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Mo, 6. Juni 2005, 10:41

Landkreis Friesland migriert zu Linux

Der Landkreis Friesland, dessen Rechner noch mit Windows NT laufen, wird zu freie Software migrieren.

Wie allen NT-Anwender muß auch Friesland nach der Einstellung des Supports durch Microsoft einen Upgrade seiner Systeme vornehmen. Zur Auswahl stehen dabei meist nur zwei Alternativen, der Upgrade auf Windows XP/2003, oft mit der Einführung von Active Directory und weiteren Komplikationen verbunden, oder der Upgrade auf Linux. Wegen der zu aufwendigen Administration und der hohen Lizenzkosten von Windows hat sich auch Friesland für Linux entschieden.

Die Umstellung ist im Grunde ein typisches Szenario, wie es im Migrationsleitfaden des BMI dargelegt ist. Zuerst wurden im Landkreis die Server-Systeme umgestellt. Ein erster Versuch mit SUSE Enterprise Server ging allerdings daneben. Nachdem man sich laut dem Projektleiter Open Source der Technikunterstützten Informationsverarbeitung (TuI) beim Landkreis, Andreas Wolf, ein halbes Jahr mit nicht funktionierender Software herumgequält hatte, wurden die Server auf den Corporate Server des Bremer Anbieters Univention, und damit letztlich auf Debian umgestellt. Im Februar 2005 wurde die NT-Domäne migriert. Aktuell laufen neun der zwanzig Server des Landkreises mit Linux.

Auch die Arbeitsplatzrechner, rund 300 an der Zahl, sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren auf Linux umgestellt werden. Zunächst jedoch wird ein Zwischenschritt vollzogen, alle Rechner mit OpenOffice.org anstelle des proprietären MS Office auszustatten. Word und Excel sollen nahezu vollständig abgelöst werden. Lediglich einige Fachanwendungen, die stark mit Word verzahnt sind, werden noch Word benutzen. Der Zugriff auf diese Applikationen soll durch Windows-Terminal-Server gewährleistet werden. Rund 60 Arbeitsplätze sind bereits so ausgestattet worden.

Die Einsparungen durch den Einsatz von Linux sind noch nicht exakt abzusehen. Allein an Lizenzkosten sollen 40.000 EUR pro Jahr gespart werden. Der geringere Hardware- und Administrationsaufwand soll weitere Kostenersparnisse bringen.

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