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Mo, 7. März 2005, 12:41

OSI-Präsident Russell Nelson zurückgetreten

Der Präsident der Open Source Initiative, Russell Nelson, ist nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt zurückgetreten.

Nelson, einer der Gründer der Open Source Initiative (OSI) und Präsident von Crynwr Software, hatte erst am 1. Februar das Amt von Eric Raymond übernommen, der seit der Gründung der OSI Präsident war und sein Amt zur Verfügung gestellt hatte.

Der Rücktritt gilt offenbar rückwirkend zum 23. Februar. Sein Nachfolger wird zunächst einer der bisherigen Vizepräsidenten, Michael Tiemann, Vizepräsident für Open-Source-Angelegenheiten von Red Hat. Seine Hauptaufgabe wird sein, den Vorstand der OSI wie vorgesehen auf neun Personen aufzustocken. Dann soll ein neuer Präsident gewählt werden.

Nelson war massiv in die Kritik von einigen Personen geraten, nachdem er in seinem Blog einen Beitrag Blacks Are Lazy geschrieben hatte. Inzwischen hat er diesen Text widerrufen und eine Erklärung Blacks Are Not Lazy dazu abgegeben. Trotzdem brachte ihm der Eintrag heftige Vorwürfe ein, ein Rassist zu sein. Kollegen wie Eric Raymond nahmen ihn dagegen in Schutz, da er als Quäker und Pazifist sicher kein Rassist sei. Von anderen Personen wurden seine Äußerungen dagegen als schädlich für die OSI angesehen.

Als weiteren Grund für den Rücktritt nannte Nelson, daß das Amt des OSI-Präsidenten zunehmend politisch sei und daß er sich nicht dazu in der Lage sehe, dieses angemessen auszuüben.

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