Das Wort Gehirnwäsche mag ich nicht in Verbindung mit der BPB und den Landeszentralen. Wer Orwells 1984 gelesen hat, mag ahnen, wohin Gehirnwäsche führen kann: zur willentlichen Verneinung der greif- und fühlbaren Realität. Und bei allem Respekt - ich denke, von orwellschen Zuständen sind wir in Deutschland noch weit entfernt.
Was mich an den Heften, die du ansprichst, auch stört, ist ihre nervige Langeweile, das Fehlen jeglichen didaktischen Gespürs. Kein Wunder, dass der Politikunterricht in allen Schulformen verhasst ist. Es ist das Laberfach par excellence, meist von wenig motivierten "linken" Lehrern unterrichtet, die schon froh sind, wenn ihre SchülerInnen im Unterricht nicht laut rülpsen oder mit Papierkügelchen schmeißen. Der gleiche Geist steckt auch in den BPB-Zeitschriften "Das Parlament", "Aus Politik und Zeitgeschchte" etc. Es sind müde aufbereitete Publikationen, die sich stets auf die immer gleichen Informationen und Aussagen zusammenfassen lassen. Insofern kann ich gut nachvollziehen, dass du allein von diesen Publikationen her kein gutes Bild von der BPB hast.
Auf der anderen Seite hat diese Einrichtung ihre Angebotspalette in den letzten Jahren aber erheblich erweitert und neben DVDs und CD-ROMs (deren technisches Niveau allerdings sehr fragwürdig ist, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann) auch Medien für Kinder und Jugendliche aufgenommen, die weit entfernt sind von dem üblichen Themenhefte-Blabla, was du aus den 80ern kennst (z.B. die Onlinejournale www.fluter.de oder www.hanisauland.de). Als Kritik lässt sich aber auch hier anbringen, dass die Inhalte dieser Angebote sehr auf Kognition abzielen, also wahrscheinlich nur von interessierten Gymnasiasten wahrgenommen werden. Wirkliche politische Bildung im Sinne einer grundlegenden Bevölkerungsbildung sieht anders aus.
Abschließend noch ein paar Anmerkungen in Bezug auf die Qualität der über die BPB erhältlichen Bücher (da ich schon mit einer gewissen Überraschung feststellen muss, dass hier im Forum Meinungen existieren, die sich wohl eher aus dubiosen Google-Quellen speisen und weniger aus konkreten Erfahrungen/Auseinandersetzungen). Meine letzten bestellten Publikationen waren:
1.) Medienerziehung früh beginnen (= Gutes Überblicksheft über die aktuelle Forschung. Die AutorInnen in dem Band sind allesamt etablierte und in der Praxis verankerte Fachleute) 2.) Handbuch Computerspiele (= Leider zu alt [1997]. Ansonsten objektiv und facettenreich. Die Gewaltthematik wird - entgegen anderer Medien - nur am Rande behandelt) 3.) Länderbericht Japan (= noch nicht gelesen, ist aber ein umfassender, thematisch weit gefasster Band) 4.) Ausländerpolitik in Deutschland (= sehr umfassend, sehr gut strukturiert, viele Hintergründe. Politische Einstellungen werden nicht vermittelt, das Buch beschränkt sich auf eine Darstellung der historischen Entwicklung von Einwanderungspolitik)
Das soll reichen. Anmerkungen und Auseinandersetzung mit dem Gesagten ist erwünscht, reine Trollerei oder Beleidigung wird von mir ignoriert. Und - nein - ich bin KEIN Lehrer und will auch niemanden bekehren. Ich denke nur, es ist mal an der Zeit, hier ein bisschen Hintergrund und Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen.
Was mich an den Heften, die du ansprichst, auch stört, ist ihre nervige Langeweile, das Fehlen jeglichen didaktischen Gespürs. Kein Wunder, dass der Politikunterricht in allen Schulformen verhasst ist. Es ist das Laberfach par excellence, meist von wenig motivierten "linken" Lehrern unterrichtet, die schon froh sind, wenn ihre SchülerInnen im Unterricht nicht laut rülpsen oder mit Papierkügelchen schmeißen. Der gleiche Geist steckt auch in den BPB-Zeitschriften "Das Parlament", "Aus Politik und Zeitgeschchte" etc. Es sind müde aufbereitete Publikationen, die sich stets auf die immer gleichen Informationen und Aussagen zusammenfassen lassen. Insofern kann ich gut nachvollziehen, dass du allein von diesen Publikationen her kein gutes Bild von der BPB hast.
Auf der anderen Seite hat diese Einrichtung ihre Angebotspalette in den letzten Jahren aber erheblich erweitert und neben DVDs und CD-ROMs (deren technisches Niveau allerdings sehr fragwürdig ist, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann) auch Medien für Kinder und Jugendliche aufgenommen, die weit entfernt sind von dem üblichen Themenhefte-Blabla, was du aus den 80ern kennst (z.B. die Onlinejournale www.fluter.de oder www.hanisauland.de). Als Kritik lässt sich aber auch hier anbringen, dass die Inhalte dieser Angebote sehr auf Kognition abzielen, also wahrscheinlich nur von interessierten Gymnasiasten wahrgenommen werden. Wirkliche politische Bildung im Sinne einer grundlegenden Bevölkerungsbildung sieht anders aus.
Abschließend noch ein paar Anmerkungen in Bezug auf die Qualität der über die BPB erhältlichen Bücher (da ich schon mit einer gewissen Überraschung feststellen muss, dass hier im Forum Meinungen existieren, die sich wohl eher aus dubiosen Google-Quellen speisen und weniger aus konkreten Erfahrungen/Auseinandersetzungen). Meine letzten bestellten Publikationen waren:
1.) Medienerziehung früh beginnen (= Gutes Überblicksheft über die aktuelle Forschung. Die AutorInnen in dem Band sind allesamt etablierte und in der Praxis verankerte Fachleute)
2.) Handbuch Computerspiele (= Leider zu alt [1997]. Ansonsten objektiv und facettenreich. Die Gewaltthematik wird - entgegen anderer Medien - nur am Rande behandelt)
3.) Länderbericht Japan (= noch nicht gelesen, ist aber ein umfassender, thematisch weit gefasster Band)
4.) Ausländerpolitik in Deutschland (= sehr umfassend, sehr gut strukturiert, viele Hintergründe. Politische Einstellungen werden nicht vermittelt, das Buch beschränkt sich auf eine Darstellung der historischen Entwicklung von Einwanderungspolitik)
Das soll reichen. Anmerkungen und Auseinandersetzung mit dem Gesagten ist erwünscht, reine Trollerei oder Beleidigung wird von mir ignoriert.
Und - nein - ich bin KEIN Lehrer und will auch niemanden bekehren. Ich denke nur, es ist mal an der Zeit, hier ein bisschen Hintergrund und Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen.