Von Christian Nobis am Di, 26. April 2005 um 10:22 #
Open Source Software schreiben. (Natürlich unterbrochen durch das Schreiben von Bewerbungen und das Reisen zu Bewerbungsgesprächen)
Zum Einen hält man sich dadurch in Form und bildet sich unter Umständen sogar weiter, zum anderen hat man dann sogar die Zeit, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben. Man wird von der Gemeinschaft unterstützt und kann dadurch etwas zurückgeben.
Und wer weiß, vielleicht sieht ja sogar ein potentieller Arbeitgeber den Quellcode und stellt einen aufgrunddessen ein.
Von anonymous coward am Di, 26. April 2005 um 10:47 #
Ich glaub auch, dass ein opensource die beste Bewerbung ist die man schreiben kann (jedenfalls für den IT Bereich) denn damit zeigt man
a) Das man programmieren kann (Der potenzielle arbeitgeber kann die qualität direkt bewerten) b) Das man enthusiastisch ist und bereit ist auch mal auf eigene Faust was zu machen c) Das man auch soziale Kompetenzen hat was zweifelsfrei zum führen eines open source projektes gehört
Disclaimer: /me arbeitet auch an open source projekten und hat dadurch schon mehre grosse Aufträge für Projekte bekommen.
"""/me arbeitet auch an open source projekten und hat dadurch schon mehre grosse Aufträge für Projekte bekommen."""
Wie klappt denn das?
Meine Mitarbeit bei Projekten war immer Stress, Flop, Ausbeutung duch die, die sich bessr selbst darstellen koennen (also auch die Lorbeeren fuer meinen Stress ernteten), ... bis zur Blockade meiner Ideen, die dann als ich wegging ploetzlich doch mit Trommelwirbel umgesetzt wurden. Mein Engagement hat fast (vom Kenntnisgewinn abgesehen, aber der war letztlich teuer bezahlt) nur Anderen, aber nicht mir genuetzt...
Hab ich ein unglueckliches Haendchen bei der Auswahl der Projekte oder ist sowas vielleicht auch schon Anderen passiert?
Ich bin ein schlechter Verkaeufer, ein schlechter Lehrer (fuer Lernunwillige, weil ich mich nicht durchetzen kann) eher so ein Tueftler-im-egenen-Labor-Typ oder Lexikon auf 2 Beinen und frueher auch gern "Geburtshelfer" bei Projektstarts oder (L)UG-Gruendungen.
Wenn Andere Probleme damit haben, dass ich kein Typ fuer Menschenauflaeufe bin, kann ich damit leben.
Aber ich hoffte (schon vor der Wahl des Studienfachs Informatik), dass ich langsam in Bereiche kaeme, wo Fakten zaehlen, statt Hierarchie, PR-Abteilung, Lautstaerke, Intrigen usw...
Das wird wohl, solange mein Kollegium nicht zu 100% aus Computern besteht, nicht besser werden...
Meine Erfahrungen im OSS-Bereich sind gleichermassen unangenehm, wie die im "normalen" Job. Nur wenn ich OSS meine Freizeit gebe, erwarte ich mehr Wohlfuehlen, als im Job.
Und meine Erfahrungen im normalen Job - IT-Branche, aber nicht Programmiererei - sind erheblich besser als meine (sehr geringen) Erfahrungen mit der OSS-Szene. In meinem bezahlten Job arbeite ich mit Programmierern ZUSAMMEN. In der OSS-Szene ist man als Nicht-Programmierer nur lästiges Beiwerk, und das wird einem dort auch sehr deutlich zu verstehen gegeben.
