"ein Ruck" müsste durch die OSS Welt gehen und neben den Programmen müsste jede Manpage, jedes Howto in die benötigen Sprachen übersetzt sein, bzw. neu/parallel geschrieben verfügbar sein.
Da fehlt es auch in Deutsch an vielen Texten.
Desweiteren Multimedia-tutorials/videos Lernmaterial mit denen man seinen Kenntnisstand selber überprüfen kann und neue Lernschwerpunkte erkennen kann.
IT-Nutzung bedaf viel mehr als nur übersetzte Programme.
Nicht die Programmqualität, sondern zunehmend die Dokumenatation/Tutorials werden "Bremsen" bei der OSS Verbreitung sein.
Es sieht so aus, als ob du ein Problem erkannt hast. Ich hoffe du arbeitest jetzt auch an entsprechenden Lösungen und vergeudest deine Zeit nicht mit zu vielen news-Kommentaren
Ein (paar) Kommentare sei(en) mir noch erlaubt das Projekt Wikipedia zeigt, wie man in vielen kleinen Schritten zu einer Enzyklopedie kommen kann: keiner weis alles perfekt - geschweige das er zu einem Thema dies Erklären kann. Ein Howto-DE Wiki muß her - das man wirklich mal eben 1h sinvoll/produktiv verwenden kann.
Ich finde die Idee mit einem Howto-Wiki toll. Es wäre doch eigentlich eine ganz geniale Idee, dass man in Programmen statt dem gewöhnlichen Hilfesystem ganz einfach den Webbrowser startet und die Hilfe auch in ein Wiki verlegt. So wäre es auch für "gewöhnliche" Benutzer ein leichtes, bei der Dokumentation mitzuhelfen und man hätte eine immmer aktuelle Hilfe. Für Offline-User muss man natürlich auch eine Offline-Version anbieten; aber es gibt ja auch Wikipedia auf DVD.
> "ein Ruck" müsste durch die OSS Welt gehen und > neben den Programmen müsste jede Manpage, jedes > Howto in die benötigen Sprachen übersetzt sein, > bzw. neu/parallel geschrieben verfügbar sein. Lies mal die Meinungen bei anderen Newsmeldungen. Verbreitet sind leider solche Aussagen wie: "Freie Software XY ist zwar ganz nett, aber ich warte noch ein bischen, bis es ausgereift ist."
Zur Ankündigung von deshalbfrei.org habe ich unter anderem den folgenden Kommentar gefunden: "Naja ich werde das Wiki weiter beobachten, mal sehen ob sich alles zum besseren wendet." (von http://www.oss-europe.org/viewtopic.php?t=441)
Also ich bin auch für den Ruck, aber hierzulande wird IMHO freie Software noch zu sehr als "kostenlos und zufällig quelloffen" verstanden, was von irgendwo her kommt und man nix für tun braucht (Sorry an alle fleissigen Helfer aus dt. Landen, ihr seid nicht gemeint).
Das freie Software einfach mal enorm praktisch ist je weiter sie sich entwickelt und je mehr sich daran beteiligen scheint sich IMHO zu langsam zu verbreiten. (Hm, wär ein guter Artikel für deshalbfrei.org ...) Mal gucken wie sich das in Zukunft in Indien und Brasilien verhält.
Da sollte sich niemand irgendwelchen Traeumereien hingeben. Die meisten Benutzer sind passive Konsumenten. Wenn es was umsonst gibt, wird es genommen. Linux=kostenlos ist die verbreitete Meinung. Und daran ist die Community nicht ganz unschuldig, schliesslich wird oft genung mit "kostenlos" geworben. In dem Medien heisst faellt im Zusammenhang mit Linux auch der Begriff "Freeware". "Freeware" bedeutet fuer Joe Sixpack eben kostenlos. Saugen, benutzen und fertig. Mit der Aussage, dass man sich doch bitte auch an der Weiterentwicklung beteiligen soll, duerfte man mehr Leute verschrecken als anziehen.
Hier sehe ich auch Kapazitaetsprobleme fuer die Zukunft, denn die Menge der aktiv Beteiligten wird im Vergleich zur Masse der passiven Konsumenten nur sehr sehr langsam wachsen. Und die Masse hat natuerlich Ansprueche, die dann aus Kapazitaetsgruenden immer schwerer zu erfuellen sind. Deshalb werden verstaerkt Firmen benoetigt, die mehr bezahlte Leute ransetzen, auch an unpopulaere Aufgaben, die eben auch bewaeltigt werden muessen. Mit dem unsinnigen "alles frei" Geschrei der Extremisten verschreckt man diese jedoch teilweise.
