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Mo, 6. Juni 2005, 13:08

Software::Entwicklung

Bitkeeper-Disput zwingt auch andere Projekte zum Handeln

Nachdem die Linux-Kernel-Entwickler sich Anfang April nach einem heftigen Streit von BitKeeper als Sourcecode-Verwaltungssystem verabschiedet hatten, suchen nun auch über einhundert weitere Projekte nach einem Ersatz für das Tool.

Bereits Anfang April hatte der Hersteller von Bitkeeper, BitMover, angekündigt, dass alle Projekte in Zukunft eine kommerzielle Lizenz des Tools erwerben müssen. Die kostenlose Version von BitKeeper sollte nach damaligen Aussagen bis zum 1. Juli auf den Servern von BitMover zur Verfügung stehen. Bis dahin wolle man die wichtigsten Kernel-Entwickler mit einer kommerziellen Version von BitKeeper ausstatten. Über die anderen Projekte schwieg sich das Unternehmen aus.

Nachdem die Kernel-Entwickler binnen kürzester Zeit einen Ersatz für Bitkeeper gefunden haben, suchen nun 280 Projekte und Subprojekte, die bis dato auf die Ressourcen von BitMover zugegriffen haben, einen Ersatz für Bitkeeper. Zu den prominenten Vertretern der Suchenden gehört neben der an der Universität Cambridge/England entwickelte Open-Source-Virtualisierungssoftware Xen das Filesystem ReiserFS und das relationale Datenbank-Management-System MySQL.

Der Datenbankhersteller hat sich nach Informationen von Computerworld noch nicht entschieden, wie die interne Verwaltung der Quellen durchgeführt werden soll. Trotz der recht fortgeschrittenen Zeit befindet sich das Unternehmen immer noch in Gesprächen mit BitMover und untersucht Alternativen wie Subversion. Laut Aussage von Zack Urlocker, Vizepräsident der Marketingabteilung, gibt es eine Vielzahl von Wegen, die das Unternehmen gehen kann. »Wir denken allerdings, dass BitKeeper für solch eine verteilte Entwicklung, wie die, die wir machen, sehr geeignet ist«, gibt Urlocker zu.

Auf lange Sicht gesehen müssen sowohl MySQL wie auch andere Projekte die Entscheidung treffen, ob sie die kostenpflichtigen Dienste von BitMover in Anspruch nehmen werden oder ein freies System wählen. Larry McVoy, Chef von BitMover, gab allerdings unmissverständlich zu verstehen, dass am 1. Juli alle Konten der offenen Projekte gesperrt werden.

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