Deine schlechten Erfahrungen in Ehren! Aber ich möchte Dir an dieser Stelle deutlich widersprechen, denn die Reaktionen auf Deine Beiträge richten sich nach meiner Erfahrung nicht unbedingt danach, ob Du Programmierer bist oder nicht. Ich denke, es ist eher die Frage inwieweit Du tatsächlich etwas zu einem Projekt beitragen willst oder nicht! Manche Benutzer treten vehement mit starken Meinungen, dünnen Hintergrundwissen und wenig konkreten Beiträgen in Erscheinung. Dies ist wohl in Kreisen von OSS nicht sonderlich beliebt! Sehr häufig sind auch Paketierer, Schreiber von Dokumenten oder Artwork-Beiträge erwünscht und werden auch gerne aufgenommen. Der Bedarf an praktischer Hilfe ist also nicht ausschließlich auf das Programmieren beschränkt. Allerdings legt man nach meiner Erfahrung viel Wert auf praktische Beiträge in verschiedenster Form, nicht nur auf kritische Beiträge. So einfach das Prinzip FOSS sein mag, so wenig scheint es allerdings in eine eher konsum-orientierte Kultur zu passen. Da liegen wohl auch die Schwierigkeiten, die sich zwischen manchen Projekten und ihren potentiellen Mitstreitern oder Nutzern liegen.
Du unterstellst mir etwas das sich aus DEINEM dünnen Hintergrundwissen ergibt. Ich hatte mich als Übersetzer/Doku-Schreiber aus dem englischen/französischen/skandinavischen (ohne Finnland) Sprachraum und in den englischen/deutschen/französischen Sprachraum angeboten. Alles was kam war ein Link zu einem Programmier-Tutorial sowie saublöde Bemerkungen aus der Community. Ja, da schenke ich mir doch die Mitarbeit.
Von Helga Fischer am Di, 26. April 2005 um 15:19 #
Hallo,
ich will gerne glauben, daß es oftmals schwierig ist, sich in ein OpenSource-Projekt einzubringen. Je nach Community ist da eine gewisse Hartnäckigkeit angesagt und nicht immer ist klar, wo geht denn die Reise hin.
Aber sei sicher, gerade die wenig öffentlichkeitswirksamen Tätigkeiten sind die, die gefragt sind: Übersetzen, Tippfehler suchen, Testen, selber Dokumentation verfassen, Mails beantworten, Websites pflegen, Screenshots machen.
Als Tätigkeit hinter dieser Tätigkeit stehen dann wiederum Personen, die versuchen, anderen Lust auf den Einstieg zu machen und zu helfen, sich einzubringen.
Ich kann mir gut vorstellen, daß der Entwickler, der Dir die Doku so vorgeworfen hat, eventuell schlichtweg damit überfordert war, so mit Dir zu kommunizieren, daß Du Dich integriert gefühlt hast. Vielleicht gab es in diesem Projekt niemanden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Neuankömmlinge zu empfangen und in das Team zu integrieren.
Mein erster Versuch, mich in einem Projekt einzubringen, war auch nicht von Erfolg gekrönt - irgendwie wurde mir das Gefühl vermittelt, ich würde stören.
Bei OpenOffice.org lief das anders. Zwar hatte ich am Anfang auch keine Orientierung, aber ein freundliches Willkommen. Der Rest war mit Durchfragen und Dabeibleiben erledigt. Hat zwar auch gedauert, aber ich bin immer noch dabei - mal aktiver, mal weniger.
Also: Nicht aufgeben, durchbeißen (und gegebenenfalls ein anderes OS-Projekt suchen).
Un was soll Dein Kommentar uns sagen, Erbsenzähler? Wenn Du die Postings nicht begreifst auf die Du antwortest, dann lasse es lieber.
Aber um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, alles mal einfach formuliert: Wenn die von mir angebotenen Dienste nicht erwünscht sind, dann dränge ich mich nicht auf.
Ich selber habe schon recht viel Wissen in sehr vielen Bereichen, aber nichts im speziellen...das ist wohl mein Problem.
Was ich aber recht gut kann, ausgleichend wirken und andere zu etwas motivieren. Dokumente auf Fehler durchgucken ( leider nur Deutsch, Englisch ist nur lesend langsam möglich)
Die sog. wenig öffentlichkeitswirksamen Tätigkeiten würde ich machen, nur ich habe einige Anläufe gemacht und jedesmal bin ich irgendwie, zwar freundlich, ausgebootet worden. So dachte ich mir, naja werde wohl nicht gebraucht.
