Im Grunde fällt mir jetzt nichts weiter ein, als dass Deb mehr kann als RPM. Beispielsweise Benutzer-geleiteter Konfigurationen. Das Spec-File eines RPM sah aber wesentlich simpler aus als vom Deb.
Dafür kann man ein deb-Paket jederzeit mit Boardmitteln und ohne besondere Tools ein- und auspacken. Aufgrund dieser Schlichtheit ist es auch sehr einfach, mal eben auf die Schnelle händisch ein Paket zusammenzuschnüren. Und auch die Paketabhängigkeiten lassen sich an jeder U*x Konsole einsehen.
IMHO hat sich deshalb dieses Format (in vereinfachter Form) zurecht auch unter Embedded Linux durchgesetzt.
Ein anderes gutes Beispiel für die Mächtigkeit von deb ist "apt-get dist-upgrade".
bekommst aber mit apt und rpm oft SAUMÄSSIGE abhängigkeitsprobleme oder ähnliches.
Ich hatte mal das "glück" sehen zu können, dass ich angeblich 2 verschiedene versionen einer Software in den gleichen verzeichnissen installiert hatte mit apt4rpm.
Mit deb formaten ist sowas überhaupt gar nicht zuläßig, es sei denn man gibt explizit "force" optionen an.
Von Kai F. Lahmann am Do, 14. April 2005 um 13:46 #
die Paketformate selbst nehmen sich nicht viel. Es sind mehr die strengen Benennungsregeln bei debian, die hier helfen. Bei einem rpm kann es einem schonmal passieren, dass eine libxyz.so.3 vermisst wird und man dafür das Paket xyz in Version 3 installieren muss, wird bei deb dann wirklich nach "Paket libxyz-3" gefragt. Dazu kommt die Aufteilung der Pakete, durch die man sich idr. viel sinnlosen Kram erspart.
Debs lassen sich per apt installieren und deinstallieren. Einen größeren Vorteil gegenüber RPMs gibt es wohl nicht und auch nichts, was diesen Vorteil auf seiten des RPM-Systems ausgleichen könnte.
Öhm.. Nein, kann man nicht. Wäre ja auch IMHO non-sens. Wie sollte das funktionieren? Im Debian-Paketpool liegen meines Wissens (nutze kein Debian) ja eh nur DEB-files. Da ich aber eine RPM basierte Distri (SuSE 9.2 mit Apt) nutze, nützen mir die nix. Es gibt andere Repositories, wo auch ne ganze Menge Software rumliegt. Hatte bisher erst 1 oder 2 Programme, die ich nicht über Apt4Rpm bei SuSE 9.2 bekommen hab. Man kann also auch ohne Zugriff auf den Debian-Paketpool gut leben
Mal von der technischen Seite betrachtet: Ich denke (habs net probiert), Apt4Rpm kann genauso gut die Debian-Server nutzen. Kannste dann aber net viel mit Anfangen, da Debian-Pakete andere Benennungsregeln haben als RPMs. Da das Auflösen von Abhängigkeiten aber über den Namen gemacht wird, bringt dir das dann net viel.
achso, es heißt apt4rpm; das erklärt natürlich, daß es nicht mit deb funktioniert -und wenn ich noch mal so drüber nachdenke eigentlich ne dumme Frage. Für mich war seinerzeit der Debian-Paketpool und das einfache Handling des Paketsystems ausschlaggebend für den Umstieg von SuSE/RedHat auf Debian. Kommt wohl auf die Paketauswahl an, aber ich hatte ständig Probleme, die benötigten Pakete zu finden und beim Installieren stets Abhängigkeitsprobleme. Debian war in der Hinsicht die "Erleuchtung" für mich. Nicht zuletzt hatte man hier auch viel schöner vorkonfigurierte Pakete.
Der Vorteil eines Debian-Paketmanagment ist es und war es schon vor Jahren, doch einfach mal eine Update zu machen oder eine neue Version einzuspielen. Und wieder und wieder .... Daran sind die meisten RPM-Distries meist irgendwie gescheitert. Ist neuerdings, mit nacherfundenen "apt", theoretisch auch möglich, aber praktisch wohl nicht so toll ... ?
