Dass freie Software für alle zunächst einmal ein sehr charmantes, ansprechendes Konzept ist, ist unbestreitbar.
Inwieweit sie gerade in Ländern des Südens zur Überwindung der Digital Dividetatsächlich eingesetzt wird, würde mich interessieren.
Denn gerade im ländlischen Raum sind die Probleme sehr viele elementarer Natur, dort ist die Hardware das primäre Problem - angefangenen bei Stromversorgung und Telefon. D.h. der "OSI-Layer" auf dem die Entscheidung zwischen proprietärer und Freier Software ansteht, ist überhaupt nicht in Reichweite!
Gleichzeitig schaffen es selbst entwicklungspolitische und zivilgesellschaftliche Organisationen in den reicheren Teilen der Welt, den Umstieg auf freie Alternativen anzugehen. Es ist einfach kein Thema, denn irgendwie kommt man mit (illegalem) Windows 98 und OjE 5.5 immer noch hin und jede Änderung würde ja Geld kosten, das man für solche Dinge eben nicht hat.
Da ist es fast die einzige Hoffnung, dass Millionen Neubenutzer in Südostasien gar nicht erst mit gewissen Produkten aus Redmond konfrontiert werden, sondern direkt mit freier Software einsteigen, wie es etwa in Thailand bei einem hohen Prozentsatz der Neu-PCs sich verhalten soll.
Aber wie gesagt: Dort wo es weder Strom noch Telefon gibt, stellt sich diese Frage gar nicht.
Gleichzeitig schaffen es selbst entwicklungspolitische und zivilgesellschaftliche Organisationen in den reicheren Teilen der Welt, den Umstieg auf freie Alternativen anzugehen.
Sollte natürlich heißen:
Gleichzeitig schaffen es selbst entwicklungspolitische und zivilgesellschaftliche Organisationen in den reicheren Teilen der Welt nicht, den Umstieg auf freie Alternativen anzugehen.
> Denn gerade im ländlischen Raum sind die Probleme sehr viele > elementarer Natur, dort ist die Hardware das primäre Problem - > angefangenen bei Stromversorgung und Telefon.
Nun, wie es tatsächlich aussieht, kann ich leider auch nicht beurteilen.
Gerade zu diesem genannten Punkt möchte ich aber noch als Argument anführen, dass gerade freie Systeme auch sehr gut mit alter Hardware laufen. Es muss ja nicht immer KDE sein! Der XFCE oder WindowMaker sind auch nicht schlecht und zumindest letzterer läuft noch auf 386gern, die hierzulande überall längst ausgemustert sein dürften.
386er ... schon möglich, damit noch Sinnvolles zu machen, aber die Kluft ist damit nicht überwindbar, weil...
Links von der Kluft wird fleißig das Web mit Flash, Java und WeißDieHölleWasNoch versaut und rechts davon ist auf 386ern nicht dran zu denken, daß der arme Prozessor da mehr als 2 FpS beim Abspielen der nach LinksKluftMeinung ja so unverzichtbaren Schnörkel schafft. Insbesonder, daß manchmal die gesuchte Information nicht in Text und Applet steckt, sondern nur im Applet, zeigt die "Gedankenlosigkeit ohne Grenzen", die sich heutzutage nicht nur im Netz breit macht.
Java ist auf den 500-MHz-Kisten im meinem Netz schon keine Freude mehr!
Das Web (Ftp, Gopher, HTTP) war bewußt minimalistisch und portabel gehalten, damit eine möglichst große Anzahl von Systemen und damit aich Usern den unproblematischen Zugang dazu finden kann.
Es ist Alles auf den Kopf gestellt, so haben wir stattdessen nun also den MMM (MultiMediaMumpitz) und die Wirtschaft dreht uns alljährlich doppelt so schnelle Systeme als Minimalausstattung an.
