.
Score: 3 Von usenetfan am Di, 1. März 2005 um 12:26 #
Tach,

ich möchte all den "Wir können doch nichts ausrichten"-Postings entgegenhalten, dass wir sehr wohl was ausrichten können: Schon auf dem LinuxTag 2000 konnte man am Stand verschiedene Patent-Anwälte und sonstige einschlägig bekannte Anwalte mit den Worten "Sie wissen gar nicht, gegen wen Sie da antreten" und "In einem Jahr wird es Software-Patente geben" vernehmen. Nun, auch 2005 sieht es nicht so aus, als ob eine entsprechende Richtline endgültig verabschiedet wird.

Ergo, die Patentlobby wusste nicht, gegen wen sie da antritt! Mit Kreativität und Innovation (sic!) haben freie Entwickler, KMUs und aufgeweckte Bürger ein erfrischendes Lobbying betrieben, dass Fürchte trägt. Natürlich gibt auch die Gegenseite nicht einfach auf und Zermürbung scheint eine beliebte Taktik. Gerade deshalb dürfen wir jetzt nicht aufgeben. Die Entscheidungsfindung zu diesem Thema hat inzwischen Formen angenommen, die auch für Multiplikatoren interessant sein sollten, die sonst nichts mit Software-Entwicklug zu tun haben: Also, Journalisten, Juristen, etc. mal auf dieses Thema aufmerksam machen.

So long,

  • Score: 3 Von i see u am Di, 1. März 2005 um 15:08 #
    Träume mal weiter! Die Lobby ist Milliardenschwer und durchsetzt das komplette EU Parlament. Das ist einfach die Realität und hat nix mit schwarzmalen zu tun.
    • Score: 3 Von usenetfan am Di, 1. März 2005 um 17:40 #
      Hm, das EU Parlament hat gerade für einen Neustart gestimmt - was man wohl als GEGEN Softwarepatente in der bisher von EU Rat/Komission vorgeschlagenen Variante werten kann.

      Verschiedene nationale Parlamente (z.B. Niederlande, Deutschland) haben sich GEGEN Softwarepatente in der bisher von EU Rat/Komission vorgeschlagenen Variante werten kann.

      Und jetzt willst Du uns erzählen, dass ist alles ein grosser Bluff, um die paar Querulanten zu täuschen, die gegen Software-Patente sind? In Wahrheit sind alle Parlamente für Software-Patente? Das ist ja nicht nur mehr Schwarzmalerei, ...

      Score: 3 Von rjb am Di, 1. März 2005 um 19:53 #
      Die Realität ist, daß Parlamente offenbar lernfähig sind und zu vernünftigen Entschlüssen finden können. Die Kluft liegt ganz offenbar zwischen Parlamenten einerseits und Regierungen andererseits, einschließlich der unsäglichen regierungsartigen EU-Gremien, nämlich Kommission und Rat, die anmuten wie Politbüro und Zentralkomitee der seinerzeitigen realsozialistischen Kommandoregimes.
Score: 3 Von LXer am Di, 1. März 2005 um 13:21 #
Ich will noch mal die vielen Schwarzmaler hier mutig stimmen. Nur weil es in den USA Softwarepatente gibt haben nicht alle zu Microsoft gewechselt. RedHat hat immer noch sehr gute Wirtschaftszahlen. Überhaupt setzen einige der größten IT Unternehmen der Welt zunehmend auf Linux, ganz zu schweigen von den Großunternehmen der Unterhaltungsindustrie welche immer mehr Linux - wenn auch versteckt - in ihren Geräten verwenden. Natürlich merkt man hier, dass "nur" die Großen genannt werden und damit ist auch klar wer von den Patenten profitiert. Aber sollen sich doch deren Anwälte die Köpfe gegenseitig das Leben zur Hölle machen.

Zur Not kann ja die Community eine kleine Insel suchen und einen patenfreien Staat gründen. Von hier aus wird dann weiterhin der OSS Gedanke in die Welt verbreitet. :-)

Score: 3 Von Opfer am Di, 1. März 2005 um 14:37 #
Damit ist Linux tod und M$ wird Standart-Betriebssystem.
Score: 3 Von Matthias am Di, 1. März 2005 um 19:47 #
Hallo,
was mich mal interessieren würde wie würde eigenlich in der EU Algemein absgestimmt ,also generell alle Entscheidungsgremien?
Gibts dazu irgendwo eine Erklärung die man auch ohne Juristische kenntnisse versteht,weil wird mich schon mal interessieren ,da ja offensichlich sehr viele Dinge auf EU-Ebene entschieden werden.
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