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Thema: Freie Software nun auch für Indien

18 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von rob am Mi, 1. Juni 2005 um 00:44 #
Salve,

"ein Ruck" müsste durch die OSS Welt gehen und
neben den Programmen müsste jede Manpage, jedes
Howto in die benötigen Sprachen übersetzt sein,
bzw. neu/parallel geschrieben verfügbar sein.

Da fehlt es auch in Deutsch an vielen Texten.

Desweiteren Multimedia-tutorials/videos
Lernmaterial mit denen man seinen Kenntnisstand
selber überprüfen kann und neue Lernschwerpunkte
erkennen kann.

IT-Nutzung bedaf viel mehr als nur übersetzte
Programme.

Nicht die Programmqualität, sondern zunehmend
die Dokumenatation/Tutorials werden "Bremsen"
bei der OSS Verbreitung sein.

Gruß
rob

  • Score: 3 Von pinky am Mi, 1. Juni 2005 um 01:01 #
    Es sieht so aus, als ob du ein Problem erkannt hast. Ich hoffe du arbeitest jetzt auch an entsprechenden Lösungen und vergeudest deine Zeit nicht mit zu vielen news-Kommentaren ;)
    Score: 3 Von theBohemian am Mi, 1. Juni 2005 um 02:48 #
    > "ein Ruck" müsste durch die OSS Welt gehen und
    > neben den Programmen müsste jede Manpage, jedes
    > Howto in die benötigen Sprachen übersetzt sein,
    > bzw. neu/parallel geschrieben verfügbar sein.
    Lies mal die Meinungen bei anderen Newsmeldungen. Verbreitet sind leider solche Aussagen wie: "Freie Software XY ist zwar ganz nett, aber ich warte noch ein bischen, bis es ausgereift ist."

    Zur Ankündigung von deshalbfrei.org habe ich unter anderem den folgenden Kommentar gefunden: "Naja ich werde das Wiki weiter beobachten, mal sehen ob sich alles zum besseren wendet." (von http://www.oss-europe.org/viewtopic.php?t=441)

    Also ich bin auch für den Ruck, aber hierzulande wird IMHO freie Software noch zu sehr als "kostenlos und zufällig quelloffen" verstanden, was von irgendwo her kommt und man nix für tun braucht (Sorry an alle fleissigen Helfer aus dt. Landen, ihr seid nicht gemeint).

    Das freie Software einfach mal enorm praktisch ist je weiter sie sich entwickelt und je mehr sich daran beteiligen scheint sich IMHO zu langsam zu verbreiten. (Hm, wär ein guter Artikel für deshalbfrei.org ...) Mal gucken wie sich das in Zukunft in Indien und Brasilien verhält. :)

    • Score: 3 Von XPerte am Mi, 1. Juni 2005 um 03:24 #
      Da sollte sich niemand irgendwelchen Traeumereien hingeben. Die meisten Benutzer sind passive Konsumenten. Wenn es was umsonst gibt, wird es genommen. Linux=kostenlos ist die verbreitete Meinung. Und daran ist die Community nicht ganz unschuldig, schliesslich wird oft genung mit "kostenlos" geworben. In dem Medien heisst faellt im Zusammenhang mit Linux auch der Begriff "Freeware". "Freeware" bedeutet fuer Joe Sixpack eben kostenlos. Saugen, benutzen und fertig. Mit der Aussage, dass man sich doch bitte auch an der Weiterentwicklung beteiligen soll, duerfte man mehr Leute verschrecken als anziehen.

      Hier sehe ich auch Kapazitaetsprobleme fuer die Zukunft, denn die Menge der aktiv Beteiligten wird im Vergleich zur Masse der passiven Konsumenten nur sehr sehr langsam wachsen. Und die Masse hat natuerlich Ansprueche, die dann aus Kapazitaetsgruenden immer schwerer zu erfuellen sind. Deshalb werden verstaerkt Firmen benoetigt, die mehr bezahlte Leute ransetzen, auch an unpopulaere Aufgaben, die eben auch bewaeltigt werden muessen. Mit dem unsinnigen "alles frei" Geschrei der Extremisten verschreckt man diese jedoch teilweise.