Das einzige Problem, daß ich bei apt4rpm auf einer SuSE 9.1 ausmache, ist, daß ich (warum auch immer) bei komplett neuen Paketen zuerst die ursprüngliche SuSE 9.1-Version installieren muß, danach spielt apt4rpm die aktuellere aus der angegeben Quelle ein. Spätere Updates der Pakete verlaufen danach absolut reibungslos.
Eine Seite, die beides miteinander vergleicht kenne ich leider nicht aus dem Stehgreif, deshalb vergleiche ich selbst mal ein bisschen..
Beide Formate bieten als Paketmanager Installation und Deinstallation und Upgrade von Paketen an. Beide Formate sind in der Lage Paketabhängigkeiten aufzulösen. Der grösste Unterschied zwischen beiden dürfte weniger im Paketformat selbst als vielmehr in der Philosophie ihrer Anwendung liegen. Die meisten rpm-basierten Distributionen bieten alle paar Monate eine neue Version ihrer Software an, die grosse Teile des Systems austauscht, wenn es nicht sowiso sauberer ist gleich alles neu zu installieren. Zwischen diesen releases bekommt man meist nur Sicherheitupdates, die von einem Tool wie z.B. Yast heruntergeladen und eingespielt werden. Bei Debian gibt es zwar auch Releases, der Übergang zwischen ihnen ist aber fliessend. Eine Debian Installation kann man ständig auf dem neuesten Stand halten, indem man in der Konsole soetwas wie "apt-get update all" eingibt. Es werden nicht nur Sicherheitsupdates eingespielt, sonder tatsächlich neue Versionen von Programmen, wenn diese für den verwendeten Debian-Tree freigegeben wurden. Es gibt 3 Trees. Man könnte sie als Reifestufen bezeichnen. Die erste, am längsten getestete, stabilste und daher von den Programmversionen älteste heist "stable". Die mittlere heisst "testing" und der Tree, welcher die neuesten, ungetesteten Programmversionen enthält heisst unstable. Auch ein Up- oder Downgrade zwischen den Trees oder ein mischen von Programme aus verschiedenen Trees ist ohne weiteres möglich.
Ich schweife mal etwas ab...
Ähnlich mächtig und komplex ist wohl nur noch das (von BSD abgeschaute) Portage System von Gentoo. Bei Gentoo handelt es sich primär um ein sourcebasiertes System, d.h. es wird normalerweise jedes Paket vor der Installation automatisch aus den Quellen auf dem Installationsrechner kompiliert. Das bietet grösstmögliche Flexibilität und Eingriffmöglichkeiten für den Benutzer. So lassen sich z.B. die Compileroptimierungen festlegen (wieviel das bringt ist Gegenstand vieler Diskussionen zwischen Menschen, die offenbar nicht viel anderes zu tun haben..). Viel interessanter sind die sog. USE-Flags mit denen sich Paketabhängigkeiten beinflussen lassen. Das System ist mit dem "emerge" Tool ähnlich einfach auf dem neuesten Stand zu halten wie Debian. Nachteil der Geschichte sind natürlich die Zeit und der Festplattenplatz, die beim Kompilieren benötigt werden. Glücklicherweise kann emerge sowohl binäre Dateien installieren, als auch nach dem kompilieren selbst herstellen, so dass man, wenn man mehrere Rechner besitzt, die auf einem Rechner hergestellten Pakete (am besten in Zusammenarbeit mit den anderen Rechnern via Distcc) anschliessend auf den anderen installieren kann. Als Paketformat dient übrigens .tar.bz2.
...was mich zu Slackware bringt, welches .tar.gz einsetzt und meines Wissens über keinen speziellen Update-Mechanismus. Weiss da jemand mehr ?