Naja ich denke eher dass die Trägheit und Interessenlosigkeit der Masse daran schuld ist. Ein Ballerspiel macht halt nicht ganz soviel Kopfzerbrechen.
Wenn die Masse Ansprüche hat die nicht von OS zu erfüllen sind können sich ja Firmen dran austoben. Hab ich kein Problem damit. Die Software die ich benötige gibts jedenfalls als OS.
Welche Trägheit meinst Du? Die nur User, die nichts zurückgeben, oder die User für die OSS zu kompliziert ist?
Nochmal zur Wikipedia, das Vorgängerprojekt, Newpedia, bei dem zu einem Thema ein Autor einen kompletten, perfekten Artikel einreichen sollte ist nach vielen Monaten nur auf einige sehr wenige Artikel gekommen. Trägheit kann auch Systembedingt entstehen und IMHO könnte ein Wiki für Dokumentation wirklich einen Ruck auslösen. Genauer: www.knoppix.net ist ein Beispiel, das es zu jedem Thema doch Moderatoren/Mentoren für "offizielle" publikationen braucht - damit solche Wikis nicht zu "bunt" werden.
Wenn Du Trägheit der User meinst - jedes Programm einer Distribution sollte mit dieser Distribution so gut dokumentiert und mit einem Tutorial erklärt sein, das man ohne weitere Hilfe (Betreuer) das Wissen (in kurzer Zeit) erlangen kann, diese Software (richtig) und produktiv zu verwenden. Das bedeutet auch, das Hardwareinformationen (Winmodems,Laptops....) ebenfalls offline vorliegen um die Verwendung von OSS so einfach wie möglich zu machen.
[..]The Cathedral is also the typical development model for proprietary software -- with the additional restriction in that case that source code is usually not provided even with releases -- and a common usage of the phrase "the Cathedral and the Bazaar" is to contrast proprietary with open source. However, the original essay concerns itself only with free software, and does not address proprietary development in any way at all.
The terminology has been extended to describe non-software projects. Wikipedia is a Bazaar-style project, while Nupedia and the Encyclopædia Britannica are Cathedral-style projects.[..] http://en.wikipedia.org/wiki/The_Cathedral_and_the_Bazaar
Nupedia was a Web-based encyclopedia whose articles were written by experts and licensed as free content. It was founded by Jimmy Wales and underwritten by Bomis, with Larry Sanger as editor-in-chief. Nupedia lasted from March 2000 until September 2003, and is mostly known now as the predecessor of Wikipedia. Nupedia was characterized by an extensive peer review process designed to make its articles of a quality comparable to professional encyclopedias. Nupedia wanted scholars to volunteer content for free. Before it ceased operating, Nupedia produced 24 articles that completed its review process (three articles also existed in two versions of different lengths), and 74 more articles were in progress. http://en.wikipedia.org/wiki/Nupedia
Wikipedia contains approximately 1.5 million articles, more than 570,000 of which are in its English language edition, more than 200,000 in the German language, and more than 100,000 each in Japanese and French. It began as a complement to the expert-written Nupedia on January 15, 2001. http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia
Wenn man die Mitmachmöglichkeiten für OSS Dokumentation verbessert, wäre sicherlich eine ähliche Erfolgsgeschichte wie bei der Wikipedia möglich.
Mit der Argumentation Träumerei und das die meisten Benutzer passive Konsumenten seien dürfte es gar keine freie Software geben. Sie gibt es aber. Es ist egal ob 95% oder 99% der Benutzer passiv sind - es zählen die 1-5% aktive. "Joe Sixpack" wird man mit einer Bitte bestimmt nicht verschrecken. Ein Wunsch - die Dokumentation möge doch besser und muttersprachlich sein - ist alleine eine Träumerrei es bedarf aber auch Werkzeuge/Systeme/Kultur die es einfacher als bisher machen, sich an der Dokumentation zu beteiligen!
Wenn man Software und eine Enzylopedie ohne Firmen entstehen können - dann kann es auch die Dokumentation!