Ein Schritt zurück, vom MMM aus gesehen, wäre ein enormer Fortschritt, aber der Trieb zur bombastischen Selbstdarstellung ist den Leuten wohl nicht mehr aus dem Hirn zu hämmern. So kann ein SSS meines Erachtens nur auf einer Technologie entstehen, die solche Auswüchse gleich verhindert.
Nebenbei sollte man Transport-Layer wie z.B. UUCP, Maustausch und Fidonet für solche Szenarien wieder zu einer der tragenden Säulen machen, selbst Paketaustausch per "Turnschuh-Netz" kann dort stellenweise auch verbinden.
Kein Strom, kein Telefon: Es wäre ein sehr reizvolles Projekt, dort eine digitale Infrastruktur zu schaffen, aber schauen wir mal den Tatsachen mitten in die hässliche Fratze: Die digitale Kluft trennt nicht die Zentralkalahari vom Rest der Welt, sie verläuft durchaus durch Gebiete, in denen Strom und Telefon üblich sind.
Vielleicht sollten wir mehrere Klüfte unterscheiden.
Eine Kluft ist vielleicht schon in der Wand Deiner Wohnung: Nebenan wohnt vielleicht jemand, der über Deinen alten Rechner (der Dir nichtmal den Aufwand wert ist, ihn in de.markt.* anzubieten, weil das erwartete Euronen-Ergebnis Deiner Meinung nach nicht einmal den Aufwand, ihn zu verpacken entlohnen würde) jubeln würde... weißt Du es?
Soft- und Hardware allein sind aber nicht die Brücke über die Kluft, eine "Anschubmenge" an Knowhow und eine Vernetzung zwecks weiteren Informationsflusses muß auch hinzu kommen.
Diese Vernetzung ist nicht immer auf technischer Ebene implementiert, manchmal ist sie eher menschlicher Natur, z.B. auf'n Kaffe vorbeischauen und dem wahrscheinlich nicht Flatrate-Besitzer ein paar Updates mitbringen...
Gut, was spät der Link, aber vielleicht liest es ja doch noch jmd. Es geht um ein Projekt in Uganda, mit dessen hilfe es auch entlegenen Regionen ermöglicht wird, zu telephonieren oder einen Rechner zu nutzen. Und auf der kiste läuft linux. BTW: Die profitierenden Orte haben keinen Telefonanschluss und auch keine Stromzuleitungen (läuft mit Solarstrom und/oder Generatoren):
Inwieweit sie gerade in Ländern des Südens zur Überwindung der Digital Divide tatsächlich eingesetzt wird, würde mich interessieren.
Denn gerade im ländlischen Raum sind die Probleme sehr viele elementarer Natur, dort ist die Hardware das primäre Problem - angefangenen bei Stromversorgung und Telefon. D.h. der "OSI-Layer" auf dem die Entscheidung zwischen proprietärer und Freier Software ansteht, ist überhaupt nicht in Reichweite!
Gleichzeitig schaffen es selbst entwicklungspolitische und zivilgesellschaftliche Organisationen in den reicheren Teilen der Welt, den Umstieg auf freie Alternativen anzugehen. Es ist einfach kein Thema, denn irgendwie kommt man mit (illegalem) Windows 98 und OjE 5.5 immer noch hin und jede Änderung würde ja Geld kosten, das man für solche Dinge eben nicht hat.
Da ist es fast die einzige Hoffnung, dass Millionen Neubenutzer in Südostasien gar nicht erst mit gewissen Produkten aus Redmond konfrontiert werden, sondern direkt mit freier Software einsteigen, wie es etwa in Thailand bei einem hohen Prozentsatz der Neu-PCs sich verhalten soll.
Aber wie gesagt: Dort wo es weder Strom noch Telefon gibt, stellt sich diese Frage gar nicht.
Sollte natürlich heißen:
Gleichzeitig schaffen es selbst entwicklungspolitische und zivilgesellschaftliche Organisationen in den reicheren Teilen der Welt nicht, den Umstieg auf freie Alternativen anzugehen.