Also KDE kann immer Doku-Schreiber gebrauchen Und saublöde Bemerkungen bekommt man auch nicht zu hören. Bei Interesse
http://quality.kde.org/
besuchen und an die dort genannte Mailingliste schreiben. Oder hier im Forum Interesse bekunden. Dann kann ich mir den Freiwilligen schnappen bevor ihn ein anderes Subprojekt bekommt
Von Patrick Willam am Di, 26. April 2005 um 23:58 #
> als Übersetzer/Doku-Schreiber aus dem englischen/französischen/skandinavischen (ohne Finnland) Sprachraum und in den englischen/deutschen/französischen Sprachraum
Genau das suchen wir, da noch einiges an Doku (insbes. aus dem Norwegischen) ins Englische & Deutsche übersetzt werden muss. Bei uns (Skolelinux / Debian-edu) herrscht definitiv ein freundlicher Umgangston; ggf. manchmal etwas knapp, weil ergebnisorientiert.
Mit dem einen Link für Übersetzer kann ich nicht dienen, insbes. was die no->en/de Bereiche betrifft. Wir sind auf vielen Wegen/Kanälen zu erreichen; nimm doch einfach mal Kontakt mit uns auf (z.Bsp. im IRC): skolelinux.org/de - internationales Portal, deutscher Bereich skolelinux.de - Seite des deutschen Teams mit Info- & Koordinations-Wiki
Wir freuen uns über jeden, der konstruktiv mitarbeiten möchte. Beste Grüße, Patrick
-- Skolelinux * Freie Software für Schulen * vom Server bis zum Desktop * integriertes Netzwerkkonzept * automatische Installation & Konfiguration * internationalisiert & lokalisiert
Kolumbus: "Das ist Indien!". Vespucci: "Das ist ein eigener Kontinent!". Das Publikum nach Prüfung der Sachlage: "Vespucci hat recht. Dann nennen wir das Ding eben nach ihm."
Kolumbus war der Verkäufertyp, das marketingtechnische Blabla ist aber durchschaut worden; kommt ja durchaus vor. Vespucci hat ganz einfach Fakten geliefert.
[...] Hab ich ein unglueckliches Haendchen bei der Auswahl der Projekte oder ist sowas vielleicht auch schon Anderen passiert? [...]
nein, es hat mit die persönlich nichts zu tun. Es ist, wie Alles auf dieser Erde durch dei 2 thermodynamischen Gesetze gesteuert. Alle Leute haben nur ein bestimmtes Pensum an Energie zur Verfügung und sie nutzen es unterschiedlich. Du hast Faktwissen, die anderen haben gelernt sich durchzumogeln. Beides energetisch gleich.
Das was die Chefs gerne hätten, nämlich einen "verkaufsorientierten Ingenieur" ist nur eine Chimäre. Aber ich kann die verraten, auch die "Vertriebler" beneiden dich insgeheim - sie würden nämlich manchmal gerne auch einen Dreisatz so aus dem KOpf berechnen....
Gruesse aus Brisbane. Ich bin praktisch dabei ein open source projekt zum Thema Australien und Neuseeland zu entwickeln und suche dringend Leute die mehr technischer Verstaendniss als ich fuer die Sache haben.
Von Gerhard Kraushaar am Di, 26. April 2005 um 11:03 #
>Mit dem Projekt hofft der Verband talentierte Enthusiasten anzulocken, >die die Langzeitarbeitslosen in ihren Projekten als Mentoren unterstützen sollen.
Wer weiß, vielleicht sind ja auch unter den Langzeitarbeitslosen ein paar talentierte Enthusiasten, die noch gar nicht wussten wie talentiert sie eigentlich sind. Ich finde das Projekt wirklich gut. So etwas sollte man auch in Europa beginnen.
