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Fr, 3. Juni 2005, 12:10

Software::Desktop

GPLFlash2

Lange war es um das Projekt GNU Flash sehr still, jetzt scheint die freie Alternative zu Macromedias proprietärem Flash mit Unterstütztung der Free Software Foundation wieder Fahrt aufzunehmen.
Von ThomasS

In den vergangenen Jahren war es vor allem auch deshalb still um GNU Flash geworden, da Macromedia einen Player für Linux herausbrachte, als Reaktion auf das sich seiner Fertigstellung nähernden GNU Flash. Das letzte amtliche Update stammt vom Juni 2000, GNU Flash schlief dann unter anderem auch auf Grund mangelnder Unterstützung durch die freie Entwicklergemeinschaft gänzlich ein. Seit Juni letzten Jahres scheint das Interesse an einer freien Alternative zu Macromedias Flash wieder erwacht zu sein und führte zum ersten Release seit vier Jahren. In diesem Zeitraum ist das Projekt gewachsen, ist weitaus stabiler und weist weniger Bugs auf. Dennoch stellen sich der Fortführung des Projekts einige Hürden in den Weg, die in der ursprünglichen Codebasis von Olivier Debons begründet liegt. Tomas Groth und Christophe Choquet übernahmen das Projekt und entschieden, die bisherige Struktur von GNU Flash nicht mehr weiter zu entwickeln, da sich neuere Macromediaformate ab Flash 6 nicht mehr mit dem alten GNU Flash abspielen lassen und auch das mittlerweile weiterentwickelte ActionScript nicht mehr unterstützt wird. Um GNU Flash kompatibel zu Macromedia 7 zu machen, müsste die gesamte Codebasis des ursprünglichen Projekts umgeschrieben werden. Da dies zu aufwendig scheint, hat man sich entschlossen, dass ganze Projekt von Grund auf neu zu schreiben und es in GPLFlash2 umzubenennen.

Gegenwärtig umfasst GPLFlash2 eine Bibliothek zum Dekodieren, einen Player und am wichtigsten, ein Mozilla/Netscape-Plugin. Der Weg zu einem funktionsfähigen freien Flash scheint weit, noch fehlt es unter anderem an einer vollen Unterstützung für das Abspielen externer Streams und einer passenden ActionScript-Engine. Außerdem stellt sich die Frage, ob das Projekt bei Erfolg eventuell durch Macromedia auf Grund von Patentansprüchen in Schwierigkeiten geraten könnte. Um dies auszuschließen haben die beiden Entwickler, vergebens, versucht mit Macromedia Kontakt aufzunehmen. So gehen Entwickler zunächst davon aus, dass ein erfolgreiches GPLFlash2 auch im Sinne von Macromedia sein könnte. Immerhin, so Tomas Groth, helfe man, die Formate von Macromedia auf bislang nicht unterstützten Plattformen zu verbreiten, zudem gewähre Macromedia freien Zugang zu seinen Formatspezifikationen im Internet. Er fügt hinzu, dass es mit mehr Unterstützung bald möglich ist, einen kompletten Player und ein Plugin zu veröffentlichen. Für alle, die an der Weiterentwicklung interessiert sind und helfen wollen, gibt es eine Mailingliste, auf der alle wichtigen Fragen diskutiert und die gemeinsame Arbeit koordiniert wird.

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