Mein Nachtrag: Wie so Vieles bei Linux und die unzähligen Distr. kommt es auf die Vorlieben und dem Geschmack des Users an. Der Eine mag die Funktion und die Handhabung von .rpm, der Andere mag die Bodenständigkeit und die Zuverlässigkeit von .deb. Darum testen. Denn gut ist, wenn man mit beiden umgehen kann.
Hier fällt immer wieder das Schlüsselwort APT (Advanced Package Tool) in Verbindung mit DEB oer RPM (Paketformate). APT ist mit diesen aber schlicht und einfach nicht zu vergleichen, da es sich um eine Zwischenschicht handelt, die zwar die Pakete verwaltet, aber die Abhängigkeiten stecken in den DEB- und RPM-Paketen. Somit kann APT nicht in einem Vergleich zwischen DEB und RPM herangezogen werden.
Zu DEB wäre noch anzumerken, dass es das (so glaube ich) einzige Paketformat unter GNU/Linux ist, das mit Standardwerkzeugen auspackbar ist. Ein DEB ist nichts anderes als ein ar-Archiv, in dem wiederum zwei gepackte tar.gz-Archive schlummern. Wer's nicht glaubt, kann es ja mal ausprobieren.
Würd mich mal interessieren,wie den das nun in der Praxis ausschaut. -Werden Windowsrechner auf Linux umgesetzt? -Werden neu angeschaffte Rechner verwendet? -Wie wird vorhande Hardware genutzt,wenn sie genutzt wird und nicht Linuxtauglich ist durch Treibermangel. -Welche Schritte werden dort wie angegangen und umgesetzt? -Welche Probleme gab oder gibt es in welcher Art?
Eigentlich erfährt man sehr wenig über den wirklichen Ablauf.Es wird immer nur mit geprahlt,das sowas geschieht. Nur wirklich informativ ist es nicht. Da es eine öffentliche Behörde ist,sollte solche Informationen auch öffentlich sein,damit andere Interessierten davon profitieren können,finde ich.
Danke erst mal für die Links. Das Soundfile hat einiges an Fragen bei mir beantwortet. Es ist ja schon erschreckend das so viel (für mich) Kuddelmuddel an Hardware zusammen arebeitet und dadurch so eine Umstellung eine echte Hürde wird. Bin mal gespannt wie gut das abläuft und drück die Daumen. Gruß Udo
Von Harald Huthmann am Do, 14. April 2005 um 16:01 #
>Keine Ahnung aber was schreiben...
Doch Ahnung. (Nach etwas Einarbeitung) Behördendesktop installieren: /********/ apt-get install pysol /********/ Damit haben die dann ihre gewohnte Arbeitsumgebung.
Harald, wenn es einen Orden für Inkompetenz gäbe, du wärst Anwärter Nummer eins. Hast du dir mal überlegt, was für ein Anforderungsprofil eine Stadtverwaltung hat ? Sicherheit und Stabilität an erster Stelle verbunden mit "relativ" modernen Anwendungen. Das "relativ" beinhaltet, dass es nicht immer das modernste sein muss, weil auch etwas ältere Lösungen für die normale Büroanwendung durchaus ausreichend sind. Im modernen Büroalltag reichen in der heutigen Zeit Word 97, Excel 97 und ein 64 MB-Rechner immer noch aus (Aussage Ring deutscher Organisatoren) !
Diesen inflationären Microsoft-Trend "immer schneller, immer teurer" muss keine Verwaltung, aber auch kein Industriebetrieb mitmachen.
kann es sein das München deswegen Debian gewählt hat weil vielleicht die Enterprise Produkte von SuSE oder RedHat einfach zu teuer sind? Ich finde nämlich das SuSE bzw. RedHat mit dieser viel zu teuren Enterprise-Preis-Politik sich selbst keinen Gefallen tut. Was ist den z.B. so viel besser an Novell Desktop gegenüber SuSE Professional? zumahl der Preis von Novell Desktop auch nur für 1 Jahr Support ist! Da kann man doch eigentlich gleich Windows kaufen (für den Preis meine ich, da ja Windows für 5 Jahre supportet wird!)