Yep! Hierzulande (aber vermutlich auch in anderen Ländern) wird so viel Potenzial liegen gelassen (bzw. in den Gängen einschlägiger Ämter sitzen gelassen). Unglaublich, was für eine Verschwendung sich die Gesellschaft erlaubt - und gleichzeitig wird an allen Ecken und Kanten gejammert. Zum Teil natürlich einfach, um die Preise für Angestellte schön niedrig zu halten, z.T. aber auch berechtigt.
doch die deutsche Bürokratie... Denn wenn du an diesem Projekt mehr als X Stunden in der Woche arbeitest, bist du ja nichtmehr "arbeitslos" also kein Geld. Mag sein das ich mich täusche und es doch super funktioniert, aber mein Satz oben beziehst sich auf den normalen Bürokratiewahnsinn in de und genau diese "Reaktion" von Vater Staat ist denkbar.
Es kommt drauf an ob es sich um bezahlte oder ehrenamtliche Arbeit handelt.
Vielleicht könnte man es sogar mit 1 Euro Jobs unterstützen. Die Entwicklung kostenloser OpenSource Lernsoftware zum Beispiel, wie sie oben erwähnt wurde, würde sicher die Bedingungen für 1 Euro Jobs erfüllen.
> Die Entwicklung kostenloser OpenSource Lernsoftware zum Beispiel, > wie sie oben erwähnt wurde, würde sicher die Bedingungen für 1 Euro > Jobs erfüllen.
Ausgezeichnete Idee. Es reicht nicht, dass mit 1-Euro-Jobs die Kommunen hemmungslos Arbeitsplätze abbauen. Jetzt können wir doch gleich noch ein paar teure Informatiker auf die Straße setzen.
Weiter so. Schlusslicht in Europa ist noch zu gut. Wie wärs mit Schlusslicht der Welt? Gründlich, wie wir Deutschen sind, schaffen wir das.
Keine Open-Source-Projekte für Langzeitarbeitslose, sondern nur solche, auf Technologien basierend, mit denen man Geld verdienen kann, denn nur dort, wo Geld verdient wird, wird investiert, und dort, wo investriert wird, da werden auch Arbeitsplätze geschaffen!
Oder wollen wir etwa, dass Langzeitarbeitslose auf ewig Langzeitarbeitslose bleiben?
Zum Einen hält man sich dadurch in Form und bildet sich unter Umständen sogar weiter, zum anderen hat man dann sogar die Zeit, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben. Man wird von der Gemeinschaft unterstützt und kann dadurch etwas zurückgeben.
Und wer weiß, vielleicht sieht ja sogar ein potentieller Arbeitgeber den Quellcode und stellt einen aufgrunddessen ein.
Bis denne denn
Christian
a) Das man programmieren kann (Der potenzielle arbeitgeber kann die qualität direkt bewerten)
b) Das man enthusiastisch ist und bereit ist auch mal auf eigene Faust was zu machen
c) Das man auch soziale Kompetenzen hat was zweifelsfrei zum führen eines open source projektes gehört
Disclaimer:
/me arbeitet auch an open source projekten und hat dadurch schon mehre grosse Aufträge für Projekte bekommen.
Wie klappt denn das?
Meine Mitarbeit bei Projekten war immer Stress, Flop, Ausbeutung duch die, die sich bessr selbst darstellen koennen (also auch die Lorbeeren fuer meinen Stress ernteten), ... bis zur Blockade meiner Ideen, die dann als ich wegging ploetzlich doch mit Trommelwirbel umgesetzt wurden. Mein Engagement hat fast (vom Kenntnisgewinn abgesehen, aber der war letztlich teuer bezahlt) nur Anderen, aber nicht mir genuetzt...
Hab ich ein unglueckliches Haendchen bei der Auswahl der Projekte oder ist sowas vielleicht auch schon Anderen passiert?
Grüße
Sascha
Da koennt ich genausogut meinen Realname hierein schreiben, wozu ich nicht bereit bin.
und lass mich raten der "grosse Auftraggeber" die russische Mafia??
