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Mo, 14. März 2005, 23:51

Software::Desktop::KDE

Get Hot New Stuff in KDE

KDE.News stellt eine neue Technologie vor, die in KDE 3.4 Einzug hält, und führte dazu ein Interview mit dem Autor der KNewStuff-Bibliothek Josef Spillner.

Get Hot New Stuff stellt eine Möglichkeit dar, mit der Anwender eines Programms ihre Kreationen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen können. Diese Kreationen könnten zum Beispiel neue Vorlagen in einer Office-Applikation sein oder neue Level in einem Spiel. Solche Dinge können auf einen Server hochgeladen werden, wo sie für andere Nutzer mit einem einfachen ins Programm eingebauten Download-Dialog heruntergeladen und installiert werden können.

KNewStuff ist eine Bibliothek mit der KDE-Implementation dieses Konzepts. Mit ihr können Dateien hoch- und heruntergeladen, signiert oder dekomprimiert werden, um nur einige Funktionen zu nennen.

Implementiert wurde KNewStuff von Josef Spillner, einem Informatikstudenten in Dresden. Vorläufer der Implementation waren der »Hot New Stuff« Download in KOrganizer und die Bibliothek KDEShare in kdenonbeta. Beide wurden von Torsten Rahn auf dem LinuxTag 2002 angeregt.

Die Bibliothek wurde nun in kdelibs integriert und wird damit wohl in KDE 3.4 zur Verfügung stehen. Applikationen außerhalb von KDE haben derzeit noch keine Implementierung von Get Hot New Stuff zur Verfügung, obwohl schon ein wenig Code existiert und der Rest nicht schwierig sein sollte. Es ist aber anzunehmen, daß Applikationen wie GIMP oder Teile von GNOME die Idee aufgreifen werden.

Jede Applikation, die KNewStuff verwendet, kann festlegen, an welchen Datentypen sie interessiert ist und ob sie hoch- oder herunterladen will oder beides. Die Daten werden auf mehrere Server so verteilt, daß der Ausfall eines Servers kein Problem darstellt. Eine Download-Routine ermittelt alle Dateien, die auf den Servern zur Verfügung stehen und vergleicht bei bereits installierten Dateien die Versionen. So kann der Benutzer erfahren, ob Updates vorliegen. Nach der Installation kann ein Skript ausgeführt werden, das wiederum die Applikation via DCOP benachrichtigen kann.

Eine ganze Reihe von Anwendungen für KNewStuff ist denkbar. Programme in kdeedu beginnen es bereits zu nutzen, Vorlagen für KDevelop, Themes für Superkaramba, Hintergrundbilder und vieles mehr wurde bereits vorgeschlagen. Ungelöst ist derzeit das Sicherheitsproblem, daß niemand kontrolliert, was hochgeladen wird. Zwar kann man mit KNewStuff nichts verbreiten, was man nicht auch per Email verschicken könnte. Doch will man vermutlich verhindern, daß Daten fragwürdigen Inhalts von offiziellen KDE-Servern kommen, so daß man nicht darum herumkommen wird, die Beiträge zu prüfen.

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