Von Holger Blaschka am Do, 14. April 2005 um 15:32 #
Genau das ist das Problem: Wenn Du fuer Deine Linux-Kisten Lizenzen kaufen und zahlen musst, dann begibst Du Dich wieder in einen Vendor-Lock-In. Ich finde es mutig, dass es immer mehr Behoerden kapieren und Suse und Red Hat rausschmeissen und es durch "freie" Distributionen wie Debian ersetzen.
Debian dient bei immer mehr Projekten als "Basis" - man denke nur an Skole Linux oder die Linux-Projekte in Spanien.
Die PISA-Studie sollte man beim Ländervergleich nicht so ernstnehmen.
Ich würde mir einen Vergleich zwischen den einzelnen Schulformen, der Schülerzahlen und der sozialen Herkunft wünschen. Dass man hier mit dieser Schulpolitik davonkommt, würde mich nämlich stören.
Steht auch in der Pisastudie. Da kam raus, Gesammtschule ist scheiße, Realsuche geht so und Gymnasium ist um längen das beste. Gymnasiasten kamen im internationalen Vergelich auf Spitzenplätze, aber die Gesammschüler haben im Gesammtvergleich alles wieder runter gezogen... Eine vorherige Studie zu Gesammtschulen hat gescht, daß es mehr als dreimal so viele Gesammtschullehrer geben müßte wie bisher, damit die Schulform gut funktioniert... Zudem sind alle Lehrer völlig überarbeitet die durchschnittliche Arbeitszeit beträgt 9,3 Stunden pro Tag 365 Tage im Jahr für alle Schulformen... Um unser Schulsystem auf Vordermann zu bringen, müßten die jetzigen Gelder mindestens verfünfacht werden... Mehr als 30% der Schulstunden sind letzes Jahr wegen Lehrermangel ausgefallen und dieses Jahr wird es noch schlimmer werden... Das Durchschscnitliche alter des Lehrmaterials ist 10 Jahre. Bei den Lehrmaterialien in den naturwissenschaftlichen Fächern liegt das durchschnittliche Alter bei 20 Jahren.
Das macht je 1000 Einwohner einen Angestellten in der Stadtverwaltung - soviel find ich ist das gar nicht. Außerdem sind Behörden eigentlich immer recht uneffektiv (leider).
die schreiben von beschäftigten, dann müssten die arbeiter auch dazu zählen und dann wäre der wert nicht so entsetzenswert, zumal bei der münchner stadtverwaltung gerade im niedriglohnbereich kräftig leute (also vermehrt die arbeiter) vor die türe gesetzt werden. soviel zum thema sozialer arbeitgeber, die "großverdiener" haben natürlich einen sicheren job, egal ob sie was leisten oder nicht.
Nein! Wenn die in der freien Wirtschaft arbeiten müßten, hätten wir in diesem Fall 1400 Arbeitslose mehr (und die leider in der Rubrik "unvermittelbar").
Hartz IV (genauer gesagt, Arbeitslosgengeld II) läuft beim Arbeitsamt oder bei der ARGE (Arbeitsgemeinschaft zwischen Stadt und Arbeitsamt), also nicht direkt bei der Stadt. Mir hat ein Systemadministrator bei einer ARGE erzählt, dass Tests mit Wine erfolgreich verlaufen sein sollen.
Das wird lusttig. Wenige in der Landeshaptstadt München kennt sich mit Linux aus. Und davon noch mal eine kleine Minderheit und schon sind wir bei den Debian-Fans. Klar, die kennen sich im Normalfall bestens aus, aber was sind schon ca. 10 Debian-Profis für 14.000 Clients.
Danke
Im Grunde fällt mir jetzt nichts weiter ein, als dass Deb mehr kann als RPM. Beispielsweise Benutzer-geleiteter Konfigurationen. Das Spec-File eines RPM sah aber wesentlich simpler aus als vom Deb.
