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Di, 5. April 2005, 11:02

Software::Desktop

Yankee Group sieht Windows- und Linux-Server Kopf an Kopf

Die Yankee-Group hat vor kurzem eine neue, »unabhängige« Vergleichsstudie zu Kosten- und Sicherheitsaspekten von Windows- und Linux-Servern vorgelegt.
Von ThomasS

Befragte US-Unternehmen schätzen die Kostenunterschiede der fortlaufenden Unterhaltung eines Windows- und eines Linux-Servers eher gering ein.

In der neusten Studie der Yankee Group antworteten 88% der befragten US-Firmen, dass Qualität, Leistung und Verlässlichkeit von Windows-Servern entweder gleich oder gar besser als die von Linux-Servern seien. Dies ist auch gültig unter der Voraussetzung, dass Linux kostenlos im Internet erhältlich und frei modifizierbar ist. Entscheidend ist, so Yankee Group-Analystin Laura DiDido, dass die Kosten nicht von der zugrundeliegenden Kernfunktionalität eines Betriebssystem abhänge. Die beiden Konkurrenten, so DiDido weiter, wachsen auf Kosten von Sun Microsystems Serversystemen, die ihre Blütezeit in den 90er Jahren während der Zeit der Popularisierung des Internets hatten.

In den seltensten Fällen sei es, sowohl in kleinen wie großen Firmen, üblich, dass die gesamte betriebliche IT-Struktur auf einmal umgestellt werde. Vielmehr zeigte sich, dass die Mehrzahl der Firmen einen Mix von Windows- und Linux-Systemen zur Erweiterung der Funktionalität ihrer Netzwerke bevorzugt. Einen weiteren Grund für die Ergebnisse der Studie sieht DiDido darin, dass Firmen die »total cost of ownership« von Serversystemen tatsächlich nicht bis ins Detail berechnen würden. Matthew Szulik, Geschäftsführer von Red Hat, sagte dazu: »Einige unserer Kunden berechnen die Kosten ihres Betriebssystems bis auf den Cent genau«.

Auch in Sachen Sicherheit sieht DiDido Windows-Server mit Linux-Systemen gleichziehen. Dies sei vor allem auf die neue Sicherheitsinitiative von Microsoft zurückzuführen, die nun Sicherheitsupdates im monatlichen Abstand vorsieht. Die befragten Firmen beantworteten die Frage nach der Sicherheit ihrer Serversysteme auf einer Rating-Skala von 1 bis 10. So verdoppelten Windows-Server ihre Sicherheitsnote auf 7,6, während Linux-Systeme mit 8,3 im Vergleich zum Vorjahr gleich eingeschätzt wurden.

Ein weiteren Schlüssel der Attraktivität von Windows für Firmen sieht DiDio in der Verfügbarkeit von Tools zur Softwareentwicklung wie Microsofts Visual Studio, gewissermaßen das Kernstück der anhaltenden Popularität von Windowssystemen. Generell sieht die Studie zufriedene US-Unternehmen, die meist von einem Mix aus Windows- und Linux-Servern, zugeschnitten auf die jeweils spezifischen Erfordernissen, profitieren. Insgesamt, so DiDido, brauchen Unternehmen mehr als einen Grund, um ihre Plattform gänzlich zu wechseln.

Laura DiDido dürfte den meisten Pro-Linux Lesern noch als eine der ersten Analysten in Erinnerung sein, die im Vorfeld der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen SCO und IBM mit der Meinung an die Öffentlichkeit trat, dass der von SCO behauptete Codeklau im Sinne einer 1:1 Kopie tatsächlich stattgefunden haben könnte.

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