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Do, 19. Mai 2005, 10:57

Software::Distributionen::Canonical

Ausblicke auf Ubuntus nähere Zukunft

Auf der LinuxWorld Expo in Sandton Convention Centre/Südafrika hat Mark Shuttleworth in seiner Eröffnungsrede einen Blick in die nähere Zukunft von Ubuntu und die Zukunft des PCs getan.
Von ThomasS

Auf der Konferenz wurde der lokale Kooperationspartner von Ubuntu, Obsidian Systems, benannt, der auch schon für Red Hat Supportdienste in Südafrika anbietet. In seiner Rede machte der Ubuntu-Initiator deutlich, dass man bei Ubuntu großes Gewicht auf das Ökosystem um die Distribution legt: "Leute, die heutzutage Windows benutzen, rufen Microsoft nicht wegen Support an. Es ist das Ökosystem um das Betriebssystem herum, das es am Leben hält. Der Support aus der Community diktiert den Erfolg eines Produkts." Shuttleworth hofft mit einem lokalen Partner noch mehr südafrikanische Unternehmen zum Einsatz von Ubuntu bewegen und damit auch die lokale Wirtschaft auf Dauer stärken zu können. Shuttleworth betonte in seiner Rede die Bedeutung lokaler Entwicklungen und Innovationen für die Wirtschaft Afrikas: "Wir sind gut positioniert zur Herstellung von Software für entstehende Märkte, insbesondere in Afrika."

Im Hinblick auf Ubuntu kündigte er für das vermutlich im Oktober 2005 erscheinende Ubuntu-Release mit dem Codenamen "Breezy Badger" eine verbesserte Unterstützung für mobile Technologien an. Nach seiner Ansicht ist die Unterstützung für mobile Technologien unter Linux noch technisch unausgereift. Diesem Umstand soll Breezy Badger Rechnung tragen, das eine verbesserte Unterstützung für PDAs und Wireless LAN mitbringen soll und mehr Hardware unterstützen wird. Darüberhinaus arbeitet man z. Zt. am Linux-Terminal-Server-Projekt (LTSP), mit dem Ubuntu von Haus aus Thin-Client Computing unterstützen soll. Ehrgeizig sind auch die Pläne zu einer eigenen Distribution für das Bildungswesen mit dem Namen Edubuntu. Einen Release-Termin gibt es zwar noch nicht, dennoch erhofft man sich, dass Edubuntu in naher Zukunft ein gutes Referenzmodell für den Linux-Desktop an Schulen und Universitäten wird.

In seiner Rede betonte der Ubuntu-Gründer auch die wachsende Bedeutung des Open-Source-Modells in immer mehr Bereichen der globaler Zusammenarbeit, etwa in der Kunst oder vielen Geschäftsbereichen. Besonders werden bestimmte Open-Source-Tools wie etwa Patch, Diff oder Email ausserhalb ihres traditionellen Einsatzbereichs zunehmend zum gemeinsamen Entwickeln und Austausch von Ideen an Bedeutung gewinnen. Insbesondere die übergreifende Koordination des Austauschs von Informationen in der Form strukturierter Dokumenten wird nach seiner Ansicht immer wichtiger werden. Damit wird die Bedeutung des PCs als Werkzeug für Kooperationen jeglicher Art in den nächsten zehn Jahren, mit der steigenden Zahl von High-Speed-Anschlüssen, enorm zunehmen.

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