Es ist ein Irrtum, die Dokumentation als "unpopulär" anzusehen - sie ist bisher nur Wikipedia.
> Die meisten Benutzer sind passive Konsumenten. Wenn es was umsonst gibt, wird es genommen. Linux=kostenlos ist die verbreitete Meinung. Soweit ACK. Das ist der aktuelle Zustand.
> Und daran ist die Community nicht ganz unschuldig, schliesslich wird oft genung mit "kostenlos" geworben. Mir fällt da OpenOffice.org ein - was aber kein "richtiges" Community-Projekt ist. Wenn ich mir Debian zum Vorbild nehme (und ich denke, dass das keine schlechte Wahl ist), dann ist Mitmachen wohl eher trumpf.
> Saugen, benutzen und fertig. Mit der Aussage, dass man sich doch bitte auch an der Weiterentwicklung beteiligen soll, duerfte man mehr > Leute verschrecken als anziehen. Selbst wenn das zutreffen sollte (das mit dem Verschrecken): Ich glaube es ist besser 50 aktive Nutzer als 1000 Passive zu gewinnen. Die passiven Nutzer kommen sowieso, also rufe ich lieber zu Beteiligung auf.
Das mit der einfachen (= "idiotensicheren" ) Bedienbarkeit ist wirklich ein guter Punkt. Ubuntu hat es mit Rosetta, dem Webfrontend für gettext (= Übersetzungen), vorgemacht. Sowas ähnliches bräuchte man auch für man/info Pages uvm.
Was mir bei Ubuntu's Ansatz besonders gefällt, ist dass sie auf diese Weise ihre Anwender mit in den Schaffensprozess einbeziehen.
Ich denke man kann oder muss die Sache von zwei Seiten betrachten:
1. In der OSS community mangelt es an Kapazitäten.
2. Wikipedia wächst rasant und überdurchschnittlich.
Warum? Punkt 1 ist für die meisten Benutzer zu komplex. Die Schwellen zu hoch. Die Systeme zum Mitmachen nicht geeignet. Punkt 2. Wikipedia, dass Pantoffelkino mit geringer Hemmschwelle. Schwups einen Artikel korrigiert, Schwups einen neuen geschrieben. Schwups, Stolz macht sich breit
So muss OSS insgesamt funktionieren. Dann gibts auch keine Probleme mit der Doku.
schade das die Inder statt sich um die wichtigen dinge wie ernährung und medizinische versorgung zu kümmern den selben fehler machen wie die industrieländer und auf technische entwicklung um jeden preis setzen. weniger computer, mehr ashrams!
Computer sind ja kein Selbstzweck (zumindest nicht in Firmen), sondern ein Betriebsmittel. Und Betriebsmittel verbessern die Produktivität. Es kann z.B. mit Hilfe eine Elektrischen Hobels eine Person 10 mal soviele Schränke herstellen wie mit einem Handhobel. Der Elektrische Hobel kostet zwar 100 mal mehr als der Handhobel, aber nachdem damit die ersten 30 Schränke hergestellt wurden fängt er an, sich zu rechnen. Mit dem Ergebnis, dass: 1) Einige Tischler arbeitslos werden, und sich eine andere Arbeit suchen müssen (vor allem die die den Elektrohobel verweigern). 2) Mehr Schränke auf dem Markt angeboten werden, wodurch der Preis für Schränke sinkt. 3) Die Preisersparnis die allen Schrank-Käufern gemeinsam erwächst größer ist als die Kosten für die arbeitslosen Tischler.
Gehe jetzt einen Schritt weiter. Computer tun nichts anderes als prinzipiell vom Menschen erledigbare Berechnungen zu automatisieren und schneller zu machen. Der Arbeitsablauf muß einmal codiert werden (Programm erstellen), dann braucht man nur noch sehr wenig Personal um eine Menge an Rechnungen durchführen zu können (Computer war einmal die Jobbezeichnung eines Menschen der in einer Bank Additionen ausführt).