      • Score: 3 Von lilili am Mi, 1. Juni 2005 um 07:32 #
        Naja ich denke eher dass die Trägheit und Interessenlosigkeit der Masse daran schuld ist. Ein Ballerspiel macht halt nicht ganz soviel Kopfzerbrechen.

        Wenn die Masse Ansprüche hat die nicht von OS zu erfüllen sind können sich ja Firmen dran austoben. Hab ich kein Problem damit. Die Software die ich benötige gibts jedenfalls als OS.

        • Score: 3 Von rob am Mi, 1. Juni 2005 um 09:04 #
          Welche Trägheit meinst Du?
          Die nur User, die nichts zurückgeben, oder die User für die OSS zu kompliziert ist?

          Nochmal zur Wikipedia, das Vorgängerprojekt, Newpedia, bei dem zu einem Thema ein Autor einen
          kompletten, perfekten Artikel einreichen sollte ist nach vielen Monaten nur auf einige sehr
          wenige Artikel gekommen.
          Trägheit kann auch Systembedingt entstehen und IMHO könnte ein Wiki für Dokumentation wirklich
          einen Ruck auslösen. Genauer: www.knoppix.net ist ein Beispiel, das es zu jedem Thema doch
          Moderatoren/Mentoren für "offizielle" publikationen braucht - damit solche Wikis nicht
          zu "bunt" werden.

          Wenn Du Trägheit der User meinst - jedes Programm einer Distribution sollte mit dieser
          Distribution so gut dokumentiert und mit einem Tutorial erklärt sein, das man ohne weitere Hilfe
          (Betreuer) das Wissen (in kurzer Zeit) erlangen kann, diese Software (richtig)
          und produktiv zu verwenden.
          Das bedeutet auch, das Hardwareinformationen (Winmodems,Laptops....) ebenfalls offline
          vorliegen um die Verwendung von OSS so einfach wie möglich zu machen.

          rob

          • Score: 3 Von rob am Mi, 1. Juni 2005 um 11:35 #
            Salve!
            Es sollte Nupedia heißen.

            [..]The Cathedral is also the typical development model for
            proprietary software -- with the additional restriction in that
            case that source code is usually not provided even with releases
            -- and a common usage of the phrase "the Cathedral and the Bazaar"
            is to contrast proprietary with open source. However, the original
            essay concerns itself only with free software, and does not address
            proprietary development in any way at all.

            The terminology has been extended to describe non-software projects.
            Wikipedia is a Bazaar-style project, while Nupedia and the
            Encyclopædia Britannica are Cathedral-style projects.[..]
            http://en.wikipedia.org/wiki/The_Cathedral_and_the_Bazaar

            Nupedia was a Web-based encyclopedia whose articles were written
            by experts and licensed as free content. It was founded by Jimmy
            Wales and underwritten by Bomis, with Larry Sanger as
            editor-in-chief. Nupedia lasted from March 2000 until September 2003,
            and is mostly known now as the predecessor of Wikipedia. Nupedia was
            characterized by an extensive peer review process designed to make
            its articles of a quality comparable to professional encyclopedias.
            Nupedia wanted scholars to volunteer content for free. Before it
            ceased operating, Nupedia produced 24 articles that completed its
            review process (three articles also existed in two versions of
            different lengths), and 74 more articles were in progress.

            http://en.wikipedia.org/wiki/Nupedia

            Wikipedia contains approximately 1.5 million articles, more than
            570,000 of which are in its English language edition, more than
            200,000 in the German language, and more than 100,000 each in
            Japanese and French. It began as a complement to the expert-written
            Nupedia on January 15, 2001.

