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So, 19. Juni 2005, 20:07

Linux 2.6.12 freigegeben

Linus Torvalds hat Kernel Version 2.6.12 mit zahlreichen Neuerungen freigegeben.

Linus Torvalds, Vater des Linux-Kernels

LINUXMAG.com

Linus Torvalds, Vater des Linux-Kernels

Basierend auf Vorschlägen anderer Entwickler und der Freigabe des Kernels 2.6.11.1 läutete der Vater von Linux, Linus Torvalds, eine neue Nomenklatur des Kernels ein. Zu jedem veröffentlichten Kernel (mit drei Zahlen in der Versionsnummer) sollte es nach Bedarf Fehlerkorrekturen mit vier Zahlen in der Versionsnummer geben. Der als »-stable« deklarierte Baum wurde binnen der letzten Monate ständig stabilisiert und erreichte letzte Woche die Version 2.6.11.12.

Drei Monate nach der Freigabe von Linux 2.6.11 kündigte Torvalds nun an diesem Wochenende eine neue Version des Kernels an. Das 1 MByte große Changelog des Kernels gibt bereits Auskunft über die Anzahl von Neuerungen, die der Kernel 2.6.12 erfahren hat. Die vorgenommenen Änderungen betreffen fast den kompletten Kernel und sparen kaum ein Subsystem aus.

Zu den Neuerungen gehören unter anderem ein neuer TPM-Treiber an. Bereits vor über zwei Jahren hat IBM im Zuge einer Aufklärungskampagne eine erste Version des Treibers für Linux vorgestellt. In einer Reihe von Papieren erklärte IBM die Funktionsweise von TCPA, Palladium und DRM. So wollte IBM den Begriff TCPA nicht mit Palladium gleichsetzen und betonte schon damals, dass das Modell nicht die Ausführung von Anwendungen kontrollieren will, sondern den Weg zu einem sicheren Arbeitsplatz darstelle. »TCPA ist nicht DRM. DRM ist nur eine Möglichkeit einer sicheren Umgebung«, so IBM damals.

Zu den weiteren Änderungen des Kernels gehört darüber hinaus die Rückkehr des Philipps-Treibers. Grund des ursprünglichen Disputes über den Treiber war die Tatsache, dass er nur zur Hälfte aus freier Software bestand. Der freie Teil reicht aus, um die Kamera anzusteuern, jedoch sind die von der Kamera verwendeten Codes proprietär. Offensichtlich ist man sich aber auch jetzt noch nicht über den Treiber einig, denn kurz vor der Freigabe des Kernels entfernte der Kernel-Hacker Alan Cox wieder einige Teile des Treibers, welche die PWC-Treiber-Kompression betrafen.

Darüber hinaus wurde eine Vielzahl der mit dem Kernel ausgelieferten Treiber aktualisiert. So wurde die Sound-Architektur ALSA auf den neuesten Stand der Technik gebracht und unterstützt ab sofort auch die Chipsätze i915 und i925. Ferner haben die Kernel-Hacker die Subsysteme von DVB, USB und des Netzwerks überarbeitet und um weitere Funktionen ergänzt. Die SATA-Treiber unterstützen ab sofort die so genannten »Write-Barriers«. So ist es möglich, Journaling-Dateisysteme nun auch über mit SATA angebundenen Festplatten zu benutzen. Auch andere Dateisysteme wie ext3, xfs, jfs oder ReiserFS erfuhren zahlreiche Änderungen.

Neben einer verbesserten Unterstützung von Multi-Core-CPUs von AMD deklarierten die Entwickler die erst im Mai mit dem »IPv6 Ready Phase-1« ausgezeichnete IPv6-Unterstützung als stabil und nicht mehr als experimentell. Der neue Treiber bnx2 unterstützt darüber hinaus die PCI Express-Karten von Broadcom und ein neuer DAC960-Treiber ermöglicht die Benutzung von weiteren Karten unter Linux.

Der neue Kernel kann vom Server des Kernel-Projektes und vielen Mirrors heruntergeladen werden. Der Kernel selbst ist knapp 36 MByte (bz2) bzw. 45 MByte (gz) groß. Die Patches fallen mit 4,5 MB (bz2) und 5,4 MB (gz) viel kleiner aus.

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