Wenn also in einem armen Land die Menschen Zugriff auf Computer-Wissen haben, dann ist das eine sehr gute Idee, weil sie sich möglicherweise durch Automatisierung gewisser Tätigkeiten Zeit sparen können die sie dringend brauchen um von der dort lebensnotwendigen 80-Stunden Woche wegzukommen. Sollten sie sich durch Computer keine Arbeit ersparen können werden sie auch keinen verwenden. Rate einmal was die Hauptprobleme bei medizinischer Versorgung sind: Geld, Medizinisches Personal und Logistik. Wenn es also in Indien ein paar Leute gibt die mit Computern umgehen können, dann schafft man es beim Ausbau der medizinischen Versorgung mit billigeren Arbeitskräften auszukommen, als wenn man die von Fernwest einfliegen müßte. Durchaus ein Beitrag zur medizinischen Versorgung, findest du nicht?
Du solltest mehr Vertrauen in die Regelungskraft eines freien Marktes haben (wobei ich anmerken muß, dass der Markt für Betriebssysteme NICHT frei ist, weil ein Anbieter Kosten verursachen kann (lock-in Kosten), die nicht im Preis für seine Ware enthalten ist, sog. externe Kosten).
Von Heiko Metzner am Di, 23. Januar 2007 um 21:50 #
Lernmäuse von Microsoft gibt es in den Kindergärten. Warum nicht Tux ? Um Open Source in die Öffentlichkeit müssen wir in den Kindergärten und dürfen Microsoft nicht das Feld überlassen. Gcompris in die Kindergärten, kostengünstig und kann weiterverbreitet werden. Interessanr für Multikulti Gebiete durch die verschiedenen Sprachen. Wer macht mit. Ich werde es in Peine versuchen !
"ein Ruck" müsste durch die OSS Welt gehen und
neben den Programmen müsste jede Manpage, jedes
Howto in die benötigen Sprachen übersetzt sein,
bzw. neu/parallel geschrieben verfügbar sein.
Da fehlt es auch in Deutsch an vielen Texten.
Desweiteren Multimedia-tutorials/videos
Lernmaterial mit denen man seinen Kenntnisstand
selber überprüfen kann und neue Lernschwerpunkte
erkennen kann.
IT-Nutzung bedaf viel mehr als nur übersetzte
Programme.
Nicht die Programmqualität, sondern zunehmend
die Dokumenatation/Tutorials werden "Bremsen"
bei der OSS Verbreitung sein.
Gruß
rob
das Projekt Wikipedia zeigt, wie man in vielen kleinen Schritten zu einer Enzyklopedie kommen kann:
keiner weis alles perfekt - geschweige das er zu einem Thema dies Erklären kann.
Ein Howto-DE Wiki muß her - das man wirklich mal eben 1h sinvoll/produktiv verwenden kann.
Gruß rob
http://pengupedia.de
> neben den Programmen müsste jede Manpage, jedes
> Howto in die benötigen Sprachen übersetzt sein,
> bzw. neu/parallel geschrieben verfügbar sein.
Lies mal die Meinungen bei anderen Newsmeldungen. Verbreitet sind leider solche Aussagen wie: "Freie Software XY ist zwar ganz nett, aber ich warte noch ein bischen, bis es ausgereift ist."
Zur Ankündigung von deshalbfrei.org habe ich unter anderem den folgenden Kommentar gefunden: "Naja ich werde das Wiki weiter beobachten, mal sehen ob sich alles zum besseren wendet." (von http://www.oss-europe.org/viewtopic.php?t=441)
Also ich bin auch für den Ruck, aber hierzulande wird IMHO freie Software noch zu sehr als "kostenlos und zufällig quelloffen" verstanden, was von irgendwo her kommt und man nix für tun braucht (Sorry an alle fleissigen Helfer aus dt. Landen, ihr seid nicht gemeint).
Das freie Software einfach mal enorm praktisch ist je weiter sie sich entwickelt und je mehr sich daran beteiligen scheint sich IMHO zu langsam zu verbreiten. (Hm, wär ein guter Artikel für deshalbfrei.org ...) Mal gucken wie sich das in Zukunft in Indien und Brasilien verhält.
Hier sehe ich auch Kapazitaetsprobleme fuer die Zukunft, denn die Menge der aktiv Beteiligten wird im Vergleich zur Masse der passiven Konsumenten nur sehr sehr langsam wachsen. Und die Masse hat natuerlich Ansprueche, die dann aus Kapazitaetsgruenden immer schwerer zu erfuellen sind. Deshalb werden verstaerkt Firmen benoetigt, die mehr bezahlte Leute ransetzen, auch an unpopulaere Aufgaben, die eben auch bewaeltigt werden muessen. Mit dem unsinnigen "alles frei" Geschrei der Extremisten verschreckt man diese jedoch teilweise.