> elementarer Natur, dort ist die Hardware das primäre Problem -
> angefangenen bei Stromversorgung und Telefon.
Nun, wie es tatsächlich aussieht, kann ich leider auch nicht beurteilen.
Gerade zu diesem genannten Punkt möchte ich aber noch als Argument anführen, dass gerade freie Systeme auch sehr gut mit alter Hardware laufen. Es muss ja nicht immer KDE sein! Der XFCE oder WindowMaker sind auch nicht schlecht und zumindest letzterer läuft noch auf 386gern, die hierzulande überall längst ausgemustert sein dürften.
Links von der Kluft wird fleißig das Web mit Flash, Java und WeißDieHölleWasNoch versaut und rechts davon ist auf 386ern nicht dran zu denken, daß der arme Prozessor da mehr als 2 FpS beim Abspielen der nach LinksKluftMeinung ja so unverzichtbaren Schnörkel schafft. Insbesonder, daß manchmal die gesuchte Information nicht in Text und Applet steckt, sondern nur im Applet, zeigt die "Gedankenlosigkeit ohne Grenzen", die sich heutzutage nicht nur im Netz breit macht.
Java ist auf den 500-MHz-Kisten im meinem Netz schon keine Freude mehr!
Das Web (Ftp, Gopher, HTTP) war bewußt minimalistisch und portabel gehalten, damit eine möglichst große Anzahl von Systemen und damit aich Usern den unproblematischen Zugang dazu finden kann.
Es ist Alles auf den Kopf gestellt, so haben wir stattdessen nun also den MMM (MultiMediaMumpitz) und die Wirtschaft dreht uns alljährlich doppelt so schnelle Systeme als Minimalausstattung an.
Ein soziales Netz (SocialSuperService, SSS, ©Yeti) müßte seine Informationen so anbieten, daß es ohne Einbußen auch auf genügsamen Systemen keine Probleme gibt.
Ein Schritt zurück, vom MMM aus gesehen, wäre ein enormer Fortschritt, aber der Trieb zur bombastischen Selbstdarstellung ist den Leuten wohl nicht mehr aus dem Hirn zu hämmern. So kann ein SSS meines Erachtens nur auf einer Technologie entstehen, die solche Auswüchse gleich verhindert.
Nebenbei sollte man Transport-Layer wie z.B. UUCP, Maustausch und Fidonet für solche Szenarien wieder zu einer der tragenden Säulen machen, selbst Paketaustausch per "Turnschuh-Netz" kann dort stellenweise auch verbinden.
Nur mal ein paar Beispiele, von denen ich jetzt gerade die Links wiederfinde:
http://dot.kde.org/1119049502/
http://dot.kde.org/1114516277/
http://www.schoolnet.na/
Vielleicht sollten wir mehrere Klüfte unterscheiden.
Eine Kluft ist vielleicht schon in der Wand Deiner Wohnung: Nebenan wohnt vielleicht jemand, der über Deinen alten Rechner (der Dir nichtmal den Aufwand wert ist, ihn in de.markt.* anzubieten, weil das erwartete Euronen-Ergebnis Deiner Meinung nach nicht einmal den Aufwand, ihn zu verpacken entlohnen würde) jubeln würde... weißt Du es?
Soft- und Hardware allein sind aber nicht die Brücke über die Kluft, eine "Anschubmenge" an Knowhow und eine Vernetzung zwecks weiteren Informationsflusses muß auch hinzu kommen.
Diese Vernetzung ist nicht immer auf technischer Ebene implementiert, manchmal ist sie eher menschlicher Natur, z.B. auf'n Kaffe vorbeischauen und dem wahrscheinlich nicht Flatrate-Besitzer ein paar Updates mitbringen...
Mannmannmann.
http://www.tectonic.co.za/view.php?id=489
http://www.inveneo.org/?q=pedalnetwork