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Thema: Unerwartete Nebenwirkungen des Adobe Reader

2 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von TuxFfm am Sa, 2. April 2005 um 07:53 #
@ Walter:

irgendwie, trotz meiner riesen Wut über diese Entdeckung kann ich auch Deine Einstellung ein wenig verstehen. Dennoch, wenn es wirklich *nur* der Drittanbieter war ohne wissen von Adobe, dann ist es wohl nun Zeit das Adobe darauf reagiert, nicht war?

Wenn Adobe

1. diesen Drittanbieter abmahnt das dies nicht gewünscht ist

2. JavaScript aufgrund dieser "Lücke" abschaltet

3. DRM nochmal überdenkt

4. keine "Features" i.f. von Yahoo Toolbar mehr zulässt

dann, erst dann werde ich mich von Deiner Theorie, dass Adobe sowas gar nicht wollte überzeugen lassen. Solange das nicht passiert, neige ich eher dazu den meisten anderen hier zuzustimmen. Machen wir uns doch nichts vor, solange mit Software derart viel Geld verdient werden kann, wird sich im ClosedSource-Bereich rein gar nichts ändern, eher das Gegenteil!

Auch ich hätte mich fast gefreut, das ein "Grosser" die Zeichen der Zeit erkannt hat. Aber das wäre wohl das gleiche wie zu glauben, das der Überwachungsstaat nur gut für brave Bürger ist! Gut dass man auch wieder aufwacht!

Gruss
TuxFfm

  • Score: 3 Von Walter am Sa, 2. April 2005 um 21:12 #


    Warum sollte Adobe dies unterbinden wollen? Was hat Adobe da eigentlich damit zu tun? Es geht um eine Firma, die im Kundenauftrag PDFs so behandlet, daß der Eigentümer des PDFs feststellen kann, wie oft das Dokument gelesen wurde. Das geht halt in Richtung DRM und davon kann man halten was man will (ich halte nichts davon, aber das tut hier nichts zur Sache) aber Fakt ist, daß DRM-gesicherte Medien (Musik, Videos und eben auch ePaper) im grossen Stil kommen werden.



    Natürlich können wir uns an den Händen halten und den Kauf/Konsum von DRM-gesicherten Medien verweigern. Was die Industrie aber nicht interessieren (oder gar bemerken) wird, da der Prozenzsatz der Kaufverweigerer viel zu klein ist. Der Otto-Normal-Konsument weiss ja nicht mal, was DRM ist.



    Natürlich könnte Adobe jetzt hergehen und sagen "Wir wollen kein DRM" und JavaScript (und andere DRM-Features) aus PDF verbannen. Aber das käme einen Selbstmord gleich. Adobe macht sein Geld hauptsächlich im eBook Umfeld (Acrobat, Illustrator, FrameMaker, PageMaker, InDesign...). Wenn Adobe dann seiner (zahlenden) Kundschaft sagen muß "Sorry, aber DRM mit uns, das geht nicht, das machen wir nicht, weil das unserer 'nicht-zahlenden-Kundschaft' = AdobeReader Anwender das nicht gefällt.", dann geht die Kundschaft halt zur Konkurrenz (AKA M$). Damit ist niemanden (ausser M$) geholfen.



    Nochmal: JavaScript in PDF ist nichts neues, ein von JavaScript initierter Verbindungsaufbau zu einem Host im Netz auch nicht (Ich kenne JavaScript nur am Rande, aber mit XMLHttpRequest() geht sowas z.B.). Beschwert euch nicht bei Adobe, Beschwert euch bei Firmen, die DRM (oder eben view-Tracking) gesicherte Medien verscherbeln. Oder kauft sie euch einfach nicht.

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