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Mi, 6. April 2005, 11:36

Gesellschaft::Politik/Recht

Erneut Vorwürfe um GPL-Verletzungen bei MXS

Der Hersteller des Mac-Emulators CherryOS muss sich neuen Vorwüfen stellen, unerlaubt Code von GPL-Anwendungen in proprietären Produkten einzusetzen.

Bereits in der Vergangenheit wurden Klagen laut, wonach Maui-X Stream sich an unter der General Public Licence (GPL) freigegebenen Dateien freier Projekte wie PearPC und Mac-On-Linux freizügig bei der Entwicklung seines kommerziellen Programms bedient habe und die Quellen der eigenen Projekte nicht veröffentlichte. Die Entwickler des freien Projekts PearPC hatten ihre Software anhand von Fehlern und Eigenheiten in einer vorab veröffentlichten Demoversion von CherryOS erkannt. Die Vorwürfe der freien Entwickler wurden schon frühzeitig seitens des Herstellers zurückgewiesen, offenbar ist es aber dem Produzenten ein wenig unbehaglich bei CherryOS, denn laut Maui-X Stream wurde die Entwicklung des Emulators bis auf weiteres gestoppt.

Nun steht dem Hersteller ein neues Ärgernis ins Haus. Erneut erhebt der Kreis der Entwickler um PearPC schwere Vorwürfe gegen Maui-X Stream. Nach Angaben von »eventhorizon« im Forum von pearpc.net habe sich das Unternehmen bei der Entwicklung von VX30Encoder und VX30Live einer Reihe von Open-Source-Applikationen bedient. So hat »eventhorizon« angeblich Codefragmente oder gar vollständige Implementierungen von XviD, MplayerC, Mplayer, FileDropListCtrl, DEFLATE, Inflate und Jorbis in Lösungen von Maui-X Stream entdeckt. Laut Angaben des Autors gestaltet sich die Identifizierung des Codes recht mühsam, denn die Applikation ist gepackt. Alle Angaben beziehen sich auf Dumps des Speichers.

Eine Stellungnahme des Herstellers oder der beteiligten Projekte zu den neuen Vorwürfen steht noch aus.

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