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Mi, 16. März 2005, 21:35

Software::Desktop::KDE

KDE 3.4 freigegeben

Sieben Monate nach der Freigabe der [a 0.7179]ersten Version von KDE 3.3[/a] haben die Entwickler den Nachfolger der Umgebung, KDE 3.4, freigegeben.

Konqi, das KDE -Maskottchen

KDE

Konqi, das KDE -Maskottchen

Die wohl größte Veränderung im Vergleich zur Vorgängerversion stellt das neue Text-to-speech-Framework dar. Wie bereits berichtet, verfügt die KDE 3.4 über ein Subsystem, das Text als Sprache ausgeben kann. Die unter dem Namen KTTS - KDE Text-to-Speech - entwickelte Erweiterung ist ein Standard-Subsystem für alle Applikationen und ermöglicht jeder Anwendung, ihre Meldungen in Form von Sprache auszugeben. Im Moment nutzen KDEs PDF-Viewer kpdf, der Texteditor Kate, der integrierte File- und Webbrowser Konqueror und die Sprachapplikation KSayIt die neue Funktionalität.

Zu den weiteren Änderungen gehören Überarbeitungen der grafischen Umgebung sowie eine neues monochromes Thema. DBUS/HAL-Unterstützung ermöglicht zudem, die auf dem Desktop eingebundenen Geräte synchron mit den tatsächlichen Geräten zu halten. Ferner erfuhr KDE einen vollständige Überarbeitung des Mülleimers, der nach Aussagen der Programmierer nun flexibler agieren soll. Zu den weiteren Neuerungen gehören weiterhin ein verbesserter Kicker, von dem nun mehrere Instanzen auf einem Desktop platziert werden können, und ein überarbeiteter KPDF, der neben PDF 1.5 auch die xpdf 3.0 Rendering-Engine unterstützt. Unter anderem ermöglicht KPDF ab sofort, auch Passagen des Textes zu selektieren und Informationen wie Text oder Bilder zu extrahieren.

Eine weitere Neuerung an KDE 3.4 stellt die Überarbeitung von Kontact dar. Kontact wurde im Rahmen des KDE-Projektes entwickelt und das erste Mal mit KDE 3.2 veröffentlicht. Diese Applikation ist ein Container für die altbekannten PIM-Programme KMail, KOrganizer, KAddressBook und KNotes, wobei jedes für sich ein ausgereiftes Programm mit einer Vielzahl von Funktionen ist. Kontact fasst diese unter einer gemeinsamen grafischen Oberfläche, ähnlich wie MS Outlook, zusammen. Die Applikation unterstützt nun neben Kolab auch eGroupware, GroupWise, OpenGroupware.org und SLOX. Ferner wurde Kopete integriert. Kopete stellt einen Instant Messenger für KDE dar und wurde in der neuen Version um Unterstützung von Novell Groupwise und Lotus Sametime erweitert.

Wie die Entwickler weiter bekannt gaben, wurden über 1700 Wünsche der Nutzer in der neuen Version berücksichtigt und mehr als 80.000 Einsendungen mit mehreren Millionen Zeilen Code verändert oder hinzugefügt. Ferner hat das Team mehr als 6500 Fehler behoben.

KDE 3.4 ist als Quellcode von download.kde.org erhältlich. Binärpakete werden in nächster Zeit von den Distributoren zur Verfügung gestellt. Alternativ kann man KDE mit den Binärpaketen auch auf CD erwerben, womit auch das Projekt gefördert wird. Zu KDE gehören die Basis-Bibliotheken, die eigentliche Desktop-Umgebung, eine integrierte Entwicklungsumgebung (KDevelop) und eine Vielzahl von größeren und kleineren Applikationen.

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