Mir hat das Buch "Wie man Freunde gewinnt", ich glaub von Carnegie, geholfen.
Vor etlichen Jahren war ich in der Datenbankprogrammierung tätig und in der selben Situation, die Du schilderst.
Die Ursachen sind zu vielfältig, um "einfach mal so" abgehandelt zu werden.
Lies es und urteile selbst.
Es lohnt sich bestimmt.
Ansonsten empfehle ich ein gutes Verkäuferhandbuch.
_Nur_ gut auf einem Gebiet zu sein reicht heute nicht mehr.
Man muss es auch verkaufen können.
Wenn Andere Probleme damit haben, dass ich kein Typ fuer Menschenauflaeufe bin, kann ich damit leben.
Aber ich hoffte (schon vor der Wahl des Studienfachs Informatik), dass ich langsam in Bereiche kaeme, wo Fakten zaehlen, statt Hierarchie, PR-Abteilung, Lautstaerke, Intrigen usw...
Das wird wohl, solange mein Kollegium nicht zu 100% aus Computern besteht, nicht besser werden...
Meine Erfahrungen im OSS-Bereich sind gleichermassen unangenehm, wie die im "normalen" Job. Nur wenn ich OSS meine Freizeit gebe, erwarte ich mehr Wohlfuehlen, als im Job.
Deine schlechten Erfahrungen in Ehren! Aber ich möchte Dir an dieser Stelle deutlich widersprechen, denn die Reaktionen auf Deine Beiträge richten sich nach meiner Erfahrung nicht unbedingt danach, ob Du Programmierer bist oder nicht.
Ich denke, es ist eher die Frage inwieweit Du tatsächlich etwas zu einem Projekt beitragen willst oder nicht! Manche Benutzer treten vehement mit starken Meinungen, dünnen Hintergrundwissen und wenig konkreten Beiträgen in Erscheinung. Dies ist wohl in Kreisen von OSS nicht sonderlich beliebt! Sehr häufig sind auch Paketierer, Schreiber von Dokumenten oder Artwork-Beiträge erwünscht und werden auch gerne aufgenommen. Der Bedarf an praktischer Hilfe ist also nicht ausschließlich auf das Programmieren beschränkt.
Allerdings legt man nach meiner Erfahrung viel Wert auf praktische Beiträge in verschiedenster Form, nicht nur auf kritische Beiträge.
So einfach das Prinzip FOSS sein mag, so wenig scheint es allerdings in eine eher konsum-orientierte Kultur zu passen. Da liegen wohl auch die Schwierigkeiten, die sich zwischen manchen Projekten und ihren potentiellen Mitstreitern oder Nutzern liegen.
MfG
Wenn ich an Arbeit denke, denke ich auch sofort an Entlohnung.
Im ersten Sinne natürlich durch Geld.
Und noch wichtiger ist mir Anerkennung.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das mit der Anerkennung grad so ein Problem ist -vor allem in Deutschland.
Welche Motivationen gibt es denn sonst noch, welche mich ausdauernd dazu bringen, meine Zeit in OSS zu stecken?
Oder ist nur die Kritiksüchtigkeit einzelner das Problem?
ich will gerne glauben, daß es oftmals schwierig ist, sich in ein OpenSource-Projekt einzubringen. Je nach Community ist da eine gewisse Hartnäckigkeit angesagt und nicht immer ist klar, wo geht denn die Reise hin.
Aber sei sicher, gerade die wenig öffentlichkeitswirksamen Tätigkeiten sind die, die gefragt sind: Übersetzen, Tippfehler suchen, Testen, selber Dokumentation verfassen, Mails beantworten, Websites pflegen, Screenshots machen.
Als Tätigkeit hinter dieser Tätigkeit stehen dann wiederum Personen, die versuchen, anderen Lust auf den Einstieg zu machen und zu helfen, sich einzubringen.
