Ich verwende nicht sonderlich oft PDFs die etliche Features mit eingebaut haben, die ich ohne gsview nicht anzeigen könnte. Also meistens sind es halt Dokumente mit Bildern und Text.
Fehlen gsview rein PDF-technisch gesehen Dinge, die der Adobe Reader kann und die mir dann fehlen würden, würde ich endgültig von Adobe Reader weggehen? Oder handelt es sich bei den Adobe-Reader-Komponenten eher um zusätzliche Dinge, die sich auf das Drumherum der PDFs beziehen? Also sowas wie Yahoo-Toolbars und den ganzen Kram, den man zum Betrachten von PDFs eh nicht braucht.
Von Martin Röhricht am Do, 31. März 2005 um 16:27 #
> Fehlen gsview rein PDF-technisch gesehen Dinge, die der Adobe Reader kann
Also meines Wissens nach fehlten allen freien Readern immer irgendwelche Dinge, die aber wohl zum PDF Standard (also den neueren) gehören. Beispielsweise kannst Du mit LaTeX und dem hyperref Paket auch Formulare in PDF erzeugen. Ich denke daher, dass es grundsätzlich nichts geheimes ist. Problematisch war ferner, dass die meisten freien Programme auch ganz elementare Dinge noch nicht beherrschten, wie Textsuche oder auch das Auswählen und Kopieren von Text. Das könnte ja nun anscheinend mit dem neuen KPDF (basierend auf xpdf) schonmal klappen. In Debian sid befindet sich dieser aber noch lange nicht, von daher ...
Problematisch war ferner, dass die meisten freien Programme auch ganz elementare Dinge noch nicht beherrschten, wie Textsuche oder auch das Auswählen und Kopieren von Text.
Wegen der Textsuche nutze ich seit Jahren xpdf. Copy/Paste wünsche ich mir noch viel länger. Da Du zuvor von LaTeX schreibst: gibt's eigentlich einen DVI-Viewer mit Textsuche für Linux? Für PasTeX/AmigaOS gab's das schon, als in Braunschweig noch für Commodore entwickelt wurde - vor gefühlten vierhundert Jahren. Aber vielleicht ist DVI ähnlich obsolet wie die genannte Firma
Nachteil von DVI: es benötigt die TeX-Infrastruktur, wie emacs ein Betriebssystem für sich. dvipdf/pdflatex werfen Bitmaps für den eingestellten Drucker raus. Sieht mit PDF-Viewern auf dem Bildschirm grausam aus. pdflatex mit \usepackage{lmodern} wirft PDFs mit skalierbaren Fonts aus, die auch auf dem Bildschirm gut aussehen.
Nur ändert sich mit \usepackage{lmodern} die Formatierung - Absätze werden anders umgebrochen, sie werden tendenziell länger. Sollte die Annahme zutreffen, dass das "normale" TeX den bestmöglichen automatischen Schriftsatz zum Ergebnis hat, verschlechtert die Verwendung von lmodern das Ergebnis - auch wenn die Unterschiede im Vergleich zu Word/Openoffice & Co. nur unbedeutend sind.
Daher mag DVI doch nicht obsolet sein - über Meinungen dazu würde ich mich freuen.
Von Boris Jakubith am Fr, 1. April 2005 um 11:37 #
Soweit ich weiß, war DVI nie dazu gedacht, mit irgendwelchen Viewern mit etlichen Features betrachtet zu werden. Es war als "geräteunabhängiges" Zwischenformat (DVI = DeVice Independent) gedacht, aus dem später andere Darstellungsformate (wie z.B. PS, PDF, ...) generiert werden sollten. Die Umwandlung von vektoriellen Zeichendarstellungen in Bitmaps hat vielleicht ein bischen mit dem Alter von TeX und DVI zu tun. Ich weiß allerdings nicht, ob DVI nicht prinzipiell auch vektorielle Grafiken enthalten kann (wie z.B. die Zeichen eines bestimmten Zeichensatzes). (Jetzt müßte man wissen, woher man die Beschreibung dieses Darstellungsformates bekommen kann ...)
Vielleicht klingt das folgende etwas "altmodisch", aber: Wozu benötige ich in einem Darstellungsformat - denn darum handelt es sich bei PDF - so etwas wie Formulare? Dazu sind Dokumentenbeschreibungsformate (wie z.B. (La)TeX, (evtl.) SGML und XML sowie (mit Einschränkungen) HTML) viel besser geeignet, und Texte in diesen Formaten (einschließlich ausgefüllter Formulare) kann man später immer noch in ein Darstellungsformat überführen.
