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Mo, 27. Juni 2005, 16:38

Software::Distributionen::Debian

Debian-Sicherheitsupdates bleiben aus

Immer mehr besorgte Benutzer stellen fest, daß seit dem 3. Juni keine Sicherheitsupdates für Debian-Pakete mehr freigegeben wurden.

Zur Zeit gibt es keine offizielle Erklärung des Debian-Projektes, was zu einigen Spekulationen Anlaß gibt - daß das Sicherheitsteam zerstritten sei beispielsweise. An dieser Vermutung könnte ein Quentchen Wahrheit sein, denn nach Aussagen einzelner Entwickler auf der deutschsprachigen Debian-Mailingliste scheinen zur Zeit wichtige Funktionen von Entwicklern blockiert zu werden, die nicht mehr aktiv im Debian-Sicherheitsteam mitarbeiten.

Konkret wurde Matt Zimmerman genannt, der offiziell noch Mitglied des Debian-Sicherheitsteams ist, aber bereits seit einiger Zeit für Ubuntu arbeitet. Gleiches soll auch für andere Entwickler zutreffen. Keiner der Beteiligten hat sich bisher dazu geäußert, insbesondere nicht auf der Mailingliste debian-security. Klar ist, daß das ohnehin kleine Sicherheitsteam darunter leidet, wenn eine Person fehlt.

Der Engpaß liegt recht eindeutig beim Sicherheitsteam, denn einige Pakete, die wichtige Sicherheitsupdates enthalten, wurden nach »Proposed Updates« hochgeladen, von dort jedoch noch nicht weiter bearbeitet. Da dieser Zustand schon über drei Wochen andauert, wird nun teilweise empfohlen, wichtige Sicherheitsupdates direkt von dort zu holen und von Hand einzuspielen.

Die generell unbefriedigende Situation bei Debian kann dazu führen, daß immer mehr Anwender zu Ubuntu wechseln. Während die AMD64-Version von Debian nicht mehr in das offizielle Sarge-Release von Debian einfloss, unter anderem wegen Platzproblemen auf dem Server, wird sie von Ubuntu voll unterstützt. Ubuntu bietet X.org 6.8, KDE 3.4 und GNOME 2.10, Debian dagegen XFree86 4.3, KDE 3.3 und GNOME 2.8. Über eine Million Anwender sollen allein in Deutschland bereits zu Ubuntu gewechselt sein, so ein Bericht in den »Heute«-Nachrichten. Es kommen bereits Spekulationen auf, ob die Misere von Debian durch Ubuntu-Leute absichtlich herbeigeführt wurde. Andererseits muß man sich fragen, was es für einen Sinn für Ubuntu hätte, die Basis, auf die es baut, zu behindern. Ubuntu bezieht schließlich die meisten seiner Pakete aus Debian.

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