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Mo, 23. Mai 2005, 16:51

Bürgermeister will »What the Hack« verhindern

Die Organisatoren der alle vier Jahre - diesmal unter dem Titel »What the Hack« - in den Niederlanden stattfindenden Outdoor-Hacker-Konferenzen, wurden vom Bürgermeister des Veranstaltungsortes Boxtel informiert, dass er die notwendige Veranstaltungsgenehmigung verweigern will.

Der Bürgermeister von Boxtel, J.A.M. van Homelen, begründet seine ablehnende Haltung mit »Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung«, die von einer Hacker-Konferenz ausgehen würde. Die Organisatoren verweisen allerdings, dass es es in der 16-jährigen Geschichte dieser Veranstaltung keinen einzigen Zwischenfall, der diese Angst rechtfertigen könnte - weder auf der Konferenz, noch online, gegeben hatte. »Der Bürgermeister scheint ein falsches Verständnis davon zu haben, was wir Hacker auf Konferenzen tun«, so Rop Gonggrijp, Organisator der Veranstaltung, Mitbegründer des ersten holländischen Internet Providers XS4ALL und Herausgeber des 80er-Jahre Hacker Magazins »Hack-Tic«. »Ja, wir glauben, dass es wichtig ist Sicherheitsprobleme bei Computern aufzudecken und sie öffentlich zu machen. In fremde Computer einzubrechen ist allerdings ein Nebenthema für uns. Bei unseren Teilnehmern handelt es sich um verantwortungsbewusste Hacker. Die meisten von ihnen beschäftigen sich mit dieser Materie bereits seit Jahren professionell in IT-Unternehmen.«

Das größte europäische Hacker-Camp soll vom 28. bis 31. Juli 2005 in Liempde, Gemeinde Boxtel, Niederlande, auf einem großen Veranstaltungs- und Campinggelände stattfinden. Laut angaben der Organisatoren werden mehr als 3.000 Teilnehmer aus aller Welt erwartet. Zentrale Themen von »What the Hack«, zu denen Vorträge und Workshops angeboten werden, sind aktuelle Tendenzen zum Überwachungsstaat, die drohenden Risiken von biometrischer Erfassung und RFID-Chips, die Auswirkungen von Software-Patenten in Europa, Selbsthilfe beim Schutz der eigenen Daten, Auslotung von Möglichkeiten für drahtlosen Internetzugang in Entwicklungsländern, verschiedenste Aspekte der Computersicherheit und vieles mehr.

Die Veranstalter wollen, wenn nötig, rechtliche Schritte gegen das Verbot von »What the Hack« einlegen.

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