Aufgrund dieser Schlichtheit ist es auch sehr einfach, mal eben auf die Schnelle händisch ein Paket zusammenzuschnüren.
Und auch die Paketabhängigkeiten lassen sich an jeder U*x Konsole einsehen.
IMHO hat sich deshalb dieses Format (in vereinfachter Form) zurecht auch unter Embedded Linux durchgesetzt.
Ein anderes gutes Beispiel für die Mächtigkeit von deb ist "apt-get dist-upgrade".
NikN
Ich hatte mal das "glück" sehen zu können, dass ich angeblich 2 verschiedene versionen einer Software in den gleichen verzeichnissen installiert hatte mit apt4rpm.
Mit deb formaten ist sowas überhaupt gar nicht zuläßig, es sei denn man gibt explizit "force" optionen an.
Davon mal abgesehen ist Debian einfach die sicherste Distri am Markt und desshalb für Städte, Gemeinden, Firmen etc. bestens geeignet.
mohikaner
Gruß, die Tendenz.
davon dürfte es ruhig häufiger welche geben
Kann man denn damit auch auf den Debian-Paketpool zugreifen?
An sonsten wär der Vorteil ja nicht so riesig ...
Nein, kann man nicht.
Wäre ja auch IMHO non-sens.
Wie sollte das funktionieren?
Im Debian-Paketpool liegen meines Wissens (nutze kein Debian) ja eh nur DEB-files.
Da ich aber eine RPM basierte Distri (SuSE 9.2 mit Apt) nutze, nützen mir die nix.
Es gibt andere Repositories, wo auch ne ganze Menge Software rumliegt.
Hatte bisher erst 1 oder 2 Programme, die ich nicht über Apt4Rpm bei SuSE 9.2 bekommen hab.
Man kann also auch ohne Zugriff auf den Debian-Paketpool gut leben
Mal von der technischen Seite betrachtet:
Ich denke (habs net probiert), Apt4Rpm kann genauso gut die Debian-Server nutzen.
Kannste dann aber net viel mit Anfangen, da Debian-Pakete andere Benennungsregeln haben als RPMs.
Da das Auflösen von Abhängigkeiten aber über den Namen gemacht wird, bringt dir das dann net viel.
Für mich war seinerzeit der Debian-Paketpool und das einfache Handling des Paketsystems ausschlaggebend für den Umstieg von SuSE/RedHat auf Debian.
Kommt wohl auf die Paketauswahl an, aber ich hatte ständig Probleme, die benötigten Pakete zu finden und beim Installieren stets Abhängigkeitsprobleme. Debian war in der Hinsicht die "Erleuchtung" für mich.
Nicht zuletzt hatte man hier auch viel schöner vorkonfigurierte Pakete.
Daran sind die meisten RPM-Distries meist irgendwie gescheitert.
Ist neuerdings, mit nacherfundenen "apt", theoretisch auch möglich, aber praktisch wohl nicht so toll ... ?
bye brum
lg
Erik
(Ich kenne nur Mandrake)
Beide Formate bieten als Paketmanager Installation und Deinstallation und Upgrade von Paketen an. Beide Formate sind in der Lage Paketabhängigkeiten aufzulösen.
Der grösste Unterschied zwischen beiden dürfte weniger im Paketformat selbst als vielmehr in der Philosophie ihrer Anwendung liegen.
Die meisten rpm-basierten Distributionen bieten alle paar Monate eine neue Version ihrer Software an, die grosse Teile des Systems austauscht, wenn es nicht sowiso sauberer ist gleich alles neu zu installieren. Zwischen diesen releases bekommt man meist nur Sicherheitupdates, die von einem Tool wie z.B. Yast heruntergeladen und eingespielt werden.
