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Di, 12. April 2005, 22:59

Software::Distributionen::BSD::DragonFly

DragonFly BSD 1.2

DragonFly BSD, die »logische Fortsetzung der FreeBSD 4-Serie«, ist in Version 1.2 erschienen.

Version 1.2 ist das zweite offizielle Release des Projektes. Version 1.0 erschien im Juli 2004. Grund der Abspaltung von FreeBSD war offenbar Unzufriedenheit mit dem radikalen Bruch, den FreeBSD 5 gegenüber Version 4 bedeutete. Die Entwickler glauben andererseits, daß FreeBSD 5 noch nicht ausreichend modernisiert ist, besonders im Hinblick auf SMP- und NUMA-Systeme. So liebäugelt DragonFly auch mit dem Einsatz in Clustern und in SMP-Systemen mit vielen Prozessoren, Aufgaben, für die weder FreeBSD 4 noch FreeBSD 5 gut geeignet sind.

Die Ziele, die sich das Projekt gesetzt hat, sind ehrgeizig und werden zur Realisierung wohl mehrere Jahre brauchen. Trotzdem soll zweimal im Jahr der aktuelle Projektstand stabilisiert und als offizielles Release freigegeben werden. Die Entwickler versuchen, ihre Ziele in kleineren Schritten zu erreichen, die die Stabilität nicht gefährden.

Gründer und einer der Hauptentwickler des Projektes, über das das Maskottchen »Fred« wacht, ist Matthew Dillon, der sowohl zu FreeBSD als auch zu Linux bedeutende Beiträge geleistet hat.

Version 1.2 von DragonFly BSD verfügt immer noch über den »Big Kernel Lock«, der SMP-Systeme ausbremst, doch dieser soll in einer der nächsten Versionen verschwinden. Große Fortschritte gab es im Netzwerk-Subsystem. Der TCP-Stack ist fast vollständig multithread-fähig. Der Namenscache, einer der Grundpfeiler der Dateisysteme, wurde neu geschrieben im Hinblick auf die Ziele des Projekts. Als Compiler wird standardmäßig GCC 2.95 verwendet, doch zukünftige Versionen werden auf GCC 3.4.x umsteigen.

DragonFly 1.2.0 kann als ISO-Image von zahlreichen Mirror-Servern heruntergeladen werden. Das Image ist zugleich Live-Image und Installationssystem. Man kann also zunächst von der CD in ein lauffähiges System booten, mit dem man die Kompatibilität seiner Hardware mit DragonFly testen kann. Allerdings enthält die CD nur das Basissystem. Zusätzliche Applikationen werden über das Ports-System installiert. Derzeit werden die Ports von FreeBSD 4 verwendet, so daß bereits tausende von Applikationen zur Verfügung stehen. Das Team plant aber auch in diesem Bereich Verbesserungen.

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