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Mo, 4. Juli 2005, 20:10

Nur zurückhaltender Linux-Einsatz auf den Philippinen

Eine Studie der »International Data Corporation« (IDC) besagt, dass sich der Linux-Einsatz auf den Philippinen noch in einem sehr frühen Stadium befindet.

IDC Philippines hat die neue Studie unter dem Titel »Philippines Linux Adoption: Has the Penguin Arrived?« herausgegeben. Demnach befindet sich die Republik der Philippinen, im Gegensatz zu den asiatischen Nachbarländern, noch in einem sehr frühen Stadium des Linux-Einsatzes - obwohl sich der Kenntnisstand in der philippinischen IT-Landschaft verbessert hat. So wurden die Vorteile von Linux erkannt, es herrsche jedoch eine Angst vor der Inkompatibilität von Applikationen. Auch Fragen des Supports würden verunsichern und da Erfahrungen und Erfolgsgeschichten bisher fehlen, werde Linux bisher nur selten eingesetzt. Viele Endnutzer würden beispielsweise befürchten, dass sie nicht genügend Software und Support für Linux bekämen.

Laut Manuel Ravago, Research Manager bei IDC Philippines, ist Linux aber durchaus als Alternative zu den mehr etablierten Windows- und Unix-Systemen bekannt. IDC geht davon aus, dass der tatsächliche Einsatz erst langsam und vorsichtig zunehmen werde. Viele Nutzer denken geschäftsorientiert und bei diesen Überlegungen spielen die Kompatibilität von Software sowie die Support-Kosten nach erfolgter Umstellung eine große Rolle.

IT-Manager schätzten zwar die Existenz von Alternativen, hätten aber kein volles Vertrauen in die Leistungen von Linux. Ebenso stehen die Manager der Support-Frage vorsichtig gegenüber. Sie könnten nicht einschätzen, wieviel Support benötigt wird, wenn Linux erst einmal im Einsatz ist. Diese Schwierigkeiten würden noch dadurch verstärkt, dass es im Vergleich zu Anbietern von Windows-Systemen nur sehr wenige Linux-Reseller gäbe.

Um den Linux-Einsatz weiter voranzutreiben und den Linuxmarkt zu stärken, empfiehlt IDC, aggressivere Marketingkampagnen zu starten. Ferner sollten weitere Pläne entworfen werden, um Produkte gemeinsam mit Linux zu vertreiben. Allerdings gehen die Analysten bei IDC davon aus, dass Windows noch bis 2009 die Oberhand in der philippinischen IT-Landschaft behalten wird. In einem Land mit vornehmlich kleinen und mittelgroßen Unternehmen habe die Entscheidung für ein bestimmtes Betriebssystem außerdem keine Priorität. Das IT-Budget dieser Unternehmen sei limitiert und würde daher vor allem in Hardware investiert. Nicht zuletzt wird ein weitläufiger Linux-Einsatz durch das Fehlen von Geschäftsanwendungen verhindert.

Die komplette Studie gibt unter anderem einen Überblick über die Stellung von Linux auf dem philippinischen Markt als Client- und Server-Betriebssystem.

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Kommentare (Insgesamt: 24 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: nur mut (hEAdr00m, Di, 5. Juli 2005)
Re: Schnauze! (hEAdr00m, Di, 5. Juli 2005)
Re[4]: das liegt nur an Ubuntu (Kai F. Lahmann, Di, 5. Juli 2005)
Re[3]: was soll das für eine Meldung sein? (Frank, Di, 5. Juli 2005)
Re[2]: was soll das für eine Meldung sein? (realist, Di, 5. Juli 2005)
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