Bei Debian gibt es zwar auch Releases, der Übergang zwischen ihnen ist aber fliessend. Eine Debian Installation kann man ständig auf dem neuesten Stand halten, indem man in der Konsole soetwas wie "apt-get update all" eingibt. Es werden nicht nur Sicherheitsupdates eingespielt, sonder tatsächlich neue Versionen von Programmen, wenn diese für den verwendeten Debian-Tree freigegeben wurden. Es gibt 3 Trees. Man könnte sie als Reifestufen bezeichnen. Die erste, am längsten getestete, stabilste und daher von den Programmversionen älteste heist "stable". Die mittlere heisst "testing" und der Tree, welcher die neuesten, ungetesteten Programmversionen enthält heisst unstable. Auch ein Up- oder Downgrade zwischen den Trees oder ein mischen von Programme aus verschiedenen Trees ist ohne weiteres möglich.
Ich schweife mal etwas ab...
Ähnlich mächtig und komplex ist wohl nur noch das (von BSD abgeschaute) Portage System von Gentoo. Bei Gentoo handelt es sich primär um ein sourcebasiertes System, d.h. es wird normalerweise jedes Paket vor der Installation automatisch aus den Quellen auf dem Installationsrechner kompiliert. Das bietet grösstmögliche Flexibilität und Eingriffmöglichkeiten für den Benutzer. So lassen sich z.B. die Compileroptimierungen festlegen (wieviel das bringt ist Gegenstand vieler Diskussionen zwischen Menschen, die offenbar nicht viel anderes zu tun haben..). Viel interessanter sind die sog. USE-Flags mit denen sich Paketabhängigkeiten beinflussen lassen. Das System ist mit dem "emerge" Tool ähnlich einfach auf dem neuesten Stand zu halten wie Debian. Nachteil der Geschichte sind natürlich die Zeit und der Festplattenplatz, die beim Kompilieren benötigt werden. Glücklicherweise kann emerge sowohl binäre Dateien installieren, als auch nach dem kompilieren selbst herstellen, so dass man, wenn man mehrere Rechner besitzt, die auf einem Rechner hergestellten Pakete (am besten in Zusammenarbeit mit den anderen Rechnern via Distcc) anschliessend auf den anderen installieren kann. Als Paketformat dient übrigens .tar.bz2.
...was mich zu Slackware bringt, welches .tar.gz einsetzt und meines Wissens über keinen speziellen Update-Mechanismus. Weiss da jemand mehr ?
Gruss Winston84
Mein Nachtrag: Wie so Vieles bei Linux und die unzähligen Distr. kommt es auf die Vorlieben und dem Geschmack des Users an. Der Eine mag die Funktion und die Handhabung von .rpm, der Andere mag die Bodenständigkeit und die Zuverlässigkeit von .deb. Darum testen. Denn gut ist, wenn man mit beiden umgehen kann.
Grusz
Hier fällt immer wieder das Schlüsselwort APT (Advanced Package Tool)
in Verbindung mit DEB oer RPM (Paketformate). APT ist mit diesen
aber schlicht und einfach nicht zu vergleichen, da es sich um eine
Zwischenschicht handelt, die zwar die Pakete verwaltet, aber die
Abhängigkeiten stecken in den DEB- und RPM-Paketen. Somit kann APT
nicht in einem Vergleich zwischen DEB und RPM herangezogen werden.
Zu DEB wäre noch anzumerken, dass es das (so glaube ich) einzige
Paketformat unter GNU/Linux ist, das mit Standardwerkzeugen
auspackbar ist. Ein DEB ist nichts anderes als ein ar-Archiv, in
dem wiederum zwei gepackte tar.gz-Archive schlummern. Wer's nicht
glaubt, kann es ja mal ausprobieren.
Gruß
L00NIX
-Werden Windowsrechner auf Linux umgesetzt?
-Werden neu angeschaffte Rechner verwendet?
-Wie wird vorhande Hardware genutzt,wenn sie genutzt wird und nicht Linuxtauglich ist durch Treibermangel.
-Welche Schritte werden dort wie angegangen und umgesetzt?
-Welche Probleme gab oder gibt es in welcher Art?
Eigentlich erfährt man sehr wenig über den wirklichen Ablauf.Es wird immer nur mit geprahlt,das sowas geschieht. Nur wirklich informativ ist es nicht.
