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Do, 3. März 2005, 23:19

Software::Desktop

Adobe gibt Adam und Eva frei

Grafikspezialist Adobe hat zwei Bibliotheken unter der Bezeichnung Adobe Source Libraries unter die freie MIT-Lizenz gestellt.

Die Adobe Source Libraries (ASL) sind eine Sammlung von Bibliotheken, die grundlegende Technologien zur Konstruktion kommerzieller Applikationen enthalten. Es handelt sich allerdings nicht um die zehnte Variation bereits bekannter Algorithmen, sondern laut Adobe bieten die Bibliotheken die Möglichkeit, allgemeine Algorithmen mithilfe deklarativer Beschreibungen zusammenzufügen.

Es scheint sich um recht anspruchsvolle Projekte zu handeln, die Adobe in seinen Produkten einsetzen will oder in irgendeiner Form bereits eingesetzt hat. Die beiden Bibliotheken, die derzeit die ASL ausmachen, heißen Adam und Eve. Adam ist die umfangreichere Bibliothek. Es ist eine Modellierungs-Engine und eine beschreibende Sprache für die Relationen und Beschränkungen einer Menge von Werten, typischerweise die Parameter eines Kommandos. Eve ist eine andere beschreibende Sprache und eine Engine zur Konstruktion von Benutzerschnittstellen.

Der Quellcode des Projektes ist als Quellcode von Sourceforge herunterzuladen. Der Code stellt aber lediglich eine Vorschau dar und ist noch weit von Stabilität und Brauchbarkeit entfernt. Trotz der Versionsnummer 1.0.1 handelt es sich bestenfalls um Alpha-Code. Offenbar erhofft sich Adobe, daß interessierte Entwickler bereits jetzt Beiträge leisten oder zumindest Feedback geben. Umfangreiche Dokumentation ist aber bereits vorhanden.

Adobe hatte sich in den letzten Jahren in der Open-Source-Gemeinschaft nicht gerade beliebt gemacht. Es gab keine Version des Acrobat Reader 6 für Linux, erst mit Version 7 soll dieser Mangel behoben werden. Im Juli 2001 hatte das Unternehmen eBook-Hacker Sklyarov verhaften lassen, in Anwendung des der Rechtstaatlichkeit Hohn sprechenden DMCA-Gesetzes. Adobe zog zwar die Anzeige zurück und Sklyarov kam nach zwei Wochen gegen Kaution frei, konnte aber erst im Dezember nach Rußland zurückkehren. Im darauf folgenden Jahr kam es zum Prozeß gegen Sklyarovs Arbeitgeber Elcomsoft, der im Dezember 2002 mit einer Ablehnung der Anklage endete.

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