            http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia

            Wenn man die Mitmachmöglichkeiten für OSS Dokumentation verbessert,
            wäre sicherlich eine ähliche Erfolgsgeschichte wie bei der Wikipedia
            möglich.

            rob

        Score: 3 Von Patrick am Mi, 1. Juni 2005 um 08:57 #
        Die "Kapizitätsprobleme" in Indien sind wohl eher finanzieller Natur, als dass es ihnen an fähigen Entwicklern mangelt.
        Score: 3 Von rob am Mi, 1. Juni 2005 um 09:19 #
        Mit der Argumentation Träumerei und das die meisten Benutzer passive Konsumenten seien
        dürfte es gar keine freie Software geben. Sie gibt es aber. Es ist egal ob 95% oder 99%
        der Benutzer passiv sind - es zählen die 1-5% aktive.
        "Joe Sixpack" wird man mit einer Bitte bestimmt nicht verschrecken. ;)
        Ein Wunsch - die Dokumentation möge doch besser und muttersprachlich sein - ist alleine
        eine Träumerrei es bedarf aber auch Werkzeuge/Systeme/Kultur die es einfacher als bisher
        machen, sich an der Dokumentation zu beteiligen!

        Wenn man Software und eine Enzylopedie ohne Firmen entstehen können - dann kann es auch
        die Dokumentation!

        Es ist ein Irrtum, die Dokumentation als "unpopulär" anzusehen - sie ist bisher nur
        Wikipedia.

        Gruß rob

        Score: 3 Von theBohemian am Mi, 1. Juni 2005 um 12:35 #
        > Die meisten Benutzer sind passive Konsumenten. Wenn es was umsonst gibt, wird es genommen. Linux=kostenlos ist die verbreitete Meinung.
        Soweit ACK. Das ist der aktuelle Zustand.

        > Und daran ist die Community nicht ganz unschuldig, schliesslich wird oft genung mit "kostenlos" geworben.
        Mir fällt da OpenOffice.org ein - was aber kein "richtiges" Community-Projekt ist. Wenn ich mir Debian zum Vorbild nehme (und ich denke, dass das keine schlechte Wahl ist), dann ist Mitmachen wohl eher trumpf.

        > Saugen, benutzen und fertig. Mit der Aussage, dass man sich doch bitte auch an der Weiterentwicklung beteiligen soll, duerfte man mehr
        > Leute verschrecken als anziehen.
        Selbst wenn das zutreffen sollte (das mit dem Verschrecken): Ich glaube es ist besser 50 aktive Nutzer als 1000 Passive zu gewinnen. Die passiven Nutzer kommen sowieso, also rufe ich lieber zu Beteiligung auf.

        Das mit der einfachen (= "idiotensicheren" ;) ) Bedienbarkeit ist wirklich ein guter Punkt. Ubuntu hat es mit Rosetta, dem Webfrontend für gettext (= Übersetzungen), vorgemacht. Sowas ähnliches bräuchte man auch für man/info Pages uvm.

        Was mir bei Ubuntu's Ansatz besonders gefällt, ist dass sie auf diese Weise ihre Anwender mit in den Schaffensprozess einbeziehen.

        • Score: 3 Von Kai am Mi, 1. Juni 2005 um 12:55 #
          Hm, ACK des Jahrtausends. :)
          Score: 3 Von UK am Mi, 1. Juni 2005 um 14:00 #
          Ich denke man kann oder muss die Sache von zwei Seiten betrachten:

          1. In der OSS community mangelt es an Kapazitäten.

          2. Wikipedia wächst rasant und überdurchschnittlich.

          Warum? Punkt 1 ist für die meisten Benutzer zu komplex. Die Schwellen zu hoch. Die Systeme zum Mitmachen nicht geeignet.
          Punkt 2. Wikipedia, dass Pantoffelkino mit geringer Hemmschwelle. Schwups einen Artikel korrigiert, Schwups einen neuen geschrieben. Schwups, Stolz macht sich breit ;)

          So muss OSS insgesamt funktionieren. Dann gibts auch keine Probleme mit der Doku.