Wenn die Masse Ansprüche hat die nicht von OS zu erfüllen sind können sich ja Firmen dran austoben. Hab ich kein Problem damit. Die Software die ich benötige gibts jedenfalls als OS.
Die nur User, die nichts zurückgeben, oder die User für die OSS zu kompliziert ist?
Nochmal zur Wikipedia, das Vorgängerprojekt, Newpedia, bei dem zu einem Thema ein Autor einen
kompletten, perfekten Artikel einreichen sollte ist nach vielen Monaten nur auf einige sehr
wenige Artikel gekommen.
Trägheit kann auch Systembedingt entstehen und IMHO könnte ein Wiki für Dokumentation wirklich
einen Ruck auslösen. Genauer: www.knoppix.net ist ein Beispiel, das es zu jedem Thema doch
Moderatoren/Mentoren für "offizielle" publikationen braucht - damit solche Wikis nicht
zu "bunt" werden.
Wenn Du Trägheit der User meinst - jedes Programm einer Distribution sollte mit dieser
Distribution so gut dokumentiert und mit einem Tutorial erklärt sein, das man ohne weitere Hilfe
(Betreuer) das Wissen (in kurzer Zeit) erlangen kann, diese Software (richtig)
und produktiv zu verwenden.
Das bedeutet auch, das Hardwareinformationen (Winmodems,Laptops....) ebenfalls offline
vorliegen um die Verwendung von OSS so einfach wie möglich zu machen.
rob
Es sollte Nupedia heißen.
[..]The Cathedral is also the typical development model for
proprietary software -- with the additional restriction in that
case that source code is usually not provided even with releases
-- and a common usage of the phrase "the Cathedral and the Bazaar"
is to contrast proprietary with open source. However, the original
essay concerns itself only with free software, and does not address
proprietary development in any way at all.
The terminology has been extended to describe non-software projects.
Wikipedia is a Bazaar-style project, while Nupedia and the
Encyclopædia Britannica are Cathedral-style projects.[..]
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Cathedral_and_the_Bazaar
Nupedia was a Web-based encyclopedia whose articles were written
by experts and licensed as free content. It was founded by Jimmy
Wales and underwritten by Bomis, with Larry Sanger as
editor-in-chief. Nupedia lasted from March 2000 until September 2003,
and is mostly known now as the predecessor of Wikipedia. Nupedia was
characterized by an extensive peer review process designed to make
its articles of a quality comparable to professional encyclopedias.
Nupedia wanted scholars to volunteer content for free. Before it
ceased operating, Nupedia produced 24 articles that completed its
review process (three articles also existed in two versions of
different lengths), and 74 more articles were in progress.
http://en.wikipedia.org/wiki/Nupedia
Wikipedia contains approximately 1.5 million articles, more than
570,000 of which are in its English language edition, more than
200,000 in the German language, and more than 100,000 each in
Japanese and French. It began as a complement to the expert-written
Nupedia on January 15, 2001.
http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia
Wenn man die Mitmachmöglichkeiten für OSS Dokumentation verbessert,
wäre sicherlich eine ähliche Erfolgsgeschichte wie bei der Wikipedia
möglich.
rob
dürfte es gar keine freie Software geben. Sie gibt es aber. Es ist egal ob 95% oder 99%
der Benutzer passiv sind - es zählen die 1-5% aktive.
"Joe Sixpack" wird man mit einer Bitte bestimmt nicht verschrecken.
Ein Wunsch - die Dokumentation möge doch besser und muttersprachlich sein - ist alleine
eine Träumerrei es bedarf aber auch Werkzeuge/Systeme/Kultur die es einfacher als bisher
machen, sich an der Dokumentation zu beteiligen!
Wenn man Software und eine Enzylopedie ohne Firmen entstehen können - dann kann es auch
die Dokumentation!
Es ist ein Irrtum, die Dokumentation als "unpopulär" anzusehen - sie ist bisher nur
Wikipedia.
Gruß rob
Soweit ACK. Das ist der aktuelle Zustand.
> Und daran ist die Community nicht ganz unschuldig, schliesslich wird oft genung mit "kostenlos" geworben.
