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Thema: Unerwartete Nebenwirkungen des Adobe Reader

1 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Micha am Mi, 18. Mai 2005 um 23:22 #
Hallo,

es handelt sich um ein von Adobe lange angekündigtes und von vornherein geplantes Feature. In einer wenig beachteten deutschen Pressemitteilung vom November 2004 heißt es u. a.:
"Verbesserte Integration mit Adobe LiveCycle™ Server Software - Acrobat 7.0 ist ein wesentlicher Bestandteil der Adobe Intelligent Document Platform und eng mit der
Adobe LiveCycle Server-Software integriert. Dies ist Adobes Server-Produktlinie für Dokumenten-Services, die Menschen und Geschäftsprozesse miteinander verbindet. So schließt Acrobat 7.0 Professional das Tool
Adobe LiveCycle Designer für die Erstellung intelligenter Formulare ein. Anwender kreieren damit dynamische XML- und PDF-Formulare, die sie in Backend-Systeme integrieren können. Acrobat 7.0 Professional und Standard arbeiten zudem eng mit dem Adobe LiveCycle Policy Server für die Verwaltung und Überwachung vertraulicher elektronischer Dokumente zusammen. Durch die Verankerung von Sicherheitseinstellungen
direkt in den Dokumenten lassen sich die Rechte für Zugriff, Revision, Gültigkeit
und Widerruf kontrollieren und steuern."

Oder kurz gesagt: PDFs lassen sich über die Sicherheitseinstellungen mit Server-basierten Zugriffsrechten und ebenso fatal mit einem Verfallsdatum versehen. Der Dokumentenersteller kann gar sein Werk zurückziehen. Der Anwender, welcher nicht rechtzeitig das Dokument ausdruckt hat dann das Nachsehen - soviel zum Thema papierloses Büro.

Der ganze Skandal - und etwas anderes ist es nicht - erinnert ein wenig an den Windows-MedienPlayer, der seit dem DRM-Vertrauensbruch nicht mehr ins Kalkül gezogen werden kann.

So ist das mit den US-amerikanischen Werten; sie nennen es "intelligent" - für mich ist es nur primitiv.

Gruß
Micha

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