Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Do, 3. März 2005, 23:45

Gesellschaft::Politik/Recht

Weitere Freigabe von Patenten durch Computer Associates?

Marcel den Hartog, zuständig für OSS bei Computer Associates (CA), hat die mögliche Freigabe von Patenten an die Open-Source-Gemeinschaft angekündigt.
Von ThomasS

Gegenwärtig sei man dabei, das gesamte Patent-Portfolio von CA nach geeigneten Patenten zu duchforsten.

Mit diesem Schritt will CA dem Eindruck entgegenwirken, dass es seine Patente gegen Linux oder andere Open-Source-Projekte zum Einsatz bringen könnte. Schon im August 2004 war von einem aufstrebendem Open-Source-Riskoversicherer festgestellt worden, dass allein der Linux-Kernel 27 Microsoft-Patente und 98 Patente von »Linux-freundlichen« Firmen verletzen könnte, wenngleich keiner dieser Patentansprüche jemals ernsthaft vor Gericht getestet worden ist.

CA sieht sich selbst als Linux-freundliche Firma und will allen Gerüchten entgegentreten, dass diese Patente eine Bedrohung für Linux oder OSS sein könnten.

Im Vergleich zu IBM ist CA kein Big Player im Patent-Spiel, vielmehr ist CA eigentlich nur durch Firmenaufkäufe in Besitz von Patenten gekommen, die jedoch größtenteils nie Eingang in CA-Produkten gefunden haben.

Welche und wieviele CA-Patente aber tatsächlich freigegeben werden, bleibt unklar. In diesem Zusammenhang erinnert den Hartog an die Freigabe des Ingres Datenbank Management-Systems unter einer freien Lizenz im letzten Jahr. Der Schritt, so den Hertog weiter, war für CA zur Hälfte mit rationalen Gründen und zur anderen Hälfte irrational, d.h. mit hoher Unsicherheit behaftet, gewagt worden.

Unter den vielen Unklarkeiten, die dieser Schritt für CA brachte, sieht den Hertog vor allem die Ungewissheit, ob die Freigabe auf Aktzeptanz in der Open-Source-Gemeinschaft stoßen würde.

Selbst Monate nach der Freigabe und mit steigender Anzahl von Codebeiträgen zur Weiterentwicklung der Datenbank ist man sich bei CA auch gegenwärtig keineswegs über die möglichen Konsequenzen der Freigabe von Ingres im Klaren. Ungeklärt ist z.B. die Frage, wie sich die Veröffentlichung von Ingres unter einer freien Lizenz auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken wird. Zwar werde CA auch in Zukunft Code für die Open-Source-Gemeinschaft freigeben, aber die Freigabe von Ingres als eine »Cashcow« des Unternehmes war wirklich eine harte Entscheidung laut den Hertog. Ungeachtet dessen entwickelt CA weiter an Verbesserungen und Erweiterungen von Ingres, dass in naher Zukunft u.a. auch mit HPs OpenVMS, HP-UX und SAP-Produkten laufen soll.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung