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Do, 7. April 2005, 12:22

Software::Entwicklung

Monotone als BitKeeper-Alternative?

Wie Linus Torvalds bekannt gab, macht auch er sich jetzt auf die Suche nach einer Alternative zu BitKeeper.

Linus Torvalds, Vater des Linux-Kernels

LINUXMAG.com

Linus Torvalds, Vater des Linux-Kernels

Seiner Aussage zufolge ist er mit BitKeeper sehr glücklich und die Software habe große Auswirkungen auf die Kernel-Entwicklung gehabt. Vor allem bei der Vereinigung mehrerer Patches spiele BitKeeper seine Vorteile aus, da es die Arbeit mit viel spezialisierteren Änderungen an Stelle großer Änderungsblöcke erleichtere. Deshalb werde BitKeeper auch nicht sofort verschwinden, aber er werde Alternativen probieren und versuchen, den Kernelalltag ohne BitKeeper zu meistern, den er bisher als grau und trüb beschreibt.

Ein Linux-PPC-Entwickler sieht die Vorteile, die BitKeeper mit sich brachte, vor allem darin, dass Patches schneller in den Kernel gelangen, weniger Patches zurückgewiesen werden und dass ersichtlich ist, welche Änderungen bereits in Linus' Kernelbaum gelangten oder nicht. Diese Veränderungen im Entwicklungsverhalten sieht er allerdings nicht direkt in Features von BitKeeper begründet und hofft so, dass die Vereinigung von Änderungen auch zukünftig reibungslos erfolgen kann.

»Erzählt mir nicht immer von Subversion. Wenn ihr unbedingt wollt, dann informiert euch über Monotone. Es scheint die beste Alternative zu sein«, meint Linus außerdem. Über die noch ausstehenden Probleme mit Monotone seien die Entwickler bereits informiert und man solle deshalb davon absehen, diese unnötig zu »belästigen«. Mehrere Antworten auf seine Mail wiesen Linus auf Bazaar-NG hin.

Das Subversion-Projekt selbst veröffentlichte gestern einen offenen Brief, der beschreibt, weshalb Subversion für die Kernelentwicklung ungeeignet ist. Die Gründe dafür sind vor allem seine Zentralisierung und die mangelnde Führung von Abhängigkeiten zwischen Patches.

Monotone ist ein Versionskontrollsystem, welches Offlineoperationen genau wie eine dezentralisierte Entwicklung ermöglicht und eine Workflow-Engine implementiert - jeder Monotone-Client kann zusätzlich als Server dienen, womit die Entwickler nicht auf ein zentrales Repositorium angewiesen sind und Änderungen direkt untereinander austauschen können. Als Datenbank kommt eine eingebettete SQL-Datenbank zum Einsatz, in der auch die RSA-Zeritifkate, die clientseitige Authentifizierung erlauben, und Hashes über Datei-Inhalte ihren Platz finden, die die Datei-Versionsnummern ersetzen. Weitere Informationen bietet das Monotone-Handbuch.

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