Ich kann mir gut vorstellen, daß der Entwickler, der Dir die Doku so vorgeworfen hat, eventuell schlichtweg damit überfordert war, so mit Dir zu kommunizieren, daß Du Dich integriert gefühlt hast. Vielleicht gab es in diesem Projekt niemanden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Neuankömmlinge zu empfangen und in das Team zu integrieren.
Mein erster Versuch, mich in einem Projekt einzubringen, war auch nicht von Erfolg gekrönt - irgendwie wurde mir das Gefühl vermittelt, ich würde stören.
Bei OpenOffice.org lief das anders. Zwar hatte ich am Anfang auch keine Orientierung, aber ein freundliches Willkommen. Der Rest war mit Durchfragen und Dabeibleiben erledigt. Hat zwar auch gedauert, aber ich bin immer noch dabei - mal aktiver, mal weniger.
Also: Nicht aufgeben, durchbeißen (und gegebenenfalls ein anderes OS-Projekt suchen).
Helga
Es ist "freiwillig" !
Wer es freiwillig macht, ist super und okay,
wer es halt nicht möchte ist auch okay.
Warum dann Dein Kommentar?
gruss dirk
Aber um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, alles mal einfach formuliert: Wenn die von mir angebotenen Dienste nicht erwünscht sind, dann dränge ich mich nicht auf.
So, nun verstanden?
aber nichts im speziellen...das ist wohl mein Problem.
Was ich aber recht gut kann, ausgleichend wirken und andere zu etwas motivieren.
Dokumente auf Fehler durchgucken ( leider nur Deutsch, Englisch ist nur lesend langsam möglich)
Die sog. wenig öffentlichkeitswirksamen Tätigkeiten würde ich machen, nur ich habe einige Anläufe gemacht und jedesmal bin ich irgendwie, zwar freundlich, ausgebootet worden.
So dachte ich mir, naja werde wohl nicht gebraucht.
gruss dirk
Und saublöde Bemerkungen bekommt man auch nicht zu hören. Bei Interesse
http://quality.kde.org/
besuchen und an die dort genannte Mailingliste schreiben. Oder hier im Forum Interesse bekunden. Dann kann ich mir den Freiwilligen schnappen bevor ihn ein anderes Subprojekt bekommt
Doku schreiben? Hmm...nähere Info wären gut.
Kann sehr vieles, nur leider mässig Englisch.
Ja, das ist mein Nachteil, bin jetzt ja auch eifrig am lernen.;-)
gruss dirk
Genau das suchen wir, da noch einiges an Doku (insbes. aus dem Norwegischen) ins Englische & Deutsche übersetzt werden muss.
Bei uns (Skolelinux / Debian-edu) herrscht definitiv ein freundlicher Umgangston; ggf. manchmal etwas knapp, weil ergebnisorientiert.
Mit dem einen Link für Übersetzer kann ich nicht dienen, insbes. was die no->en/de Bereiche betrifft. Wir sind auf vielen Wegen/Kanälen zu erreichen; nimm doch einfach mal Kontakt mit uns auf (z.Bsp. im IRC):
skolelinux.org/de - internationales Portal, deutscher Bereich
skolelinux.de - Seite des deutschen Teams mit Info- & Koordinations-Wiki
Wir freuen uns über jeden, der konstruktiv mitarbeiten möchte.
Beste Grüße, Patrick
--
Skolelinux * Freie Software für Schulen * vom Server bis zum Desktop * integriertes Netzwerkkonzept * automatische Installation & Konfiguration * internationalisiert & lokalisiert
Solange Du mit Menschen zu tun hast, zählt der Bauch mehr als die Logic.
Das Verhältnis beträgt 80 zu 20.
Das beste Beispiel ist der iPod. Logisch spricht nichts für den Kauf dieses relativ teuren Gerätes.
Apple hat es aber geschafft, Gefühle zu wecken (wie übrigens mit all deren Produkten).
Denke an Kolumbus. Er hat Amerika entdeckt.
Und heißt es Kolumbien?