Von Daniel Baumann am Do, 31. März 2005 um 18:09 #
"Fehlen gsview rein PDF-technisch gesehen Dinge, die der Adobe Reader kann und die mir dann fehlen würden, würde ich endgültig von Adobe Reader weggehen?"
Nur Acrobat kann DRM geschuetzte PDF-Dokumente anzeigen (z.B. haeuffig bei sogenannten E-Books vohanden), nur Acrobat zeigt korrektes CMYK an.
Ich verwende nicht sonderlich oft PDFs die etliche Features mit eingebaut haben, die ich ohne gsview nicht anzeigen könnte. Also meistens sind es halt Dokumente mit Bildern und Text.
Fehlen gsview rein PDF-technisch gesehen Dinge, die der Adobe Reader kann und die mir dann fehlen würden, würde ich endgültig von Adobe Reader weggehen? Oder handelt es sich bei den Adobe-Reader-Komponenten eher um zusätzliche Dinge, die sich auf das Drumherum der PDFs beziehen? Also sowas wie Yahoo-Toolbars und den ganzen Kram, den man zum Betrachten von PDFs eh nicht braucht.
Also meines Wissens nach fehlten allen freien Readern immer irgendwelche Dinge, die
aber wohl zum PDF Standard (also den neueren) gehören. Beispielsweise kannst Du mit
LaTeX und dem hyperref Paket auch Formulare in PDF erzeugen. Ich denke daher, dass
es grundsätzlich nichts geheimes ist.
Problematisch war ferner, dass die meisten freien Programme auch ganz elementare
Dinge noch nicht beherrschten, wie Textsuche oder auch das Auswählen und Kopieren
von Text. Das könnte ja nun anscheinend mit dem neuen KPDF (basierend auf xpdf)
schonmal klappen. In Debian sid befindet sich dieser aber noch lange nicht, von
daher ...
Dinge noch nicht beherrschten, wie Textsuche oder auch das Auswählen und Kopieren
von Text.
Wegen der Textsuche nutze ich seit Jahren xpdf. Copy/Paste wünsche ich mir noch viel länger. Da Du zuvor von LaTeX schreibst: gibt's eigentlich einen DVI-Viewer mit Textsuche für Linux? Für PasTeX/AmigaOS gab's das schon, als in Braunschweig noch für Commodore entwickelt wurde - vor gefühlten vierhundert Jahren. Aber vielleicht ist DVI ähnlich obsolet wie die genannte Firma
Nachteil von DVI: es benötigt die TeX-Infrastruktur, wie emacs ein Betriebssystem für sich. dvipdf/pdflatex werfen Bitmaps für den eingestellten Drucker raus. Sieht mit PDF-Viewern auf dem Bildschirm grausam aus. pdflatex mit \usepackage{lmodern} wirft PDFs mit skalierbaren Fonts aus, die auch auf dem Bildschirm gut aussehen.
Nur ändert sich mit \usepackage{lmodern} die Formatierung - Absätze werden anders umgebrochen, sie werden tendenziell länger. Sollte die Annahme zutreffen, dass das "normale" TeX den bestmöglichen automatischen Schriftsatz zum Ergebnis hat, verschlechtert die Verwendung von lmodern das Ergebnis - auch wenn die Unterschiede im Vergleich zu Word/Openoffice & Co. nur unbedeutend sind.
Daher mag DVI doch nicht obsolet sein - über Meinungen dazu würde ich mich freuen.
Vielleicht klingt das folgende etwas "altmodisch", aber: Wozu benötige ich in einem Darstellungsformat - denn darum handelt es sich bei PDF - so etwas wie Formulare? Dazu sind Dokumentenbeschreibungsformate (wie z.B. (La)TeX, (evtl.) SGML und XML sowie (mit Einschränkungen) HTML) viel besser geeignet, und Texte in diesen Formaten (einschließlich ausgefüllter Formulare) kann man später immer noch in ein Darstellungsformat überführen.
Nur Acrobat kann DRM geschuetzte PDF-Dokumente anzeigen (z.B. haeuffig bei sogenannten E-Books vohanden), nur Acrobat zeigt korrektes CMYK an.