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Mo, 6. Juni 2005, 15:18

Konqueror besteht Acid2-Test

Der aktuelle Entwicklungsstand des Webbrowsers Konqueror ist erstmals so weit konform zu den Standards, daß er den Acid2-Test besteht.

Web Standards Project - webstandards.org

Acid2 ist eine HTML-Testseite mit einer vermeintlich simplen Darstellung (s. Abbildung rechts). Sie macht jedoch starken Gebrauch von PNG-Bildern und CSS-Definitionen. Ein Teil des CSS-Codes ist absichtlich fehlerhaft, um den korrekten Umgang der Browser mit diesen Fehlern zu testen.

Acid2 soll nicht nur Browser-Hersteller anspornen, sich an die existierenden Standards von HTML, CSS und CSS2 zu halten. Auch Hersteller von Webautoren-Software sollen unter anderem ihre Vorschaufunktionen konform gestalten. Der Acid2-Test wurde im April 2005 aufgelegt.

Kein derzeit veröffentlichter Browser ist in der Lage, die Testseite korrekt anzuzeigen. Als erster Browser schaffte es vor kurzem eine Betaversion von Apples Safari, den Test zu bestehen, eine Betaversion von iCab3 soll als zweites das Ziel erreicht haben. Die Testversion von Konqueror, die in KDE 4, möglicherweise auch in KDE 3.4.2 und sehr wahrscheinlich in KDE 3.5 erscheinen wird, ist nun die dritte in der Reihe.

Möglich wurde dies durch die Arbeit der Entwickler Carewolf und Ivor Hewitt. Sie konnten dabei zu einem Großteil auf Apples Safari-Patches zurückgreifen. Da Safari auf KHTML, dem HTML-Renderer von Konqueror, aufbaut, war dies möglich, wenn auch nicht ohne Probleme. In den letzten zwei Jahren hatte sich die Codebasis von KHTML und Safari auseinanderentwickelt, und Apple erfüllte zwar formal die Bedingungen der LGPL, indem es Patches bereitstellte, war aber nicht sehr hilfreich dabei, seine Änderungen in KHTML zu integrieren. Dies führte hier und da zu Mißstimmungen, die jedoch wohl stark überbewertet wurden. Die Entwickler von Apple und KDE stehen immer noch in Kontakt miteinander.

Die Unterschiede zwischen KHTML und Safari machten es jedoch unmöglich, den ganzen Patch von Apple zu verwenden. Wie Carewolf schreibt, wurden etwa 50% des Patches plus zwei Fehlerkorrekturen von Apple integriert, der Rest wurde neu implementiert. Während der Entwickler diese Wiederverwendung des Codes als nicht schlecht einstuft, schreibt er aber auch, daß es ein relativ langsamer Vorgang war.

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