          GRuss
          UK

Score: 3 Von protein am Mi, 1. Juni 2005 um 12:46 #
schade das die Inder statt sich um die wichtigen dinge wie ernährung und medizinische versorgung zu kümmern den selben fehler machen wie die industrieländer und auf technische entwicklung um jeden preis setzen. weniger computer, mehr ashrams!
  • Score: 3 Von gustl am Mi, 1. Juni 2005 um 14:33 #
    Computer sind ja kein Selbstzweck (zumindest nicht in Firmen), sondern ein Betriebsmittel. Und Betriebsmittel verbessern die Produktivität.
    Es kann z.B. mit Hilfe eine Elektrischen Hobels eine Person 10 mal soviele Schränke herstellen wie mit einem Handhobel. Der Elektrische Hobel kostet zwar 100 mal mehr als der Handhobel, aber nachdem damit die ersten 30 Schränke hergestellt wurden fängt er an, sich zu rechnen. Mit dem Ergebnis, dass:
    1) Einige Tischler arbeitslos werden, und sich eine andere Arbeit suchen müssen (vor allem die die den Elektrohobel verweigern).
    2) Mehr Schränke auf dem Markt angeboten werden, wodurch der Preis für Schränke sinkt.
    3) Die Preisersparnis die allen Schrank-Käufern gemeinsam erwächst größer ist als die Kosten für die arbeitslosen Tischler.

    Gehe jetzt einen Schritt weiter. Computer tun nichts anderes als prinzipiell vom Menschen erledigbare Berechnungen zu automatisieren und schneller zu machen. Der Arbeitsablauf muß einmal codiert werden (Programm erstellen), dann braucht man nur noch sehr wenig Personal um eine Menge an Rechnungen durchführen zu können (Computer war einmal die Jobbezeichnung eines Menschen der in einer Bank Additionen ausführt).

    Wenn also in einem armen Land die Menschen Zugriff auf Computer-Wissen haben, dann ist das eine sehr gute Idee, weil sie sich möglicherweise durch Automatisierung gewisser Tätigkeiten Zeit sparen können die sie dringend brauchen um von der dort lebensnotwendigen 80-Stunden Woche wegzukommen. Sollten sie sich durch Computer keine Arbeit ersparen können werden sie auch keinen verwenden. Rate einmal was die Hauptprobleme bei medizinischer Versorgung sind: Geld, Medizinisches Personal und Logistik. Wenn es also in Indien ein paar Leute gibt die mit Computern umgehen können, dann schafft man es beim Ausbau der medizinischen Versorgung mit billigeren Arbeitskräften auszukommen, als wenn man die von Fernwest einfliegen müßte. Durchaus ein Beitrag zur medizinischen Versorgung, findest du nicht?

    Du solltest mehr Vertrauen in die Regelungskraft eines freien Marktes haben (wobei ich anmerken muß, dass der Markt für Betriebssysteme NICHT frei ist, weil ein Anbieter Kosten verursachen kann (lock-in Kosten), die nicht im Preis für seine Ware enthalten ist, sog. externe Kosten).

Score: 3 Von Heiko Metzner am Di, 23. Januar 2007 um 21:50 #
Lernmäuse von Microsoft gibt es in den Kindergärten. Warum nicht Tux ? Um Open Source in die Öffentlichkeit müssen wir in den Kindergärten und dürfen Microsoft nicht das Feld überlassen. Gcompris in die Kindergärten, kostengünstig und kann weiterverbreitet werden. Interessanr für Multikulti Gebiete durch die verschiedenen Sprachen. Wer macht mit. Ich werde es in Peine versuchen !

Gruß
Heiko Metzner

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