Nein, Amerigo Verspucci war der bessere "Verkäufer".
Wenn Du Erfolg haben willst, musst Du mit Menschen arbeiten und Ihnen bieten, was sie brauchen können.
Der Typ "verrückter Professor" braucht eine starke Marketingabteilung oder muss sich selbst mit seinem Marketing beschäftigen.
Sonst landest Du in einem namenlosem Grab
.
Wie sehen Deine Ziele aus?
P.S.: Sollte das hier zu umfangreich und offtopic sein, bitte ich, das lieber per eMail zu machen.
Kolumbus war der Verkäufertyp, das marketingtechnische Blabla ist aber durchschaut worden; kommt ja durchaus vor. Vespucci hat ganz einfach Fakten geliefert.
Moege meine Neugier mir erhalten bleiben und mein Alltag mir den notwendigen Input verschaffen.
nein, es hat mit die persönlich nichts zu tun. Es ist, wie Alles auf dieser Erde durch dei 2 thermodynamischen Gesetze gesteuert. Alle Leute haben nur ein bestimmtes Pensum an Energie zur Verfügung und sie nutzen es unterschiedlich. Du hast Faktwissen, die anderen haben gelernt sich durchzumogeln. Beides energetisch gleich.
Das was die Chefs gerne hätten, nämlich einen "verkaufsorientierten Ingenieur" ist nur eine Chimäre. Aber ich kann die verraten, auch die "Vertriebler" beneiden dich insgeheim - sie würden nämlich manchmal gerne auch einen Dreisatz so aus dem KOpf berechnen....
Und witzigerweise bin ich nichtmal gut im Kopfrechnen, bald 30 Jahre vor Silizium-Rechenprothesen haben ihre Nebenwirkungen.
werde auch den ganzen tag mit linux verbringen...
werde auch den ganzen tag mit linux verbringen...
Gruesse aus Brisbane.
Ich bin praktisch dabei ein open source projekt zum Thema Australien und Neuseeland zu entwickeln und suche dringend Leute die mehr technischer Verstaendniss als ich fuer die Sache haben.
>die die Langzeitarbeitslosen in ihren Projekten als Mentoren unterstützen sollen.
Wer weiß, vielleicht sind ja auch unter den Langzeitarbeitslosen ein paar talentierte Enthusiasten, die noch gar nicht wussten wie talentiert sie eigentlich sind.
Ich finde das Projekt wirklich gut. So etwas sollte man auch in Europa beginnen.
mir fehlen die worte.
absolute spitze
hoffe auf ein ähnliches project bei uns
Denn wenn du an diesem Projekt mehr als X Stunden in der Woche arbeitest, bist du ja nichtmehr "arbeitslos"
also kein Geld. Mag sein das ich mich täusche und es doch super funktioniert, aber mein Satz oben beziehst sich
auf den normalen Bürokratiewahnsinn in de und genau diese "Reaktion" von Vater Staat ist denkbar.
Vielleicht könnte man es sogar mit 1 Euro Jobs unterstützen. Die Entwicklung kostenloser OpenSource Lernsoftware zum Beispiel, wie sie oben erwähnt wurde, würde sicher die Bedingungen für 1 Euro Jobs erfüllen.
> wie sie oben erwähnt wurde, würde sicher die Bedingungen für 1 Euro
> Jobs erfüllen.
Ausgezeichnete Idee. Es reicht nicht, dass mit 1-Euro-Jobs die Kommunen hemmungslos Arbeitsplätze abbauen. Jetzt können wir doch gleich noch ein paar teure Informatiker auf die Straße setzen.
Weiter so. Schlusslicht in Europa ist noch zu gut. Wie wärs mit Schlusslicht der Welt? Gründlich, wie wir Deutschen sind, schaffen wir das.
Oder wollen wir etwa, dass Langzeitarbeitslose auf ewig Langzeitarbeitslose bleiben?
Wenn man da eine gewisse Stundenzahl überschreitet ist man dran...
gruss dirk