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Fr, 29. April 2005, 13:23

Software::Business

Brasilien will Ministerien zum Einsatz von Open Source verpflichten

Laut einem Bericht von ZDNet arbeitet die brasilianische Regierung gerade an einem Dekret, dass Ministerien gesetzlich zum Einsatz von Open-Source-Software(OSS) verpflichten soll.
Von ThomasS

Das kurz vor seinem Erlass stehende Dekret soll Ministerien dazu verpflichten, grundsätzlich OSS einzusetzen. Lediglich im Falle, dass Ministerien nachweisen können, dass der Einsatz von proprietärer Software notwendig ist, sollen die Ämter von diesem Grundsatz abrücken können. Gegenwärtig wird OSS nur in 7 von 22 Ministerien eingesetzt, das geplante Dekret soll dieser Situation begegnen.

Einige Bedenken zu den Plänen der Regierung kommen von Jaques Rosenzvaig, dem Geschäftsführer des brasilianischen Linux-Distributors Conectiva, der sich keinen wesentlichen Schub für den vermehrten Einsatz von OSS im öffentlichen Sektor verspricht: "Einige Regionen in Brasilien haben bereits derartige Gesetze, ohne dass dies den Einsatz von OSS nennenswert erhöht hätte. Die Krux ist nicht die Einführung derartiger Gesetze, sondern ihre konsequente Durchsetzung" Angesichts solcher Zweifel plädiert Rosenzvaig eher dafür, dass die brasilianische Zentralregierung geeignete Voraussetzungen für einen offenen Wettbewerb unter den relevanten Herstellern schafft.

Die Initiative der Zentralregierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich auch Software-Riese Microsoft offenbar entschlossen hat, seine Pläne für eine abgespeckte XP-Homeversion in ärmeren Ländern etwas aufzumöbeln. Es hat allerdings den Anschein, als folge die brasilianische Zentralregierung lieber den früheren Empfehlungen des MIT-Direktors Walter Bender, der Brasilien dringend aus Gründen des günstigeren Kosten- und Leistungsverhältnisses zum Einsatz von quelloffener Software geraten hatte.

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