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Di, 24. Mai 2005, 11:35

Gemeinschaft

OSDL entlässt Mitarbeiter

Im Zuge einer Neuformierung der Open Source Developement Labs (OSDL) werden Angestellte in verschiedenen Bereichen gekündigt, darunter auch einige erfahrene Kernel-Programmierer.
Von ThomasS

Die Stellenstreichung betrifft neun der insgesamt 57 Angestellten des in Beaverton, Oregon ansässigen gemeinnützigen OSDL. Über 50% des Personals sind nach Aussage von Geschäftsführer Stuart Cohen Entwickler. Die angekündigten Stellenstreichungen der OSDL sind die Konsequenz einer Neubewertung bisheriger Prioritäten innerhalb der Organisation, deren Auswirkungen nur deshalb so drastisch ausfallen, weil die OSDL eine sehr kleine Organisation seien, so Marketing-Chef Pratt. Die beschlossenen Stellenstreichungen betreffen die Bereiche Software-Entwicklung, Verkauf, Marketing und die Abteilung für interne Computer-Operationen.

Die OSDL, die sich als "Gravitationszentrum der Bewegung um Linux" herum verstehen, wollen sich zukünftig mehr nach Europa und Asien ausrichten, sagte Marketing-Direktor Nelson Pratt. In Planung sind unter anderem ein Büro in Europa sowie weitere Zweigstellen China und Korea. Die OSDL werden auch zukünftig weiter aktiv im Programmierbereich bleiben, die Stellen von Linus Torvalds, Andrew Morton und des für Linux-Sicherheit zuständigen Chris Wright werden dem Rotstift nicht zum Oper fallen. Unverändert wird auch die bisherige Aufgabenstellung der OSDL bleiben. Auch zukünftig sieht man sich als Treffpunkt oder Marktplatz für alle relevanten Gruppen zum Austausch von Meinungen und Informationen: "Wir wollen der Treffpunkt sein für Nutzer, Hersteller und Community, wo technische, juristische und geschäftliche Sachen diskutiert werden. Unsere Arbeitsgruppen werden zu Anlaufstellen, wo Belange von Daten-Zentren und Probleme des Linux-Desktops gelöst werden", so Cohen. Die bisherigen thematischen Schwerpunkte innerhalb der OSDL umfassen High-End-Server, Ausrüstung für den Bereich Telekommunikation und Desktop-Computer.

Nicht alle stimmen der Selbst-Charakterisierung der OSDL als "Graviationszentrum der Bewegung um Linux" zu, so z.B. der hochrangige Linux-Entwickler Greg Kroah-Hartman. Er hatte in seinem Blog als Reaktion auf die Streichungen der OSDL zu bedenken gegeben, dass nun eine Reihe erfahrener Kernel-Programmierer auf der Straße stehen und sich einen neuen Job suchen müssten.

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