Da es eine öffentliche Behörde ist,sollte solche Informationen auch öffentlich sein,damit andere Interessierten davon profitieren können,finde ich.
Gruß Udo
http://www.muenchen.de/Rathaus/referate/dir/limux/89256/
Einfach mal den Vortrag anhören.
Dazu wird es mit Sicherheit noch Infos geben.
Das Projekt beginnt ja jetzt erst richtig.
Gruß
Jörg
Das Soundfile hat einiges an Fragen bei mir beantwortet.
Es ist ja schon erschreckend das so viel (für mich) Kuddelmuddel an Hardware zusammen arebeitet und dadurch so eine Umstellung eine echte Hürde wird.
Bin mal gespannt wie gut das abläuft und drück die Daumen.
Gruß Udo
die Schlafmützen in der Stadtverwaltung
Gruß Harald
Ohne Worte
Doch Ahnung.
(Nach etwas Einarbeitung)
Behördendesktop installieren:
/********/
apt-get install pysol
/********/
Damit haben die dann ihre gewohnte
Arbeitsumgebung.
Gruß Harald
Aber im Ernst: Eine sinnvolle und vernünftige Entscheidung. Mit Debian stehen alle Wege offen und sie sind wirklich nicht herstellergebunden.
MfG Peschmä
Hast du dir mal überlegt, was für ein Anforderungsprofil eine Stadtverwaltung hat ? Sicherheit und Stabilität an erster Stelle verbunden mit "relativ" modernen Anwendungen. Das "relativ" beinhaltet, dass es nicht immer das modernste sein muss, weil auch etwas ältere Lösungen für die normale Büroanwendung durchaus ausreichend sind. Im modernen Büroalltag reichen in der heutigen Zeit Word 97, Excel 97 und ein 64 MB-Rechner immer noch aus (Aussage Ring deutscher Organisatoren) !
Diesen inflationären Microsoft-Trend "immer schneller, immer teurer" muss keine Verwaltung, aber auch kein Industriebetrieb mitmachen.
Ich finde nämlich das SuSE bzw. RedHat mit dieser viel zu teuren Enterprise-Preis-Politik sich selbst keinen Gefallen tut. Was ist den z.B. so viel besser an Novell Desktop gegenüber SuSE Professional? zumahl der Preis von Novell Desktop auch nur für 1 Jahr Support ist! Da kann man doch eigentlich gleich Windows kaufen (für den Preis meine ich, da ja Windows für 5 Jahre supportet wird!)
Debian dient bei immer mehr Projekten als "Basis" - man denke nur an Skole Linux oder die Linux-Projekte in Spanien.
Gruß
brötchen
Ich würde mir einen Vergleich zwischen den einzelnen Schulformen, der Schülerzahlen und der sozialen Herkunft wünschen.
Dass man hier mit dieser Schulpolitik davonkommt, würde mich nämlich stören.
Eine vorherige Studie zu Gesammtschulen hat gescht, daß es mehr als dreimal so viele Gesammtschullehrer geben müßte wie bisher, damit die Schulform gut funktioniert...
Zudem sind alle Lehrer völlig überarbeitet die durchschnittliche Arbeitszeit beträgt 9,3 Stunden pro Tag 365 Tage im Jahr für alle Schulformen...
Um unser Schulsystem auf Vordermann zu bringen, müßten die jetzigen Gelder mindestens verfünfacht werden...
Mehr als 30% der Schulstunden sind letzes Jahr wegen Lehrermangel ausgefallen und dieses Jahr wird es noch schlimmer werden...
Das Durchschscnitliche alter des Lehrmaterials ist 10 Jahre. Bei den Lehrmaterialien in den naturwissenschaftlichen Fächern liegt das durchschnittliche Alter bei 20 Jahren.
Schöne deutsche Schulwelt
Das glaubst du doch nicht im Ernst?
Die hier rechnen 3,3 Beschäftigte pro 100 Einwohner aus:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,351121,00.html