Mir fällt da OpenOffice.org ein - was aber kein "richtiges" Community-Projekt ist. Wenn ich mir Debian zum Vorbild nehme (und ich denke, dass das keine schlechte Wahl ist), dann ist Mitmachen wohl eher trumpf.
> Saugen, benutzen und fertig. Mit der Aussage, dass man sich doch bitte auch an der Weiterentwicklung beteiligen soll, duerfte man mehr
> Leute verschrecken als anziehen.
Selbst wenn das zutreffen sollte (das mit dem Verschrecken): Ich glaube es ist besser 50 aktive Nutzer als 1000 Passive zu gewinnen. Die passiven Nutzer kommen sowieso, also rufe ich lieber zu Beteiligung auf.
Das mit der einfachen (= "idiotensicheren"
) Bedienbarkeit ist wirklich ein guter Punkt. Ubuntu hat es mit Rosetta, dem Webfrontend für gettext (= Übersetzungen), vorgemacht. Sowas ähnliches bräuchte man auch für man/info Pages uvm.
Was mir bei Ubuntu's Ansatz besonders gefällt, ist dass sie auf diese Weise ihre Anwender mit in den Schaffensprozess einbeziehen.
1. In der OSS community mangelt es an Kapazitäten.
2. Wikipedia wächst rasant und überdurchschnittlich.
Warum? Punkt 1 ist für die meisten Benutzer zu komplex. Die Schwellen zu hoch. Die Systeme zum Mitmachen nicht geeignet.
Punkt 2. Wikipedia, dass Pantoffelkino mit geringer Hemmschwelle. Schwups einen Artikel korrigiert, Schwups einen neuen geschrieben. Schwups, Stolz macht sich breit
So muss OSS insgesamt funktionieren. Dann gibts auch keine Probleme mit der Doku.
GRuss
UK
Es kann z.B. mit Hilfe eine Elektrischen Hobels eine Person 10 mal soviele Schränke herstellen wie mit einem Handhobel. Der Elektrische Hobel kostet zwar 100 mal mehr als der Handhobel, aber nachdem damit die ersten 30 Schränke hergestellt wurden fängt er an, sich zu rechnen. Mit dem Ergebnis, dass:
1) Einige Tischler arbeitslos werden, und sich eine andere Arbeit suchen müssen (vor allem die die den Elektrohobel verweigern).
2) Mehr Schränke auf dem Markt angeboten werden, wodurch der Preis für Schränke sinkt.
3) Die Preisersparnis die allen Schrank-Käufern gemeinsam erwächst größer ist als die Kosten für die arbeitslosen Tischler.
Gehe jetzt einen Schritt weiter. Computer tun nichts anderes als prinzipiell vom Menschen erledigbare Berechnungen zu automatisieren und schneller zu machen. Der Arbeitsablauf muß einmal codiert werden (Programm erstellen), dann braucht man nur noch sehr wenig Personal um eine Menge an Rechnungen durchführen zu können (Computer war einmal die Jobbezeichnung eines Menschen der in einer Bank Additionen ausführt).
Wenn also in einem armen Land die Menschen Zugriff auf Computer-Wissen haben, dann ist das eine sehr gute Idee, weil sie sich möglicherweise durch Automatisierung gewisser Tätigkeiten Zeit sparen können die sie dringend brauchen um von der dort lebensnotwendigen 80-Stunden Woche wegzukommen. Sollten sie sich durch Computer keine Arbeit ersparen können werden sie auch keinen verwenden. Rate einmal was die Hauptprobleme bei medizinischer Versorgung sind: Geld, Medizinisches Personal und Logistik. Wenn es also in Indien ein paar Leute gibt die mit Computern umgehen können, dann schafft man es beim Ausbau der medizinischen Versorgung mit billigeren Arbeitskräften auszukommen, als wenn man die von Fernwest einfliegen müßte. Durchaus ein Beitrag zur medizinischen Versorgung, findest du nicht?
Du solltest mehr Vertrauen in die Regelungskraft eines freien Marktes haben (wobei ich anmerken muß, dass der Markt für Betriebssysteme NICHT frei ist, weil ein Anbieter Kosten verursachen kann (lock-in Kosten), die nicht im Preis für seine Ware enthalten ist, sog. externe Kosten).
Gruß
Heiko Metzner