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Mi, 11. Mai 2005, 12:10

Unternehmen

Microsofts letzte Benchmark-Studie sieht Linux vorn

In einer von Microsoft finanzierten Benchmark-Studie kommen Tester von Veritest zu dem Ergebnis, dass Linux in einigen Bereichen ebenbürtige oder sogar deutlich bessere Ergebnisse erzielt als Microsofts Win2k3-Server.
Von ThomasS

Vergangene Studien des Redmonder Softwareriesen dienten in der Regel ausnahmslos dazu, die Überlegenheit eigener Produkte herauszustreichen. So hatte ein Test von Veritest in 2003 noch unmissverständlich die Überlegenheit der eigenen Produkte bestätigen können. Eine neuere von Microsoft gesponserte Studie scheint dieses Bild nun anzukratzen.

Eine von Veritest durchgeführte Benchmark-Studie in Sachen Performance kommt zu dem überraschenden Resultat, dass Linux, hier Red Hats Advanced Server (RHAS) in vielen Bereichen gleichwertig oder in einigen Testfeldern sogar die Nase vorn hat. Getestet wurde Microsofts Win2k3 gegen zwei verschiedenen Konfigurationen des RHAS, d.h. in den Kombinationen RHAS/Apache/TUX und RHAS/Apache.

Die Zahlen des Berichts bescheinigen Win2k3 auf Systemen mit acht Prozessoren bei der Bearbeitung von Anfragen für statische Inhalte die besten Ergebnisse. Im Vergleich dazu erhielten die Tester auf RHAS in Kombination mit Apache und TUX auf einem Einprozessor-System überraschenderweise vergleichbare Resultate.

Im Testfeld dynamischer Workloads, bestehend aus 80% statischen und 20% CGI-Inhalten, zeigt der Vergleich, dass Win2k3 mit einem Prozessor eine um 4% höhere Performance gegenüber Linux aufweisen kann. Dieser Wert erhöht sich bei Systemen auf acht Prozessoren im Vergleich auf 12 %.

Im Testfeld E-Commerce mit 76% statischen Inhalten, 16% CGI und 8% SSL-basierten Inhalten (statisch und CGI) fanden die Tester heraus, dass RHAS seine Stärken mit steigendem Workload gegenüber Win2k3 ausspielen kann, was den Schluss auf eine bessere Skalierbarkeit von RHAS nahelegt. Beim prozentualen Anstieg von bearbeiteten Anfragen je Sekunde auf Systemen mit acht Prozessoren zeigen beide Systeme für dynamische Inhalte vergleichbare Werte. Im Bereich E-Commerce-Workload hinkt Win2k3 deutlich hinter den beiden Testkonfigurationen des Konkurrenten hinterher.

Ob solche Testberichte überhaupt einen effektiven, d.h. sichtbaren Einfluss auf Unternehmensentscheidungen pro oder contra Linux haben können, bleibt abzuwarten. Zumindest scheinen aber Testergebnisse nicht mehr ganz so mühelos verwertbar in Microsofts "Get the facts".

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